Von Schloss zu Schloss – unterwegs im Münsterland

Von Schloss zu Schloss – unterwegs im Münsterland

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Wochenend-Trip

Von Schloss zu Schloss –
unterwegs im Münsterland

 

Apothekergarten in Borken, Foto: Münsterland e.V.
Schloss Westerwinkel in Ascheberg, Foto: Münsterland e.V.
Das weltbekannte Landgestüt Warendorf, Foto: Münsterland e.V.
Kloster Vinnenberg in Warendorf, Foto: Münsterland e.V.
Stadtpark in Vreden, Foto: Münsterland e.V.
Schloss Ahaus, Foto: Münsterland e.V., Philipp Foelting
Schloss Senden, Foto: Münsterland e.V.
Schloss Nordkirchen, Foto: Münsterland e.V., Christoph Steinweg
Innensstadt von Rheine, Foto: Münsterland e.V.
Schloss Loburg in Ostbevern, Foto: Münsterland e.V.
Burgruine Stromberg in Oelde, Foto: Münsterland e.V.
Innestasdt von Münster mit Stadthausturm, Foto: Münsterland e.V.
Haus Vögeding in Münster, Foto: Münsterland e.V.
Burg Vischering in Lüdinghausen, Foto: Münsterland e.V.
Schloss Raesfeld, Foto: Münsterland e.V., Philipp Foelting

Prächtige Wasserschlösser und eindrucksvolle Burgen, spannende Städte und ursprüngliche Dörfer, wunderschöne Natur in weiter Parklandschaft: Das ist das Münsterland. Im Nordwesten Westfalens, an der Grenze zu den Niederlanden und Niedersachsen gelegen, bietet diese abwechslungsreiche Region unzählige Überraschungen und tausend und eine Möglichkeit, das Leben bei einem Picknick unter freiem Himmel zu genießen.

Auch deshalb wird man sich an diese Wochenendtour noch lange erinnern. Die Tour über 312 Kilometer, kombiniert das Beste aus romantischen Schlössern und imposanten Burgen, liebenswerten Dörfern und lebhaften Städten, sanften Landschaften und einzigartigen Ausblicken. Wir erleben münsterländische Gastlichkeit, entdecken regionale Spezialitäten in liebevoll geführten Restaurants und genießen das Münsterland ganz entspannt auch auf den zahlreichen, sehr gut ausgestatteten Stell- und Campingplätzen. Die Tour ist perfekt für einen Kurzurlaub am Wochenende oder die kleine „Auszeit“ zwischendurch.

Kurz mal Urlaub – für ein langes Wochenende

Wie an einer Perlenkette reihen sich Schlösser, Burgen, Herrenhäuser und Klöster entlang der Radwege. Dazwischen erwarten uns sattgrüne Landschaften, unterbrochen von historischen Marktplätzen, einladenden Hofcafés und idyllischen Picknickplätzen, sowie das entspannte Stadtleben in Münster, Rheine oder Bocholt.
Die Burgen und Schlösser sind die wahren Schätze des Münsterlandes. In kaum einer anderen Region gibt es schönere Zeugen großer Baukunst als im Münsterland. Imposante Wasserschlösser und romantische Burgen begeistern die Besucher und lassen uns in vergangene Zeiten eintauchen.

Wir beginnen unsere Tour in Vreden und befahren die 312 Kilometer gegen den Uhrzeigersinn. Über Borken gelangen wir zur ersten Station in Raesfeld und besichtigen das dortige Schloss.

Schloss Raesfeld

Den höchsten Turm aller Schlösser in Westfalen hat das Wasserschloss Raesfeld. Die Geschichte des Schlosses reicht bis in die Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück. Der dazugehörige historische Tiergarten beherbergt heimisches Wild und lädt zu Spaziergängen ein. Radfahrer und Wanderer, die im umliegenden Naturpark Hohe Mark unterwegs sind, genießen im Schloss-Restaurant eine Pause.
Das Schloss Raesfeld ist besonders gelungen in das Ortsbild integriert. Auf der Vorderseite schmiegen sich kleine Gebäude an die Außenmauern des Schlosses, während auf der Rückseite der historische Tiergarten auf seine Besucher wartet. Mit einer Höhe von 52,5 Metern hat das Schloss Raesfeld übrigens den höchsten Turm aller Schlösser in Westfalen. Direkt am Schloss befindet sich auch die Tourist-Info von Raesfeld mit zahlreichen interessanten Informationen zum Schloss und Tiergarten.
Die Geschichte des Schlosses Raesfeld reicht bis in die Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück. Es war im Besitz der Herren von Raesfeld und gelangte Ende des 16. Jahrhunderts in den Besitz derer von Velen. 1643 bis 1658 ließ der Reichsgraf Alexander II. von Velen, der „Westfälische Wallenstein“, die Burg zum Residenzschloss im Stil der Renaissance ausbauen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts starb das Geschlecht der von Velen zu Raesfeld aus. Das Schloss wurde nur noch unregelmäßig bewohnt und verfiel allmählich.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Teile der Anlage abgerissen oder bis ins 20. Jahrhundert als landwirtschaftlicher Gutshof genutzt. Von den ehemals vier Flügeln der Burg stehen heute nur noch der Westflügel mit dem markanten stufenförmigen Turm und der nördlich angrenzende Altbau mit einem wieder aufgebauten Rundturm. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen die Handwerkskammern des Landes Nordrhein-Westfalen als neue Besitzer die Überreste restaurieren. Heute ist das Schloss Sitz der Fort- und Weiterbildungseinrichtung der Handwerkskammern und wird für kulturelle Veranstaltungen und als Restaurant genutzt.

Unser zusätzlicher Ausflugstipp
Empfehlenswert ist ein Abstecher zum Garten Picker in Borken, einer Staudengärtnerei mit großem Schaugarten.

Weiter geht’s in Richtung Lüdinghausen zur Burg Vischering, vorbei an der Alten Windmühle in Mühlenberg und der Wildpferde-Fangbahn bei Merfeld und dem Wildpark bei Dülmen.

Burg Vischering

Sie gehört zu den bekanntesten und schönsten Bauwerken im Münsterland: Burg Vischering in Lüdinghausen. Im Jahr 1271 errichtet, beheimatet die Burg heute ein Museum, das spannende Einblicke in die Lebensweise vergangener Zeiten gibt.
Es ist einer Fehde zu verdanken, dass sich der münstersche Fürstbischof im Sommer 1271 entschloss, eine Burg bei Lüdinghausen errichten zu lassen. Ein Glücksfall für die Besucher von heute. Kaum eine andere Burg bietet so schöne und unterschiedliche Motive und Stimmungen. Auf einem Unterbau aus Pfählen entstand eine wehrhafte Verteidigungsanlage mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden auf separaten Inseln inmitten eines ausgedehnten Gräften-Systems. Die trutzige Rundburg mit Zugbrücke, Schießscharten und Wehrgängen bildete die letzte Verteidigungsbastion der Burg Vischering. Die traumhafte Lage macht die Burg Vischering zu einem der schönsten Fotomotive im Münsterland.

Der Droste zu Vischering erhielt die Burg als Lehen vom Bischof von Münster. Die Burg wurde Stammsitz der Droste zu Vischering. Die Burg diente bis 1521 als reines Verteidigungsbauwerk. Im selben Jahr brannte sie nieder und wurde auf den alten Fundamenten wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau erfolgte im Stil der Renaissance. Zwar blieb der wehrhafte Charakter der Burg erhalten, die Ausgestaltung der Räume und der Anbau eines prachtvollen Saales spiegelten jedoch das Bedürfnis nach mehr Lebensqualität. Seit dieser Zeit ist die Burg Vischering fast unverändert geblieben und vermittelt wie keine andere westfälische Wasserburg einen Eindruck vom Leben im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit.

Unser zusätzlicher Ausflugstipp
Radfahrer können die Burg auf einer ca. 60 Kilometer langen Tagestour mit einem Besuch der benachbarten Schlösser Westerwinkel und Nordkirchen verbinden. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte sich einen Abstecher zur nahe gelegenen Burg Lüdinghausen nicht entgehen lassen.

Schloss Westerwinkel

Schloss Westerwinkel bei Ascheberg bietet einen ausgesprochen hohen Freizeitwert. Direkt neben dem Schloss führt Radfahrer die 100 Schlösser Route direkt bis zum Schloss und der Jakobsweg ist bei Wanderern sehr beliebt. Westerwinkel ist eines der frühesten Barockschlösser Westfalens. Die geschlossene vierflügelige Anlage wurde Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet. Die Burg wechselte mehrfach den Besitzer. In den Besitz der heutigen Herren auf Westerwinkel, der Grafen von Merveldt, kam das Gut 1555, als Herman von Merveldt Ursula von Diepenbrock, Erbtochter zu Westerwinkel, heiratete.
Das Schloss wurde inmitten eines englischen Gartens errichtet. Es handelt sich hierbei um einen Komplex von Wassergräben, deren Ursprung im frühen Barockstil zu suchen ist und dessen Prinzipien den Wassergräben der Burg des Mittelalters entsprechen. Die Wassergräben wurden jedoch nicht zu Verteidigungszwecken ausgehoben, denn dieses System der Verteidigung war damals schon veraltet, sondern mit einer architektonischen Zielsetzung, die für den barocken Stil repräsentativ ist. Die Gesamtanlage erstreckt sich auf zwei rechteckigen Inseln, die Gebäude liegen auf der östlichen Insel, der Garten befindet sich auf der westlichen Insel. Sehr auffallend sind die verschiedenen Perspektiven auf das Schloss bei einer Umrundung der historischen Anlage.

Schloss Nordkirchen

Schloss Nordkirchen gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Ausflugszielen im Münsterland und ist ein eindrucksvolles Beispiel großer Baukunst. Imposant liegt das Schloss Nordkirchen inmitten einer weitläufigen Parklandschaft in direkter Nähe zum Ort Nordkirchen. Wunderschöne Spazierwege führen durch den Park und enden am Schloss, dessen Innenhof jederzeit frei zugänglich ist.
Das „Westfälische Versailles“, wie das Schloss Nordkirchen auch genannt wird, wurde von Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg in Auftrag gegeben. Gottfried Laurenz Pictorius begann den Bau, Johann Conrad Schlaun vollendete das barocke Wasserschloss nach 30 Jahren.
Es liegt auf einer von viereckigen Gräften umgebenen Insel inmitten eines großen Parks, der wie auch das Schloss nach französischem Vorbild angelegt wurde. Der Mittelpunkt des imposanten Schlosses Nordkirchen ist das Hauptgebäude, das Corps de Logis, von dem aus sich die niedrigeren Flügelbauten fortentwickeln und U-förmig den Ehrenhof umschließen. Der gesamte Baukomplex ist im höchsten Maße symmetrisch und in dieser Form ein beeindruckendes Beispiel einer komplett erhaltenen Barockanlage.
Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Schloss mit seinem großzügigen, rund 170 Hektar großen Park wurde von der UNESCO als “Gesamtkunstwerk von internationalem Rang” für schutzwürdig erklärt. Am besten lässt sich das Schloss Nordkirchen bei einem Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark erkunden. Von vielen Seiten bietet das Schloss Nordkirchen hervorragende Fotomotive für das Urlaubsalbum. Radfahrer haben am Schloss Nordkirchen direkten Anschluss an die 100 Schlösser Route.

Burg Lüdinghausen

In der „Stadt der Wasserburgen“ gilt sie als die älteste: die Burg Lüdinghausen. Umgeben von einem herrlichen Park, der früher einmal das Befestigungssystem der Burg bildete, liegt sie im Herzen der Stadt, direkt neben dem Rathaus, und wird heute besonders von den Lüdinghausern als „Burg der Bürger“ bezeichnet.
Im 12. Jahrhundert von Angehörigen des Geschlechts von Lüdinghausen errichtet, gelangte die Burg später in den Besitz des Bischofs von Münster bzw. des Domkapitels. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts baute Domherr Gottfried von Raesfeld die Anlage zu einer typischen Renaissanceburg um – mit aufwändig verzierten Fenstergiebeln und einer prächtigen Wappentafel im Innenhof der Burganlage. Im 19. Jahrhundert gelangte die Burg zunächst in die Hände der Preußen, ehe sie in Privatbesitz überging.
Eine besondere Umnutzung kam der Burg Lüdinghausen am 20. Oktober 1869 zu: die neue Schule für Landwirte – die „Theoretische Ackerbauschule“ – eröffnete in der Burg, die im Volksmund auch gerne „Bauernuniversität“ genannt wurde. An dieses Vermächtnis erinnert heute noch das Porträt von Freiherr Burghard von Schorlemer-Alt im Festsaal der Burg. 1879 kaufte die Stadt Lüdinghausen die Burg und restaurierte sie nach und nach.

Auf dem Weg nach Steinfurt lohnt sich außerdem ein Abstecher nach Oelde, wo das Kulturgut Haus Nottbeck steht.

Kulturgut Haus Nottbeck

Das ehemalige Rittergut am Rande von Oelde beherbergt ein sehenswertes Museum für westfälische Literatur. Mindestens genauso schön ist die Anlage des Kulturguts Haus Nottbeck selbst: Die umliegenden Streuobstwiesen laden zu einem gemütlichen Picknick ein. Die Umgebung lässt sich bequem mit Fahrradtouren erkunden: Der Vier-Jahreszeiten-Park, die Pott’s Brauerei und die nahe gelegenen Orte Warendorf und Telgte sind reizvolle Ziele. Im benachbarten Beckum bietet die erste Radschnitzeljagd neue Herausforderungen für Kondition und Kopfrechnen.
Die Geschichte dieser alten Wasserburg reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück: In einer Urkunde vom 23. April 1366 wird das “gud te Nuttbeke” erstmals erwähnt. Seit dem 15. Jahrhundert befand sich das Gut im Besitz der Adelsfamilie von Oer. Mit ihnen durchlebte Nottbeck eine 300-jährige Blütezeit. Um 1800 erfuhr besonders das Herrenhaus wesentliche Veränderungen: Es entstand das eindrucksvolle klassizistische Herrenhaus, in dem sich heute das Museum für Westfälische Literatur befindet.
Ins wirkliche Rampenlicht geriet das Anwesen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als das Haus Nottbeck Amtssitz von Clemens Wenzelaus von Oer wurde, Landrat des damaligen Kreises Beckum. Seine Söhne machten sich einen überregionalen Ruf als Künstler – Maximilian Josef von Oer als Schriftsteller und Theobald von Oer als bildender Künstler. Von letzterem können einige besonders eindrucksvolle Werke im nahegelegenen Museum Abtei Liesborn bewundert werden.

Die nächste, etwas längere Etappe führt uns nach Steinfurt. Vorbei an Warendorf mit seinem weltbekannten Gestüt, der Stiftskirche Freckenhorst, dem Schloss Loburg in Eichendorf über Tecklenburg und Emsdetten.

Schloss Steinfurt

Zwischen der sehenswerten Altstadt von Steinfurt-Burgsteinfurt und dem idyllischen Bagno-Park befindet sich das Schloss Steinfurt, die älteste Wasserburganlage Westfalens. Bei einem Spaziergang lassen sich die drei Attraktionen miteinander verbinden. Krönung des Parks ist die historische Konzertgalerie.
Das von mächtigen Gräften umgebene Schloss Steinfurt schmiegt sich dabei harmonisch in das Ortsbild ein. Das Wasserschloss Steinfurt ist eine ringförmige Burganlage, die erstmals 1129 erwähnt wurde. Die Landschaft hatte keinen natürlichen Schutz zu bieten. Die älteste Wasserburganlage Westfalens steht deshalb auf einer kreisförmigen Insel, die von der Steinfurter Aa umflossen wird.
Im Schatten der Burg entstand die erste Marktsiedlung, aus der später Steinfurt wurde. 1164 zerstörten die Herren von Ascheberg die Burg. Sie wurde danach mit Hilfe des Kölner Erzbischofs Reinald von Dassel für die Herren Ludolf und Rudolf von Stenvorde (Steinfurt) wieder aufgebaut. Heute besteht das Schloss Steinfurt aus der Oberburg, der Unterburg und der Schlossmühle. Besonders bemerkenswert ist die Doppelkapelle: Zwei Kapellen sind durch eine Öffnung miteinander verbunden und wurden bis zum 14. Jahrhundert doppelstöckig genutzt. Das Schloss Steinfurt ist noch heute in Privatbesitz. Es wird von der fürstlichen Familie zu Bentheim und Steinfurt bewohnt und beherbergt die fürstliche Verwaltung. Das schönste Fotomotiv ist zweifelsfrei das Torhaus des Schlosses. Von der Burgstraße, die Ortszentrum und Bagno-Park verbindet, haben Sie einen herrlichen Blick über die Wasserflächen auf das historische Gebäude.

Unser zusätzlicher Ausflugstipp

Kloster Bentlage bei Rheine

Natur und Kultur im Einklang – dieses macht den außergewöhnlichen Reiz des Klosters Bentlage aus. Hochwertige Ausstellungen im Museum, entspannte Atmosphäre im Klostergarten und wunderbare Radwege am Emsufer. Viele gute Gründe für einen Besuch des Klosters in Rheine.
1437 gründeten Mitglieder des Kreuzherrenordens das spätgotische Kloster Bentlage. Es wurde immer wieder erweitert. 1803 wurde es durch die Säkularisierung Residenz des Landesfürstentums Rheine-Wolbeck. Nur drei Jahre später wurde es an die Adelsfamilie Looz-Corswarem übergeben. Diese baute das ehemalige Kloster zu einem Schloss um. Manchmal ist deshalb auch die Rede vom „Kloster/Schloss Bentlage“
Seit 1978 ist das Anwesen Eigentum der Stadt Rheine, die es von 1989 bis 2000 zur Kulturellen Begegnungsstätte und zum Klostermuseum ausbaute. Höhepunkt der Ausstellung dort sind zwei Reliquienschreine, die in ihrem Erhaltungszustand im deutschsprachigen Raum einzigartig sind. Anspruchsvolle Wechselausstellungen ziehen regelmäßig zahlreiche Besucher an.

Vom Abstecher nach Rheine geht’s direkt nach Münster, der größten Stadt im Münsterland. Die Stadt steht für Geschichte mit Zukunft, für Kulturhochburg und Fahrradparadies, für Bischofssitz und Studentenstadt. Wie jung alt sein kann, beweist die 1200 Jahre alte Metropole durch lebendiges Stadtflair, spannende Kulturprogramme und vielfältige Freizeit- und Einkaufsangebote. Zusätzliche Bekanntheit erhielt die Stadt durch den Tatort mit Axel Prahl und Jan-Josef Liefers.

Bei einem Rundgang durch die Innenstadt von Münster taucht ganz unvermittelt der prächtige Erbdrostenhof auf. Schon sein Eingangstor zeugt von der Pracht des Bauwerks und gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt. Das Gebäude gehört zu den Juwelen im herrlichen Stadtbild von Münster. Zusammen mit der Dominikaner Kirche und der Clemenskirche bildet er die „Barockinsel“ in Münsters Innenstadt. Direkt gegenüber befindet sich das Stadtmuseum von Münster.
Vom Erbdrostenhof aus, schlendern wir gemütlich durch die Fußgängerzone, vorbei an der Lambertikirche bis hin zum Prinzipalmarkt, Münsters „guter Stube“. Wahlweise kann man von dort auch den geschichtsträchtigen Friedenssaal im historischen Rathaus besuchen, einen Shopping-Bummel machen und mit einem Besuch des Picasso Museums kombinieren oder aber über den Domplatz hin bis zum Schloss Münster schlendern.

Schloss Münster

Das Schloss Münster darf bei einer Besichtigung Münsters nicht fehlen. Es ist ein ausgesprochen guter Startpunkt zu einem Bummel durch die Straßen der Stadt. In unmittelbarer Nähe befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten für deren Besuch Zeit eingeplant werden sollte.
Das imposante Barockschloss Münster ehemals fürstbischöfliche Residenz, beherbergt heute die Verwaltung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von der Innenstadt mit Prinzipalmarkt und Dom, über den Hafen mit Künstlerszene und frischer Gastronomie, bis hin zum Aasee mit Allwetterzoo und Freilichtmuseum Mühlenhof – liegen diese zahlreichen Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe. Wer es ruhiger mag, erkundet den im Schlossgarten gelegenen Botanischen Garten.
Das Schloss Münster war bis 1803 fürstbischöfliche Residenz. Der Architekt Johann Conrad Schlaun errichtete den barocken Bau für Münsters vorletzten Fürstbischof Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels. Die 91 Meter lange Dreiflügelanlage mit fünfachsigem Mittelrisalit ist durch die Verwendung von rotem Backstein und hellem Sandstein elegant gestaltet. 1945 wurde das Schloss total zerbombt, zwischen 1947 und 1953 wurde es nach alten Plänen zumindest in seiner äußeren Gestalt wiedererrichtet.

Von Münster aus geht es ein Stück zurück, über Altenbergen, Horstmar, Schöppingen nach Ahaus, wo wir das Schloss besichtigen.

Schloss Ahaus

Das Schloss befindet sich im Herzen der Stadt, nur wenige Meter von der beliebten Fußgängerzone entfernt und verleiht Ahaus einen besonderen Charme. Damit ist das Schloss nicht nur Wahrzeichen der Stadt, sondern auch deren Mittelpunkt. Schloss Ahaus ist die ehemalige Jagdresidenz der Fürstbischöfe zu Münster in Ahaus. Bereits zu Beginn des 11. Jahrhunderts stand an der Stelle des heutigen Barockbaus eine Burg, die den Edelherren von Ahaus gehörte und 1406 in den Besitz des münsterschen Fürstbischofs überging.
Im Auftrag des Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg erbaute der Kapuzinermönch Ambrosius von Oelde zwischen 1688 und 1695 das Jagdschloss. 1765 bis 1767 fügte der Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun nach den Zerstörungen im Siebenjährigen Krieg in die Gartenfront einen Mittelrisalit mit großer Freitreppe ein.
Im 19. Jahrhundert beherbergte das Schloss unter anderem eine Tabakfabrik. 1945 wurde es bei einem Bombenangriff getroffen und brannte völlig aus. Die bis dahin noch erhaltene barocke Ausstattung der Räume ging verloren. Der Kreis Ahaus kaufte die Ruine und ließ sie wieder aufbauen. Heute ist das Schloss im Besitz der Stadt Ahaus und beherbergt die Technische Akademie Ahaus. Direkt am Schloss Ahaus angeschlossen befindet sich das Schulmuseum.

Unsere letzte Etappe führt uns zurück nach Vreden.  Die Stadt bietet einen reizvollen kulturellen Mix aus Kultur und lebendigen Traditionen: Im kult, das „1. Deutsche Scherenschnittmuseum“ im alten Rathaus, Opel-Oldtimer im DOM, die größten und die kleinsten Schuhe der Welt im Miniaturschuhmuseum sowie außergewöhnliche Kirchen- und Handwerksschätze kann man in Vreden entdecken.
Exotische Superstars in pink – das sind unumstritten die frei lebenden Flamingos im Zwillbrocker Venn. Vielfalt und hiesige „Bewohner“ gilt es auch in Vredens weiteren Natura-2000-Gebieten zu entdecken.
Die Grenzregion kann man auch vom Wasser aus erleben – grenzenlos, aktiv und naturnah. Kanufahrten auf der Berkel sind auch eine Fahrt durch die Geschichte. Die Berkel diente zwischen 1652 und 1890 der Handelsschifffahrt. Heute ist die Berkel ein beschaulicher Fluss, der auf der niederländischen Seite an Breite gewinnt. Die Stille der Natur und Atmosphäre der Landschaften sind einmalig.

Wer länger als ein Wochenende im Land der 100 Schlösser und Burgen bleibt, für den gibt’s noch viel zu entdecken: Wasserburg Anholt, Burg Bentheim, Burg Gemen, Burg Hülshoff, Schloss Hovestadt, Schloss Iburg, Schloss Lembeck, Schloss Rheda, Haus Welbergen, Haus Rüschhaus, Schloss Vornholz, Kloster Gravenhorst, Abtei Liesborn, Schloss Senden.

Informationen zum Streckenverlauf der Wohnmobil-Tour gibt es auf www.muensterland.com/tourismus . Alles rund um die Schlösser und Burgen im Münsterland ­finden Interessierte auf www.muensterland.com/schloesserundburgen

Quelle: Münsterland Tourismus e.V.,

 

Stell- und Campingplätze im Münsterland

CAMPINGPLATZ MÜNSTER
Laerer Werseufer 7, 48157 Münster
Website: www.campingplatz-muenster.de
E-Mail: mail@campingplatz-muenster.de
Telefon: +49 251 311982
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar, Sanitäranlagen, Gastronomie im Haus, Hunde erlaubt, Kiosk, Spielplatz Angebot für Kinder, Freizeitangebote vor Ort,
Östlich der Stadt Münster direkt an der Werse befindet sich der Campingplatz Münster. Der Campingplatz befindet sich inmitten der Münsterländer Parklandschaft in wunderschöner Natur und ist dennoch zentral gelegen für zahlreiche Ausflugsziele in der Nähe.

WOHNMOBILSTELLPALTZ AM YACHTHAFEN FUESTRUP
Fuestruper Straße 37, 48268 Greven
Website: www.fuestrup.de
E-Mail: info@fuestrup.de
Telefon: +49 2571 3896
Hunde erlaubt

WOHNMOBILSTELLPLATZ DÜMMERT
Emstor 5, 48291 Telgte
Website: ww.telgte.de
E-Mail: tourismus@telgte.de
Telefon: +49 2504 690 100
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar, Hunde erlaubt

WOHNMOBILSTELLPLATZ | BUSPARKPLATZ EMSTOR
Emstor , 48291 Telgte
Website: www.telgte.de/staticsite/staticsite2.php?menuid=57&topmenu=5
E-Mail: tourismus@telgte.de
Telefon: +49 2504 690100
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar, vom 01.04. bis zum 31.10. nutzbar.

CAMPINGPLATZ WESTHEIDE
Altenberger Straße 23, 48268 Greven
Website: www.campingplatz-westheide.de
E-Mail: kontakt@ferienpark-westheide.de
Telefon: +49 2571 560701
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar, Reiten/ Pferde, Spielplatz, liegt am Badesee
Mitten in der Münsterländer Parklandschaft zwischen Greven und Nordwalde liegt der Ferienpark Westheide am Westeroder See. Der Campingplatz ist mit seinen tollen Freizeitangebot besonders für Familien und Pferdefreunde ein tolles Urlaubsziel. Aber auch Erholungssuchende und Radfahrer kommen hier voll auf ihre Kosten. Auch die Stadt Münster mit ihrem großen Freizeit- und Kulturangebot ist schnell zu erreichen.

STELLPLATZ “GROSSER BERG” AM SPORTZENTRUM
Sportzentrum 6, 48431 Altenberge
Website: www.altenberge.de
E-Mail: gemeinde@altenberge.de
Telefon: 02505 8232
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar, WLAN verfügbar, Hunde erlaubt

PARKPLATZ AM VITUS-BAD WOHNMOBILSTELLPLATZ
Alverskirchener Straße 29, 48351 Everswinkel
Website: www.everswinkel.de/de/tourismus-und-freizeit/wohnmobile.php
E-Mail: info@verkehrsverein-everswinkel.de
Telefon: +49 2582 669313
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar, Entsorgung möglich
Die Ver- und Entsorgungsstation auf dem Wohnmobilstellplatz wird nicht mit Euromünzen, sondern mit Wertmünzen betrieben.

STELLPLATZ GASTHAUS EICKHOLT
Frieport 22, 59387 Ascheberg
Website: www.ascheberg-tourismus.de
E-Mail: info@ascheberg.de
Telefon: 02593 6324
Stromanschluss

CAMPINGPLATZ-YACHTHAFEN KRANENCAMP
Industriestr. 14, 48308 Senden
Website: www.kranencamp.de
E-Mail: post@kranencamp.de
Telefon: +49 2597 239
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar, Sanitäranlagen, Gastronomie im Haus, Angebot für Kinder, Freizeitangebote vor Ort
Campingurlaub im Herzen des Münsterlandes. In Senden am Dortmund-Ems-Kanal befindet sich der Campingplatz-Yachthafen Kranencamp. Der Campingplatz ist ein schöner Ort für Kurzurlauber, Radfahrer oder Motorradfahrer. Rad- und Motorradfahrer können auf ihrer Tour in der “Biker-Hütte” unterkommen, für Wohnwagen und Wohnmobile stehen ca. 25 Stellplätze mit der notwendigen Infrastruktur bereit und Zelte finden auf der großen Campingwiese Platz.

PARKPLATZ AM BEVERBAD
Hanfgarten 22, 48346 Ostbevern
Website: www.ostbevern-touristik.de/lokalteil/uebernachten/wohnmobilstellplatz
E-Mail: info@ostbevern-touristik.de
Telefon: +49 2532 9597252
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar

PARKPLATZ AM HALLENBAD
Westtor 31, 48324 Sendenhorst
Website: www.sendenhorst.de/freizeit-tourismus/tourismus/wohnmobilstellplatz.html
E-Mail: mail@sendenhorst.de
Telefon: +49 2526 303122
Stromanschluss, Frischwasser verfügbar, Entsorgung möglich
Öffnungszeiten vom 01.01. bis 31.12.

STELLPLATZ APPELHOFSTRASSE
Appelhofstraße , 59387 Ascheberg
Website: www.ascheberg-tourismus.de
E-Mail: info@ascheberg.de
Telefon: 02593 6324
Hunde erlaubt