Städtereise – Bad Kreuznach

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Städtereise

Bad Kreuznach – Meeresbrise im Salinental

Eingebettet in eine beeindruckende Naturlandschaft blickt Bad Kreuznach auf 2500 Jahre Siedlungsgeschichte zurück.
Das moderne Thermalbad. Hier badet der Gast in 33°C warmen Mineralwasser, dass aus 500 Metern Tiefe kommt.
Alte Nahebrücke mit historischen Brückenhäusern
Bäderhaus Bad Kreuznach mit exquisiter Saunalandschaft
Originalbrunnen auf dem Kornmarkt im Stadtzentrum
Museum für Puppentheater-Kultur.
Wasserturm im Oranienpark
Schlossparkmuseum
Klein Venedig an der Ellerbachbrücke
Rosineninsel mit der Skulptur "Durstgruppe"
Karweg an der Saline
Römerhalle mit rekonstruierter Wandmalerei.
Rheingrafenstein

Eingebettet in eine beeindruckende Naturlandschaft blickt Bad Kreuznach auf 2500 Jahre Siedlungsgeschichte zurück. Die mit 52.000 Einwohnern größte Stadt im Nahetal hat sich seit 200 Jahren als Heilbad etabliert. Unser Spaziergang führt durch das Kurgebiet, durch die im Mittelalter entstandene historische Neustadt, in den Schloßpark mit seinen Museen und in das Salinental – das größte Freiluftinhalatorium Deutschlands mit den mächtigen Gradierwerken.

 Wir starten unseren Rundgang am Haus des Gastes mit dem benachbarten Thermalbad.  Hier badet man in 33°C warmem Thermal-Mineralwasser, das aus 500 Metern Tiefe gefördert wird. Zwischen Haus des Gastes und Thermalbad sehen wir das Crucenia-Gesundheitszentrum, in dem ambulante Kuren angeboten werden. Nach links laufen wir in Richtung Kurhausstraße. Stadtbildprägend ist hier die mit Säulen geschmückte Fassade des Bäderhauses, 1912 als Kurhaus gebaut, heute eine exquisite Saunalandschaft. Auf der Platanenallee geht es zur Pauluskirche, die 1332 eingeweiht wurde und lange Zeit vor der eigentlichen Stadtmauer lag. Von der gotischen Kirche ist leider nur der Chor Richtung Alte Nahebrücke erhalten. Das Hauptgebäude, ein spätbarocker Neubau, wurde 1781 fertig gestellt.

Über die Kurhausstraße erreichen wir die Alte Nahebrücke. Die Alte Nahebrücke mit den Brückenhäusern ist das Wahrzeichen der Stadt. Nur der rechte Teil ist original erhalten als steinerne Bogenbrücke mit Pfeilern, so wie sie um 1300 entstand. Die Brückenhäuser auf den Pfeilern kamen erst 200 Jahre später dazu. Den linken Teil der Brücke zerstörten deutsche Soldaten 1945, er wurde durch einen Neubau ersetzt. Auf der Brücke bietet sich der schönste Anblick auf die Kauzenburg, 1200 erbaut für den Grafen von Sponheim. Durch Kriege zerstört ist die heutige Optik eine Mischung von alter Bausubstanz und zeitgenössischer Architektur des Architekten Gottfried Böhm. Um sie herum entstand die mittelalterliche Stadt, von den Einheimischen Neustadt genannt. Wenn wir uns nun nach rechts wenden, gelangen wir nach wenigen Schritten auf den Kornmarkt in Zentrum der Fußgängerzone, wo der Wochenmarkt sein Domizil hat und der Originalbrunnen einen Blickfang bildet. Wir überqueren die Brücke jedoch in entgegengesetzte Richtung mit Blick auf die Burg  geht es in die Historischer Neustadt. Mit ihren engen Gassen und Fachwerkhäusern verströmt das Bauwerk den Charme der vergangenen Jahrhunderte.

Am Ende der Brücke folgen wir einem Arkadengang, passieren einen Spielplatz mit alten Mauerturm  – die Pfeffermühle – und erreichen dann die Ellerbachbrücke mit „Klein-Venedig“. Der Bach mündet an dieser Stelle in die Nahe. Die Häuserzeilen sind hier auf den mittelalterlichen Stadtmauern erbaut, was einen malerischen Anblick eröffnet. Weiter geht es geradeaus, man quert die Magister-Faust-Gasse, passiert ein enges Gässchen, die alte Judengasse – heute Milchgässchen – und erreicht den Eiermarkt . Die Nikolauskirche aus dem 13. Jahrhundert war Teil eines Karmeliterklosters. Der Eiermarkt war der zentrale Marktplatz. Zum Eiermarkt gehörten auch der Töpfermarkt,  der Fischmarkt, der Salzmarkt  und das Metzgerviertel. Ein Denkmal erinnert an den Heldentod des Metzgers Michel Mort im Dienst seines Stadtherren,  des Grafen von Sponheim. Wir gelangen vorbei am Hotel Michel Mort in die Alte Poststraße, wenden uns nach links Richtung Mannheimer Straße und blicken auf die Nahe-Vinothek, im historischen Dienheimer Hof aus dem 16. Jahrhundert. Nach links geht es Richtung Nahebrücke und zum Brunnen am Eingang des Zwingel. Wir befinden wir uns unterhalb der Kauzenburg und biegen rechts in den Zwingel, einem Teil der alten Befestigungsanlage. Durch ein Tor in der mittelalterlichen Stadtmauer gelangen wir in den Schloßpark. Wir folgen dem Weg bis zum Schloßparkmuseum. Das Schloss präsentiert heute stadt- und kunstgeschichtliche Sammlungen.

Über den Dächern der Stadt
Von hier geht es um den halben Weiher herum bis zu einer Treppe, die hinauf zum Museum für Puppentheater-Kultur und zur Römerhalle, führt. Ein Weg,  der sich lohnt. Wir gehen aber am Ufer weiter, biegen dann halbrechts ab und gelangen auf einem Serpentinenweg durch ein Waldstück zum Kauzenberg. Um die Burg herum führt ein Weg zu einem schönen Aussichtspunkt, von dort ein steiler Stich hinab zum Panoramaweg. Auf ihm spazieren wir oberhalb der Dächer des Kurgebietes, bis wir unterhalb des Teetempels, eines etwa 1820 errichteten Aussichtspunktes, angelangen. Der Abstecher nach oben lohnt sich und bietet Fernblick über den Osten der Stadt bis weit nach Rheinhessen. Wir nehmen aber den Treppenweg hinab, erreichen den Nachtigallenweg mit Blick auf die Elisabethquelle und die Roseninsel und folgen rechts dem Weg entlang der Nahe bis zur Salinenbrücke. Die Brücke lassen wir links liegen und erreichen nach 50 m einen Fußgängerüberweg, den wir überqueren und nach wenigen Metern in das Salinental abzweigen.

Vom Salinental zum Kurpark
Gleich anfangs erreichen wir eines der mächtigen Gradierwerke der Bad Kreuznacher Salinen. Sie dienten der Salzanreicherung. Neun dieser großen Dornwände mit einer Gesamtlänge von 1,2 Kilometern befinden sich in Bad Kreuznach. Wer gut zu Fuß ist, kann nun entlang des Flusses 2 Kilometer weiter zum Stadtteil Bad Münster am Stein laufen und wird mit einem grandiosen Landschaftsbild belohnt. Wir wandern jedoch auf unserem Rundweg entlang des Gradierwerkes, genießen wir die salzige Brise und durchqueren das Gradierwerk. Dort gelangen wir zu einem Wasserrad, das Salzwasser auf die Gradierwerke pumpt. Von hier aus durchqueren wir das Gradierwerk erneut und überqueren eine Brücke. Vorbei am Gastronomiebetrieb Brauwerk und dem Wohnmobilplatz finden wir ein weiteres Gradierwerk. Dahinter geht es über die Salinenbrücke, an der Karlshalle vorbei. Das Pumpenhaus ist eine der ältesten Salzquelle der Stadt. Wir gelangen auf die Roseninsel mit einem schönen Laubengang und der bemerkenswerten  Skulptur Durstgruppe. Dem Weg am Naheufer folgen wir zur Skulptur der Sonne, dem  Ausgangspunkt eines Planetenweges, den die örtliche Sternwarte eingerichtet hat. Für etwa 200 m flanieren wir nun vorbei am Oranienpark mit dem Minigolfplatz, wo ein Sole-Turm zu sehen ist, bis zur Brücke in den Kurpark, gleich an der Elisabethquelle. Hier trennt sich der Mühlenteich vom Hauptarm der Nahe, beide bilden eine Insel, auf der das Kurgebiet steht. Die Elisabethquelle diente 150 Jahre der Trinkkur, heute ist sie ein beliebtes Weinlokal.  Sehr reizvoll ist der Blick auf das Nahewehr. Ein Promenadenweg an der Nahe führt uns um den Inhalationspark mit dem berühmten Solezerstäuber gegenüber vom Haus des Gastes wieder zurück zum Ausgangspunkt unseres Rundwegs. Zur Entspannung kann man hier wohltuende salzhaltige Luft inhalieren oder den Spaziergang mit einem Rundlauf durch die Kneipp-Anlage abschließen.

Autor und Bildnachweis: Dr. Michael Vesper, Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH

Weiter Informationen unter www.bad-kreuznach-tourist.de