Pause vom Alltag – ein Besuch in Lothringen

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Reisetipps

Pause vom Alltag – ein Besuch in Lothringen

Lothringen, die geschichtsträchtige Region im Nordosten Frankreichs, ist eine der waldreichsten Regionen Frankreichs. Die Region liegt an der Grenze zu Deutschland, Belgien und Luxemburg und ist somit ein schnell erreichbares Urlaubsziel – auch für einen Wochenendtrip.

Das Grenzland war immer schon Schauplatz etlicher Gefechte: der Deutsch-Französische Krieg von 1870, dann Erster und Zweiter Weltkrieg. Zitadellen, Forts, Schlachtfelder, Gedenkstätten und Relikte heldenhafter Augenblicke zeugen von den kriegerischen Auseinandersetzungen und sind heute noch zu besichtigen. Stolz auf sein kulturelles Erbe wartet Lothringen auch mit vielfältigen Sehenswürdigkeiten auf: Centre Pompidou in Metz, Jugendstil und UNESCO-Weltkulturerbe in Nancy, Kathedralen, Schlösser, historische Städte, Museen und Gärten zeugen von der Geschichte der Region. Mit seinen Naturschutzgebieten und Städten bietet Lothringen viele Möglichkeiten zum Erholen oder Aktiv zu sein. Und das Kulinarische kommt hier auch nicht zu kurz, denn Lothringen ist ein Paradies für Genießer: Mirabelle, Bergamotte, Quiche Lorraine, Maas-Trüffel, Brie de Meaux, Côtes-de-Toul- und Moselweine sowie charaktervolle Biere. Und natürlich schmecken diese herrlichen Spezialitäten am besten dort, wo sie herkommen.

Wir haben uns für unser Wochenende den Campingplatz Camping de La Mosella bei Liverdun ausgesucht. Der Platz fasziniert mit seiner schönen Lage in der Moselschleife. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Umgebung. Und es gibt jede Menge zu entdecken: die Mosel mit einem Kanu erkunden, den Nationalpark Lothringen und den Haye-Wald entdecken, die Stadt Nancy besichtigen und viele weitere Ausflüge unternehmen. Die Standplätze befinden sich auf einem Wiesengelände und werden zum Teil durch verschiedene Bäume beschattet.

Camping de La Moselle
Avenue Eugene Lerebourg 7, 54460 Liverdun
Grand Est, Frankreich
Telefon +33 383244378
www.lesbouclesdelamoselle.com/de
resa.campingmoselle@gmail.com

Liverdun ist eine mittelalterliche Festungsstadt, die an der Moselschleife liegt, und die Sommerresidenz der Bischöfe von Toul war. Ihre Geschichte lässt sich anhand ihrer Denkmäler und bemerkenswerten Orten verfolgen: Porte Haute, ehemalige Stiftskirche Saint-Pierre aus dem 12. Jahrhundert, ehemaliges Presbyterium aus dem 18. Jahrhundert, Château Corbin und sein Park, Waschhaus, Renaissancefassaden, Place de la Fontaine mit Arkaden aus dem 16. Jahrhundert.

Unsere Tipps für interessante Ausflüge

Nancy – die Stadt, die sich stetig verändert
Nur 26 Kilometer von Liverdun entfernt liegt Stadt Nancy, die durch ihre Vielfältigkeit bezaubert. Mit der Kombination aus Renaissance, Jugendstil und Art déco löst sie bei den Besuchern stets begeistertes Erstaunen aus. Sehenswert sind: Das Musée Lorrain in der Altstadt, dass Geschichtsliebhabern einen Sprung in die Vergangenheit ermöglicht. Mit ihren goldverzierten Gittern und schmucken Springbrunnen, die das Rathaus, das Grand Hôtel, die Oper von Nancy und Lothringen sowie das Museum der Schönen Künste verbinden, verdreht der Place Stanislas – eine gepflasterte Fußgängerzone – Spaziergängern die Köpfe. Das architektonische Schmuckstück wurde im 18. Jahrhundert auf Veranlassung des Herzogs von Lothringen, Stanislas Leszczynski, von Emmanuel Héré erbaut. Der gemeinsam mit den Plätzen Carrière und Alliance auf der UNESCO-Welterbeliste stehende königliche Platz bildet das Bindeglied zwischen historischer und neuer Stadt.
Einen Steinwurf von der Place Stanislas entfernt, liegt das grüne Paradies, der Pépinière-Park. Freunde von Shopping- oder kulinarischen Städtetrips überrascht Nancy mit seiner Vielfalt und den abwechslungsreichen Kulturtreffpunkten wie dem traditionellen Nikolausfest. Weitere Highlights in der Stadt sind: Das Museum der Schule, das Haus Daum, der Botanische Garten Jean-Marie Pelt, der größte Frankreichs.

Toul und der Hügel von Sion
Toul liegt rund 20 Kilometer von unserem Campingplatz entfernt. Die Kathedrale Saint-Etienne sowie die Stiftskirche Saint-Gengoult zählen zu den architektonischen Meisterwerken von Toul. Nicht weit vom Hügel von Sion, liegt die von Vauban befestigte Stadt in einer herrlichen Natur, umgeben von den Hängen, an denen der berühmte Gris de Toul gedeiht.
Verteilt auf einer 20 Kilometer langen Nord-Süd-Achse rund um die Stadt, liegen auf acht Dörfer verteilt mehr als zehn Weingüter, die die berühmten Weine der Côtes de Toul ausbauen. Die Winzer bieten Besuchern das ganz Jahr über an, die Produkte zu entdecken und zu probieren. Es lohnt sich auf jeden Fall, die herrlichen Landschaften der Côtes de Toul mit den Wundern des Regionalen Naturparks Lothringen, der Association des Sentiers de la Linotte im Norden und der Association des Sentiers des Deuilles im Süden mit dem Fahrrad oder zu Fuß mit den Rundwegen zu erkunden.

Lunéville – Kulturerbe in konzentrierter Form
Das Schloss von Lunéville, 54 Kilometer von Liverdun entfernt, war zu Zeiten des Herzogs Stanislas Leszczynski ein geschätzter Aufenthaltsort für die größten Denker des Aufklärungszeitalters. Seine französischen Gärten erinnern deutlich an den prachtvollen Glanz am Hofe. Eine vergangene Pracht, von sich die Stadt jedoch einige Schätze bewahren konnte. Ein Besuch in Baccarat, wo die berühmte Kristallglasmanufaktur seit 250 Jahren ein Symbol herausragender Spitzenqualität darstellt, ist ein unbedingtes Muss. Versäumen sollte man auch nicht das in der Nähe liegende Museum Les Sources d’Hercule in Deneuvre. Dort entdeckt man das bedeutendste, dem berühmten Helden der römischen Mythologie, Herkules, geweihte Heiligtum. Weiter Sehenswert: Das Haus der Mirabelle, das Schloss von Haroué sowie der See von Pierre-Percée mit seiner Ahornblatt-Form, an dem sich ein Spaziergang  entlang des Ufers lohnt.

Pont-à- Mousson, ideale Etappe für ein Pause vom Alltag
Auf halbem Weg zwischen Nancy und Metz, am Fuße des Mousson-Hügels, (23 Kilometer von Liverdun entfernt) gibt sich diese beiderseits der Mosel angesiedelte Stadt so verschwiegen und unauffällig, wie sie auf internationaler Ebene bekannt und berühmt ist. In der ganzen Welt tragen Kanalisationen und Kanaldeckel den Stempel der hiesigen Stahlproduktion. Aber Pont-à-Mousson war auch der Sitz einer renommierten europäischen Jesuitenakademie. Einer der Gründe für das unglaubliche architektonische Erbe der Stadt. Ein wahres Kronjuwel, das es zu entdecken lohnt. Auch sehenswert sind die Heilquelle Fontaine Rouge, das Freizeitzentrum Le Grand Bleu, die Halbinsel Ile d’Esch, der Jachthafen und die Uferpromenade an der Mosel, die unweit vom Stadtzentrum liegen.

Text: Volker Ammann, Quelle: Tourismus Lothringen