Was ist wo in Europa möglich?

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Was ist wo in Europa möglich?

Es ist Sommer, eigentlich Zeit zum Verreisen. Sah es vor vier Wochen noch so aus, dass mehr Reiseziele als vor einem Jahr angesteuert werden können, macht Corona einigen Ländern erneut einen Strich durch die Rechnung, denn die hochansteckende Delta-Variante breitet sich in Europa aus und beeinträchtig die Urlaubszeit.

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Ab dem 1. August gilt: Testpflicht für Reiserückkehrer
Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Personen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, bei der Einreise nach Deutschland über einen Testnachweis, einen Genesungsnachweis oder eine Impfnachweis verfügen müssen. Findet der Urlaub in einem Virusvariantengebiet statt, reichen die beiden letzt genannten Nachweise nicht mehr aus. Dann müssen auch diese Personen einen Testnachweis vorlegen.

Hier können Sie sich darüber informieren, wo Sie in Ihrem Urlaubsland einen Test machen lassen können:
www.evz.de/reisen-verkehr/reiserecht/corona-tests-in-europa.html

Seit Freitag, 23.07., sind  Spanien und die Niederlande wegen der hohen Coronazahlen zu Hochinzidenzgebieten erklärt worden. Das bedeutet: Ab kommenden Dienstag müssen alle, die, nicht geimpft oder von Corona genesen sind, bei der Rückkehr nach Deutschland mindestens fünf Tage in Quarantäne.

Baltische Staaten
In Estland, Lettland und Litauen sind die Coronaregeln inzwischen stark gelockert. Das öffentliche Leben hat sich weitgehend normalisiert. Weiter gibt es aber Corona-Auflagen in einigen Bereichen – teils mit Vorrechten für nachweislich Geimpfte und Genesene. Zugleich ist eine zunehmende Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus und eine Verlangsamung der Impfungen zu beobachten. Neue Einschränkungen werden diskutiert.

Wer von Deutschland oder aus anderen EU-Ländern einreist, muss sich registrieren. In Abhängigkeit von der Infektionslage im Herkunftsland muss gegebenenfalls ein negativer Coronatest vorgelegt werden, und es gilt teils auch eine Quarantänepflicht. In Estland sind Einreisende aus Deutschland von beiden Verpflichtungen befreit, in Lettland müssen nicht Geimpfte und in Litauen sämtliche Einreisende einen negativen Coronatest vorweisen. Bei der Rückreise per Flugzeug nach Deutschland besteht die Pflicht zur Vorlage eines negativen Tests.

Belgien
Reisen nach Belgien sind derzeit möglich. Man muss nach offiziellen Angaben jedoch ein Einreiseformular ausfüllen. Wer aus einem Gebiet mit höheren Infektionszahlen kommt, muss unter Umständen in Quarantäne; allerdings gilt derzeit kein deutsches Bundesland als Risikogebiet. Am Montag wurde angekündigt, dass stärker kontrolliert werden solle, ob die Einreiseformulare korrekt ausgefüllt wurden. Die Zahl der Neuinfektionen ist in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern zuletzt stark gestiegen. Die Delta-Variante macht den größten Teil der Infektionen im Land aus.

Bulgarien
Geimpfte, getestete und von Covid-19 genesene Reisende aus den meisten EU-Staaten dürfen mit einem der drei möglichen Zertifikate einreisen. Die Gastronomie und Hotellerie sowie Kultur- und Sporteinrichtungen sind für alle Kundinnen und Kunden geöffnet. An den Eingängen wird nicht kontrolliert, ob ein Besucher geimpft, von Covid-19 genesen oder getestet ist. Die Verbreitung der Delta-Variante in dem südosteuropäischen Land ist den Angaben zufolge sehr gering. Kunden von Supermärkten, Läden, Apotheken und Banken sowie Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Regel wird allerdings nicht immer eingehalten.

Dänemark
Die Neuinfektionszahlen haben wieder zugenommen, Delta ist dabei längst die dominierende Variante. Dennoch lebt es sich in Dänemark beinahe beschränkungsfrei: Einen Mund-Nasen-Schutz muss man nur noch tragen, wenn man in Bus oder Bahn steht, alles bis auf die Diskotheken ist seit Längerem wieder offen. Im Restaurant, Museum und an vielen anderen Orten muss man per Coronapass negative Tests, Impfungen und überstandene Infektionen vorweisen können.

Deutsche können auch dann Dänemark-Urlaub machen, wenn sie noch nicht geimpft sind, müssen aber an der Grenze einen negativen Test vorzeigen, ein Schnelltest reicht. Aber: Wegen der Infektionslage hat das Robert Koch-Institut die Hauptstadtregion Kopenhagen und auch die zum dänischen Königreich zählenden Färöer Inseln zu Risikogebieten erklärt. Wer von dort auf dem Land- oder Seeweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Coronatest machen. Jütland mit seinen vor allem bei Deutschen beliebten Nordseestränden zählt nicht zu den Risikogebieten.

Frankreich
Das Land kämpft momentan gegen eine vierte Coronawelle. Die Infektionszahlen steigen seit Ende Juni deutlich an. Im Kino, Theater oder Museum ist seit Mittwoch ein negativer Coronatest oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Das gilt, sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Ab August soll ein Nachweis auch etwa für Restaurants, Fernzüge und Einkaufszentren nötig werden. Minderjährige sind von der Regelung zunächst ausgenommen.

Für Reisende aus Deutschland und anderen Ländern reicht zur Einreise ein aktueller Schnelltest. Auch mit einem Impfnachweis können Menschen einreisen. Ausländische Touristen müssen im Land für Tests zahlen – für einen PCR-Test werden 49 Euro fällig, für einen Antigen-Schnelltest 29 Euro. Wer aus Frankreich auf dem Landweg zurück nach Deutschland reist, muss keine Einreisebeschränkungen beachten. Bei Flugreisen muss ein negativer Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis vorgezeigt werden.

Ab dem ersten August muss ein Covid-Zertifikat für die Reise mit Fernbus, Bahn oder Flugzeug vorgelegt werden. Bekommen können es vollständig Geimpfte und Genesene, sowie Personen mit einem PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Griechenland
In Griechenland steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter stark an – vornehmlich unter Jugendlichen, die noch nicht geimpft sind. Weil vor allem das Nachtleben dafür verantwortlich gemacht wird, gilt nun de facto ein Tanzverbot: In Bars, Cafés und Kneipen darf man nur sitzen. Außerdem dürfen sich in geschlossenen Räumen wie Kinos und Theatern nur noch geimpfte Menschen aufhalten.

Das Auswärtige Amt stuft Griechenland derzeit als Risikogebiet ein. Für die Rückreise nach Deutschland reichen aber dennoch ein negativer Test oder ein Impfnachweis. Vor der Einreise nach Griechenland müssen Besucher auf der Website travel.gov.gr ihre Daten angeben und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem müssen sie bei der Einreise einen negativen Schnelltest vorlegen oder vollständig geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Großbritannien
Trotz niedriger Fallzahlen bleibt Deutschland auf der »gelben« Reiseliste des Vereinigten Königreichs. Das bedeutet: Reisende müssen nach Ankunft mindestens fünf Tage in häusliche Quarantäne und auf eigene Kosten zwei Coronatests machen. Nur Menschen mit Wohnsitz in Großbritannien sind davon ausgenommen.

Im größten Landesteil England sind fast alle Coronamaßnahmen trotz hoher Infektionszahlen aufgehoben. Trotzdem müssen Kontaktpersonen von Infizierten in häusliche Quarantäne.

Irland
Für Reisende aus der EU mit Nachweis eines digitalen EU-Impfzertifikats gilt inzwischen keine Quarantänepflicht mehr. Für Reisende aus Ländern mit besonders hohen Corona-Fallzahlen oder gefährlichen Varianten gilt weiter verpflichtende Isolation im Hotel. Deutschland hat mehrere irische Regionen als Risikogebiete eingestuft, bei Rückkehr von dort muss innerhalb von 48 Stunden ein negativer Test oder ein Impfnachweis vorgelegt werden – den es aber für eine Rückkehr per Flieger ohnehin braucht.

Italien
In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen, die Delta-Variante des Virus breitet sich weiter aus. Zur Eindämmung wird darüber debattiert, den sogenannten Grünen Pass zur Voraussetzung für bestimmte Aktivitäten zu machen, darunter Restaurantbesuche im Innenbereich. Das Dokument bescheinigt, dass Menschen gegen Covid-19 durchgeimpft, genesen oder negativ getestet worden sind.

Eine Maskenpflicht im Freien gibt es bereits seit Ende Juni nicht mehr. Allerdings muss jeder den Schutz tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, man mit Bus und Bahn fährt oder sich in Innenräumen aufhält. Wer nach Italien reist, braucht ein Einreiseformular sowie einen Nachweis über Impfung, Genesung oder einen negativen Test. Wer auf dem Landweg nach Deutschland zurückreist, muss keine Beschränkungen beachten.

Kroatien
Das beliebte Urlaubsland verlangt seit dem 1. Juli von Reisenden das EU-weit gültige Coronazertifikat, unabhängig davon, woher sie kommen. Akzeptiert werden aber auch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist. Die Hotels empfangen Gäste hingegen ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen in ihren Innenbereichen Menschen bewirten, ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen. Deutschland hat die Küstenregion Zadar als Risikogebiet eingestuft, bei Rückkehr von dort muss innerhalb von 48 Stunden ein negativer Test oder ein Impfnachweis vorgelegt werden.

Luxemburg
In Luxemburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder leicht gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag Mitte der Woche bei knapp 110. Bei der Einreise von Deutschland nach Luxemburg gelten derzeit keine größeren Einschränkungen. Nur Flugreisende müssen einen negativen Coronatest (PCR- oder Schnelltest) vorlegen. Impf- oder Genesenen-Nachweise sind ebenfalls zulässig. Umgekehrt gelten keine Einschränkungen.

Hotels und Gastronomie in Luxemburg sind geöffnet. Restaurants, Bars und Cafés, die nur nachweislich geimpfte, genesene oder negativ getestete Gäste empfangen, müssen drinnen wie draußen keine besonderen Hygieneregeln mehr einhalten. Auch der Kultur- und Sportbereich ist geöffnet. In vielen öffentlichen Bereichen wie in Bussen, Zügen oder Geschäften gilt weiterhin die Maskenpflicht.

Malta
Im kleinsten EU-Land sind die Corona-Fallzahlen Anfang Juli rapide angestiegen. Die Gesundheitsbehörden führen den Anstieg auf Reisende aus dem Ausland zurück. Sprachschulen seien geschlossen worden; strenge Einreiseregelungen wurden eingeführt. Reisende müssen nachweisen können, dass sie gegen Covid-19 durchgeimpft sind. Gültig sind die von Malta ausgestellten Nachweise sowie digitale EU-Impfzertifikate und das des staatlichen Gesundheitssystems Großbritanniens NHS. Ein negativer PCR-Test oder eine Bescheinigung, dass man von der Krankheit genesen ist, reichen nicht mehr aus. Wer nicht geimpft ist und trotzdem einreist, muss 14 Tage in ein Quarantänehotel. Für den Luftverkehr werden meist Nachweise auf dem Rückweg nach Deutschland verlangt, wie etwa ein negatives Corona-Testergebnis.

Niederlande
Die Delta-Variante sorgt für eine explosionsartige Zunahme der Infektionen. Die Regierung zog die Notbremse und nahm einige Erleichterungen zurück. Discos und Nachtklubs sind wieder geschlossen, und auch Festivals sind untersagt. Deutschland hat die Niederlande an diesem Freitag zum Corona-Hochinzidenzgebiet erklärt. Die Regelung gilt ab Dienstag und bedeutet: Wer nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen ist, muss bei der Rückkehr nach Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die erst nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzt werden kann.

Museen, Theater, Zoos und Kinos sind geöffnet. Das gilt auch für Restaurants und Geschäfte. Gaststätten müssen aber um Mitternacht schließen. Maskenpflicht gilt nur für Busse und Bahnen und Flughäfen. Bei Veranstaltungen, auf denen kein Sicherheitsabstand eingehalten werden kann, wird von Besuchern und Besucherinnen ein negatives Testergebnis verlangt oder ein Impfnachweis.

Norwegen
Deutsche können wieder Urlaub in Norwegen machen. Das skandinavische Land, das vergleichsweise gut durch die Coronakrise gekommen ist und weiter relativ niedrige Zahlen hat, hat die Bundesrepublik ebenso wie mehrere andere EU-Länder kürzlich als grün eingestuft. Das bedeutet, dass man aus diesen Staaten wieder einreisen darf, ohne in Quarantäne zu müssen. Jeder Einreisende mit Ausnahme von Geimpften und Genesenen muss aber eine Einreiseanmeldung ausfüllen und an der Grenze einen Corona-Schnelltest machen. Die Geschäfte und Lokale sind fast überall in Norwegen uneingeschränkt geöffnet. In Bussen und Bahnen muss man einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Österreich
Vom 22. Juli an fällt in Österreich die FFP2-Maskenpflicht – auch in weiten Teilen des Handels. Ausnahme ist Wien. Hier gelten weiterhin strengere Regeln als im Rest des Landes. So müssen Kinder sich bereits ab einem Alter von sechs Jahren testen lassen, sonst ist die Altersgrenze zwölf Jahre. Alle, die getestet, geimpft oder genesen sind, können in Hotels, Restaurants, Konzerte und ins Theater. Auf niedrigem Niveau sind die Infektionszahlen zuletzt wieder gestiegen. Österreichs Regierung erwartet wegen der Delta-Variante eine vierte Welle. Deshalb wurden die Maßnahmen für die Nachtgastronomie nachgeschärft. In diese Lokale kommt man nur mit PCR-Test oder Impfung. Die Rückreise nach Deutschland ist problemlos.

Polen
Im Nachbarland sind Einkaufszentren, Hotels, Museen und Kunstgalerien unter Auflagen geöffnet. Restaurants dürfen in Außenbereichen Gäste bedienen, in Innenräumen gilt eine Beschränkung auf 75 Prozent der eigentlichen Kapazität. Geimpfte werden dabei nicht mitgezählt. Fitnessstudios und Hallenbäder sind in Betrieb. Bei Feiern sind maximal 150 Gäste erlaubt. In Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht.

Bei der Einreise aus Deutschland und anderen EU-Ländern gilt eine Quarantänezeit von zehn Tagen. Dies gilt nicht für Reisende, die bei der Einreise einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Auch vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene sind von der Quarantäne befreit. Für die Bundesregierung ist Polen kein Risikogebiet mehr. Bei der Einreise per Flugzeug besteht aber weiterhin die Pflicht zur Vorlage eines negativen Tests.

Portugal
In dem auch bei Deutschen sehr beliebten Urlaubsland verharren die Coronazahlen auf hohem Niveau, steigen aber auch nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Wochen. Für die weiter angespannte Lage wird vor allem die Delta-Variante verantwortlich gemacht. Zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus wurde Anfang Juli wieder eine nächtliche Ausgangssperre eingeführt. In Regionen mit besonders schlechter Lage – darunter auch in den Metropolen Lissabon und Porto – dürfen die Menschen zwischen 23 und 5 Uhr nur mit triftigem Grund auf die Straße. Betroffen sind rund vier Millionen der 10,3 Millionen Bewohner des Landes.

Obwohl die Bundesregierung vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das als Hochinzidenzgebiet eingestufte Land warnt, ist Urlaub in Portugal weiterhin grundsätzlich möglich. Wer jedoch nicht geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, die kann sich aber durch einen zweiten negativen Test auf fünf Tage verkürzen.

Rumänien
In dem südosteuropäischen Land ist die Gastronomie uneingeschränkt geöffnet. Im Freien und damit auch an Stränden gelten Abstandspflichten, ein Mund-Nasen-Schutz muss nur in geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden. Abhängig von der Corona-Inzidenz kann es in einzelnen Orten aber jederzeit zu Einschränkungen kommen, wie etwa der Besucherzahl in Restaurants. Klubs, Diskotheken, Spielhallen und Bars sind nur für vollständig Geimpfte geöffnet. Deutsche Touristen und Touristinnen brauchen weder Impf- noch Testnachweis und müssen auch nicht in Quarantäne. Dies gilt auch bei der Rückkehr aus Rumänien nach Deutschland, Ausnahme ist die Testpflicht bei Flugreisen.

Schweden
»Die Entwicklung in der Pandemie geht stetig in die richtige Richtung«, hat die Regierung in Stockholm letztens mitgeteilt. Und tatsächlich sind die Zahlen in dem Land mit seinem Corona-Sonderweg nach längeren Problemen mit hohen Inzidenzen deutlich gesunken. Die Coronamaßnahmen sind weiterhin sehr moderat: Eine Maskenpflicht gibt es nicht, die weiteren Beschränkungen sind vergleichsweise freizügig. Für Reisende aus Deutschland und anderen EU-Ländern gibt es bei der Einreise keine Einschränkungen, man muss aber einen negativen Test vorweisen.

Schweiz
Jede Woche verdoppelt sich die Zahl der gemeldeten Infektionen inzwischen, allerdings noch auf niedrigem Niveau. Schuld ist die Delta-Variante, die schon gut drei Viertel der Neuansteckungen ausmacht.

Im Prinzip ist alles wie vor der Pandemie geöffnet. In Innenräumen müssen in der Regel Masken getragen werden. In einigen Kantonen können Restaurants und Veranstalter die Zahl der Gäste pro Tisch oder Sitzreihe begrenzen. Das EU-Impfzertifikat wird anerkannt. Nur Flugreisende ohne Zertifikat brauchen vor der Einreise einen negativen Coronatest. Auf dem Landweg ist die Einreise sowie die Rückkehr nach Deutschland ohne besondere Auflagen möglich.

Slowakei
Seit 19. Juli gilt für nicht Geimpfte eine fast ausnahmslose Quarantänepflicht, von der man sich frühestens nach fünf Tagen freitesten kann. Die Regierung begründet dies mit der Gefahr eines Imports der in der Slowakei noch selten nachgewiesenen Delta-Variante des Coronavirus.

Auch Geimpfte müssen sich vor der Einreise online registrieren, unabhängig davon, wie sicher das Herkunftsland ist. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei Massenveranstaltungen auch im Freien gilt eine Maskenpflicht. Für Deutschland gilt die Slowakei nicht als Risikogebiet, deshalb ist für die Rückkehr nur bei Flugreisen eine Testpflicht zu beachten.

Slowenien
Das kleine Land zwischen Alpen und Adria änderte in der vergangenen Woche wegen des Auftauchens neuer Varianten des Coronavirus seine Einreiseregeln. Reisende müssen nun nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Ausgenommen sind Kinder unter 15 Jahren und Transitreisende. Die Außengastronomie ist für alle offen, die Innenbereiche von Gaststätten, Casinos, Discos und Nachtklubs können nur von Geimpften, Genesenen oder Getesteten genutzt werden. Slowenien ist kein Risikogebiet, für die Rückreise nach Deutschland gelten also keine besonderen Auflagen abgesehen von der Testpflicht für Flugreisen.

Spanien
Im beliebtesten Urlaubsland der Deutschen wird die Lage seit Ende Juni immer schlechter. Auf den Balearen mit Mallorca als liebster Urlaubsinsel der Deutschen stiegen die Zahlen schneller als je zuvor seit dem Ausbruch der Pandemie. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 335 lag sie 14-mal so hoch wie Ende Juni. Die Regionen rudern deshalb bei den Lockerungen der Coronabeschränkungen zurück. In Valencia, Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und Kantabrien gelten wieder nächtliche Ausgangssperren. Auf den bei Urlaubern und Urlauberinnen ebenfalls beliebten Kanaren lehnte die Justiz dies hingegen ab.

Auch die Delta-Variante breitet sich in Spanien stark aus. Auf Mallorca soll sie schon 85 Prozent aller Neuinfektionen ausmachen. Auf der Urlauberinsel sollen deshalb Strände und Parks von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen werden, um illegale Partys im Freien zu verhindern.

An diesem Freitag ist Spanien wegen der hohen Coronazahlen zum Hochinzidenzgebiet erklärt worden. Das bedeutet: Ab kommenden Dienstag müssen alle, die, nicht geimpft oder von Corona genesen sind, bei der Rückkehr nach Deutschland mindestens fünf Tage in Quarantäne.

Tschechien
Die Regierung in Prag fährt aus Sorge vor der ansteckenderen Delta-Variante einen vorsichtigen Kurs. Wer aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich einreisen will, muss getestet oder seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpft sein. Zudem ist vorab ein Online-Meldeformular auszufüllen. Ausnahmen gelten für den Transit und den kleinen Grenzverkehr. Die Hotels sind vielerorts noch vergleichsweise leer.

Getestet, genesen oder geimpft muss auch sein, wer eine Gaststätte, ein Kino, ein Schwimmbad oder ein Konzert besuchen will. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht. Bei der Rückkehr nach Deutschland sind keine besonderen Auflagen zu beachten.

Türkei
Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Bei der Rückreise nach Deutschland muss entweder ein negativer PCR-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung vorgelegt werden. Restaurants, Cafés und andere Einrichtungen für Gäste sind geöffnet, Ausgangsbeschränkungen bestehen nicht mehr. Es gilt weiterhin eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit.

Die Zahl der Neuinfektionen steigt in der Türkei wieder an und lag in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern am Montag bei rund 7600 Fällen pro Tag. Nach Angaben des Gesundheitsministers steigt der Anteil der ansteckenderen Delta-Variante auch in der Türkei. Wie viel Prozent diese zurzeit ausmacht, wurde aber zunächst nicht bekannt gegeben.

Ungarn
Auf dem Land- oder Wasserweg können Menschen aus allen Nachbarländern außer der Ukraine uneingeschränkt einreisen. Mit dem Flugzeug können deutsche Touristen jedoch nur kommen, wenn sie das neue, EU-weit gültige Coronazertifikat vorweisen können. Hotelübernachtungen sind uneingeschränkt möglich, ebenso der Besuch der Innenräume von Gaststätten. Auch gilt – abgesehen von Krankenhäusern und Altenheimen – keine Maskenpflicht mehr. Für Großveranstaltungen in Hallen oder im Freien mit mehr als 500 Teilnehmenden gelten gesonderte Beschränkungen. Der Zutritt zu diesen Veranstaltungen ist nur mit Immunitätsnachweis gestattet. Für die Rückreise nach Deutschland sind abgesehen von der Testpflicht bei Flugreisen keine besonderen Auflagen zu beachten.

Zypern
Die Insel wird vom Auswärtigen Amt wegen hoher Fallzahlen aktuell als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Für Heimreisende nach Deutschland, die nicht geimpft oder genesen sind, bedeutet das, dass sie zehn Tage in Quarantäne müssen – nach fünf Tagen können sie die Quarantäne aber durch einen negativen Test abkürzen. Zypern seinerseits stuft Deutschland derzeit als grün, sprich als unbedenklich ein. Wer von dort einreist, muss also keinen negativen Test vorlegen, muss aber spätestens 48 Stunden zuvor auf der Website cyprusflightpass.gov.cy den »Cyprus Flight Pass« beantragen und während des Urlaubs stets mit sich führen.

Wer sicher gehen will, dass der Urlaub nicht mit einer Quarantäne endet, sollte sich rechtzeitig vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt der Bundesrepublik über die aktuellen Situation an seinem Reiseziel  informieren: www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/app-sicher-reisen/350382 

Quelle: Spiegel online/dpa, Stand 25.07.2021