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    Neues aus unserer Erlebniswelt

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    Das Jedermannsrecht ist eine einzigartige Tradition in Nordeuropa und bietet eine breite Palette von Freiheiten für Outdoor-Aktivitäten wie Camping, Wandern, Angeln, Langlaufen oder Pilze sammeln und Beerenpflücken. Wir haben die wesentlichen Informationen über das Jedermannsrecht in Schweden, Norwegen und Finnland für unsere Leser zusammengetragen.
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    Der Unterschied zwischen Campingplatz und Stellplatz ist vielen Neueinsteigern nicht auf Anhieb klar. Beide haben Gemeinsamkeiten, weisen aber auch erhebliche Unterschiede auf. Anhand von verschiedenen Merkmalen erklären wir in dem Artikel, was Camper auf einem Campingplatz und was auf einem Stellplatz erwarten dürfen.
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    Einfach mal ausspannen. Das war die Inspiration der beiden Autorinnen für dieses Buch: Die Sauna mit Panoramablick, der herrliche Pool direkt im Grünen, Yoga auf dem Alpsee-Steg, Thai-Massagen von geschultem Personal, Waldbaden in der Lüneburger Heide auf den schönsten Campingplätze zum Auftanken und Verwöhnen.
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    Die Autorin über ihr Buch: Was ist der beste Tipp für die Campingküche? „Sich nicht stressen lassen! Man hat ja keinen Zeitdruck, wie zu Hause oft, weshalb man feste Essenszeiten einfach auch mal getrost über den Haufen werfen kann. Außerdem ist es doch schön, wenn die Kinder draußen herumrennen, bis es dunkel wird, und man selber den Abend ganz gemütlich bei einem Gläschen Wein ausklingen lässt.“
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    Italien ist eines der beliebtesten Reiseziele für Campingurlauber und hat wahnsinnig viel zu bieten. Von den Alpenausläufern im Norden des Landes über die prächtigen Städte bis zu den Küsten und Vulkanlandschaften an der Stiefelspitze – landschaftlich und kulturell abwechslungsreicher präsentiert sich kaum ein anderes Land Europas. In diesem Artikel stellen wir eine spektakuläre Route vor, die fast alle Highlights Italiens zu einer einzigen Tour verbindet.
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    Das Legoland Deutschland Resort im bayrischen Günzburg ist einer der beliebtesten Freizeitparks Deutschlands und das ideale Reiseziel für Familien mit Kindern. Und direkt nebenan wartet schon das wunderschöne Allgäu – das bietet sich doch perfekt für einen kleinen Camping-Kurztrip nach Süddeutschland an!
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    Bereits die Kelten und die Römer wussten die Vorzüge des Aachener Wassers zu schätzen. Karl der Große badete hier und selbst Casanova war da. Die Vielzahl gekrönter Häupter brachte Aachen den Titel „Bad der Könige“ ein. Diese Tradition setzt sich bis heute fort.
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    Licht, Fernsehen, Kühlschrank und Heizung brauchen auch unterwegs Strom. Und der kommt nicht aus der Steckdose, sondern aus einer Batterie. Doch welche ist die Richtige? Die Wahl des richtigen Batterietyps ist nicht leicht, denn Stromspeicher ist nicht gleich Stromspeicher. Jeder der verschiedenen Batterietypen hat seine spezifischen Eigenschaften, woraus sich unterschiedliche Vor- und Nachteile ergeben.
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    Wer öfter mit dem Camper unterwegs ist, kennt das Problem: Der Boden unter dem Reisemobil ist nicht immer gleichmäßig und eben. Das gilt nicht nur für Stellplätze in der Natur, sondern auch für normale Campingplätze. Steht das Reisegefährt schief, fällt man sprichwörtlich aus dem Bett. Hubstützen helfen dabei, das Fahrzeug bei unebenem Boden zu stabilisieren. In dem folgenden Artikel erklären wir die Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen.
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    Special

    Impression aus Norwegen

    Jedermannsrecht in Nordeuropa

    Das Jedermannsrecht, auch bekannt als „allemansrätt“ in Schweden, „allemannsretten“ in Norwegen und „jokamiehenoikeus“ in Finnland, ist ein Rechtsgrundsatz, der das Recht auf freien Zugang zur Natur und die Nutzung von unerschlossenen öffentlichen Ländereien gewährt. Solange man Flora und Fauna dabei nicht schadet und keinen Müll hinterlässt. Für Camper bedeutet das Jedermannsrecht: Übernachten in der Natur ist weitgehend erlaubt – allerdings nur mit Zelt oder Hängematte. Doch Achtung: Gerade in Sachen Wildcampen oder Freistehen unterscheiden sich die Bestimmungen in Schweden, Norwegen und Finnland in manchen Details.

    Es ist eine einzigartige Tradition in Nordeuropa und bietet eine breite Palette von Freiheiten für Outdoor-Aktivitäten wie Camping, Wandern, Angeln, Langlaufen oder Pilze sammeln und Beerenpflücken. Wir haben die wesentlichen Informationen über das Jedermannsrecht in Schweden, Norwegen und Finnland für unsere Leser zusammengetragen.

    Schweden Flagge

    Schweden

    • Das Jedermannsrecht schließt motorisierte Fahrzeuge aller Art – und das betrifft Wohnmobile und Pkw ebenso wie Quads, Motorboote und teils sogar E-Bikes ausdrücklich aus. Heißt: Wer mit Wohnmobil oder Wohnwagen-Gespann unterwegs ist, fällt nicht unter das Jedermannsrecht, sondern unter das Gesetz zum Fahren im Gelände (Terrängkörningslagen). Das Gesetz verbietet motorbetriebenen Fahrzeuge das Fahren abseits befestigter Straßen (Offroad). Auch das Parken und Übernachten jenseits dieser Straßen auf Wiesen, am Strand oder im Wald ist nicht erlaubt.
    • Erlaubt ist, Parkplätze oder Rastplätze im Anschluss an eine Straße für die Übernachtung zu nutzen, sofern dies durch Hinweise nicht ausdrücklich verboten ist. Werktags darf man auf diesen Plätzen in der Regel maximal 24 Stunden stehen, an Wochenenden und Feiertagen meist bis zum nächsten Werktag.
    • Erlaubt ist das Recht auf Zugang zu den meisten öffentlichen Ländereien, einschließlich Nationalparks und privaten Wäldern, solange man sich verantwortungsvoll verhält.
    • Das Jedermannsrecht in Schweden erlaubt auch das freie Schwimmen in allen Seen und im Meer.
    • Camping ist im Allgemeinen erlaubt, solange es nicht in der Nähe von Wohnhäusern oder kulturellen Stätten stattfindet. Das Zelten ist normalerweise für eine Nacht erlaubt, aber in einigen Fällen kann man auch länger bleiben.
    • Feuer dürfen entzündet werden, sofern keine Gefahr besteht und keine lokalen Einschränkungen gelten. Es ist wichtig, den Waldbrandgefahrenindex zu überprüfen und nur dafür vorgesehene Feuerstellen zu nutzen.
    • Beim Sammeln von Beeren, Pilzen und Blumen ist Vorsicht geboten, da es bestimmte geschützte Arten gibt, die nicht gesammelt werden dürfen.
    Wandern im Fjord
    Foto: c/o Pixabay, Henning Sørby
    Norwegen Flagge

    Norwegen

    • Das Jedermannsrecht in Norwegen unterscheidet zwischen bewirtschaftetem Land (innmark) mit Hofplätzen, Hausgrundstücken, Gärten, Gewerbeflächen, Äcker und ähnliche Flächen. Zur freien Natur (utmark) zählen die meisten Wälder, Berge, Moore und Ufer.
    • In der freien Natur darf man sich zu Fuß und auf Skiern frei bewegen, rasten und übernachten. Man darf auf Pfaden und Wegen reiten sowie Fahrrad fahren. Baden, Paddeln, Rudern und Segeln sind ebenfalls erlaubt.
    • In Norwegen gilt das Jedermannsrecht für Personen, die sich ohne Motor und ähnliches in der Natur aufhalten und bewegen.
    • Das Recht auf Zugang zu unerschlossenen öffentlichen Ländereien, einschließlich Stränden und Inseln, wird gewährt, solange man sich an bestimmte Regeln hält.
    • Wildes Zelten mit Zelt oder Hängematte ist erlaubt, solange es nicht in der Nähe von Wohnhäusern stattfindet und keine Beschränkungen durch lokale Behörden bestehen. Camping ist normalerweise auf maximal zwei oder drei Nächte begrenzt. Im Hochgebirge oder weit entfernt von bewohnten Gebieten darf auch länger als zwei Nächte campiert werden.
    • Offenes Feuer ist in Wäldern und auf Felsen untersagt, es sei denn, es gibt spezielle Feuerstellen. An den Küsten und in dafür vorgesehenen Bereichen ist das Entzünden von Feuer jedoch erlaubt.
    • Das Sammeln von Beeren, Pilzen und Blumen ist erlaubt, aber es ist wichtig, die Regeln für geschützte Arten zu beachten und die Natur nicht zu überbeanspruchen.
    Blick über den Fjord
    Foto: c/o Pixabay, Benjamin Zocholl
    Finnland Flagge

    Finnland

    • In Finnland gewährt das Jedermannsrecht das Recht auf Zugang zu unerschlossenen öffentlichen Ländereien, einschließlich Nationalparks und privaten Wäldern.
    • Grundsätzlich erlaubt das Jedermannsrecht übernachten im Zelt, Wohnmobil oder auch Boot, solange die Natur dadurch nicht geschädigt oder der Grundstücksbesitzer gestört wird.
    • Wildes Zelten ist für kurze Aufenthalte erlaubt (maximal zwei Übernachtungen), solange man sich nicht in der Nähe von Wohnhäusern aufhält und keine speziellen Verbote bestehen.
    • Für längere Aufenthalte muss die Erlaubnis des Eigentümers des Grundstücks eingeholt werden.
    • Mit dem Wohnmobil darf man aber an und neben öffentlichen und privaten Straßen sowie auf Parkplätzen stehen.
    • Offenes Feuer ist erlaubt, sofern keine lokalen Einschränkungen gelten und keine Gefahr von Waldbränden besteht. Es ist wichtig, Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen und keine Schäden zu verursachen.
    • Das Sammeln von Beeren, Pilzen und Blumen ist erlaubt, außer in Naturschutzgebieten. Man sollte jedoch darauf achten, geschützte Arten nicht zu sammeln.
    Erlaubt: Zelten in der freien Natur
    Foto: c/o Pixabay Hanna Sjö
    Vorsicht mit Feuer in der freien Natur. Am besrten nur vorhandene Feuerstellen benutzen
    Foto: c/o Pixabay, Sanna

    Es gibt auch einige häufige Irrtümer über das Jedermannsrecht, die vermieden werden sollten:

    • Das Jedermannsrecht gilt nicht für private Grundstücke oder landwirtschaftliche Flächen, es sei denn, es besteht ausdrückliche Erlaubnis des Eigentümers.
    • Es gibt bestimmte geschützte Arten, die nicht gesammelt oder gestört werden dürfen. Man sollte sich über die lokalen Regeln und Bestimmungen informieren.
    • Müll muss ordnungsgemäß entsorgt werden, und man sollte die Natur so verlassen, wie man sie vorgefunden hat.
    • Die Privatsphäre anderer Menschen und ihre Eigentumsrechte sind zu respektieren.

    Es ist auf jeden Fall ratsam, sich vor dem Camping oder anderen Aktivitäten im Freien über die spezifischen Bestimmungen und lokalen Regelungen zu informieren, da diese je nach Region oder Naturschutzgebiet variieren können.

    Text: Volker Ammann, Titelfoto: c/o Pixabay, Sanna

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    Special

    Camping Muenstertal Panorama Belchen
    Foto: c/o Camping Münstertal

    Campingplatz oder Stellplatz?

    Wohnwägen von verschiedenen Marken
    Foto: c/o Pixabay, Tom
    Campingplatz beim schönen Wetter
    Foto: c/o Pixabay, chmueller

    Der Unterschied zwischen Campingplatz und Stellplatz ist vielen Neueinsteigern nicht auf Anhieb klar. Beide haben Gemeinsamkeiten, weisen aber auch erhebliche Unterschiede auf. Anhand von verschiedenen Merkmalen erklären wir in dem Artikel, was Camper auf einem Campingplatz und was auf einem Stellplatz erwarten dürfen.

    Dein nächster Campingurlaub steht an und die Route soll möglichst perfekt geplant werden. Dabei sollte man neben der Wegeplanung auch berücksichtigen, wann und wo übernachtet werden soll. Dabei stößt man zwangsläufig auf die Bezeichnungen „Campingplatz“ und „Stellplatz“, die entlang der Route zu finden sind. Doch welchen Service kann man auf der einen oder anderen Variante erwarten und was sind die grundlegenden Unterschiede?

    Campingplätze und Wohnmobilstellplätze weisen durchaus Gemeinsamkeiten auf, doch gibt es verschiedene Merkmale, die die Unterschiede zwischen den beiden Übernachtungsmöglichkeiten deutlich machen.

    Campingplatz

    • Bei einem Campingplatz handelt es sich in der Regel um ein eingezäuntes und bewachtes Gelände, das unterschiedliche Ausstattungsmerkmale besitzen kann.
    • Es gibt einen festen Ansprechpartner direkt vor Ort.
    • Die Plätze sind immer kostenpflichtig. Außerdem gibt es in der Regel feste Uhrzeiten für Anreise und Abreise, die bestimmten Einschränkungen unterliegen.
    • Campingplätze sind für längere Aufenthalte konzipiert. In der Regel gehen Betreiber von mindestens einer Übernachtung aus (in der Hauptsaison teilweise auch 3 Nächte).
    • Zudem gibt es bei der Anmeldung einige Formalitäten zu erledigen.
    • Gäste auf einem Campingplatz können sich auf einen mittleren bis hohen Komfort freuen.
    • Auf einem Campingplatz ist auch der Aufbau eines Vorzeltes erlaubt.
    • Viele Plätze sind im ADAC-Campingführer aufgeführt und bewertet. Alternativ gibt es online wertvolle Informationen auf www.pincamp.de und mit der ADAC Camping- und Stellplatzführer App. Mit der ADAC-Campcard können einzelne Leistungen günstiger in Anspruch genommen werden, beispielsweise gibt es vergünstigte Übernachtungen.

    Stellplatz

    • Der Wohnmobilstellplatz ist eine Art „Parkplatz“ für Reisemobile, teilweise werden sie auch von Gespannen verwendet. Sie haben entweder einen privaten Eigentümer haben oder gehören einer Gemeinde.
    • Meist gibt es keinen permanenten Ansprechpartner vor Ort.
    • Die Nutzung ist an vielen Orten kostenfrei. Es wird lediglich eine Gebühr für Strom und Wasser erhoben. Es gibt jedoch auch Reisemobilstellplätze, die Gebühren pro Nacht berechnen.
    • Die Stellplätze sind für einen kurzen Aufenthalt von einer bis fünf Nächte konzipiert, es gibt meistens keine festen An- und Abreisezeiten Auf einigen Plätzen kommt einmal am Tag eine Kontaktperson zur Kontrolle oder dem Kassieren der Gebühren vorbei. Auf vielen Stellplätzen finden sich inzwischen auch Automaten für EC-Karten.
    • Eine Anmeldung im Vorfeld der Anreise ist auf Stellplätzen nicht erforderlich und meist auch gar nicht möglich – eine Reservierung fällt hier also aus.
    • Gäste dürfen von den Wohnmobilstellplätzen keinen hohen Komfort erwarten, zumal der Aufbau von Vorzelten meistens untersagt ist.

    Campingplatz oder Stellplatz – Wer darf wo stehen?

    Für Camper stellt sich oftmals die Frage, welche Übernachtungsform er nutzen darf. Beim Campingplatz gibt es keinerlei Einschränkungen. Hier kann man mit dem Wohnmobil anreisen, den Wohnwagen abstellen oder ein Zelt aufbauen. Stellplätze hingegen werden meist von Wohnmobilen genutzt. Wohnwagen-Gespanne sind nicht auf allen Reisemobilstellplätzen gestattet.

    Gibt es signifikante Unterschiede bei der Ausstattung?

    Ein Campingplatz zeichnet sich in der Regel durch eine Rezeption mit Ansprechpartner, Plätze für Reisemobile, Zelte und Wohnwagengespanne, vielseitige Sanitäranlagen sowie Angebote für Sport und Spiel auszeichnen. Die Ausstattung der Campingplätze variiert jedoch stark.
    Bei Reisemobilstellplätzen sind selten Rezeptionen vorhanden und nur auf wenigen gibt es sanitäre Einrichtungen. Auf vielen (aber nicht allen) Wohnmobilstellplätzen sind Strom- und Wasseranschluss sowie eine Servicestation zur Entleerung von WC-Überresten und Grauwasser vorhanden. Auf Parkplätzen, die als Stellplätze ausgewiesen sind, sind meistens keinerlei Möglichkeiten zur Ent- und Versorgung vorhanden.
    Was sind die Vor- und Nachteile eines Campingplatz und einem Stellplatz?

    Übernachtungen auf einem Campingplatz oder einem Wohnmobilplatz haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

    Vorteile des Campingplatzes

    • Die Reservierung eines Standplatzes ist meistens schon im Vorfeld der Reise möglich.
    • Ein vielseitiges Freizeitprogramm in Form von Fahrradverleih, Beachvolleyball, Fitness, Bootsverleih, Zugang zum Strand, Animation und vielem mehr sorgt für unterhaltsame und aktive Tage.
    • Die Anlagen werden bewacht und sind in der Regel Fremden nicht zugänglich.
    • Campingplätze befinden sich meist in landschaftlich schöner Lage. Direkt an der Küste, an einem Flussufer, einem See oder inmitten der Natur.
    • Größere Standplätze ermöglichen den Aufbau von Vorzelten und bieten erhöhte Privatsphäre.
    • Vorhandene Infrastruktur mit Sanitäranlagen und Einkaufsmöglichkeiten. Oftmals gibt es auch ein Restaurant auf dem Platz.

    Nachteile des Campingplatzes

    • Die festen An- und Abreisezeiten schränken die individuelle Tagesplanung für den Urlaub ein bzw. geben ein Zeitfenster vor.
    • Höhere Übernachtungskosten durch den umfassenden Service und die umfangreichere Ausstattung.

    Vorteile des Stellplatzes

    • Die flexible An- und Abreise ermöglichen eine spontane Entscheidung zur Übernachtung.
    • Geringe Kosten für Strom und Wasser beziehungsweise den Standplatz.
    • Die Reisemobilplätze befinden sich oftmals am Stadtrand und ermöglichen einen schnellen Zugang für das Sightseeing. Auch Flussufer wie an Main, Donau oder Elbe sind beliebte Standorte.

    Nachteile eines Stellplatzes

    • Sehr kleine Standplätze für möglichst viele Wohnmobilfahrer sind die Regel.
    • Eine Reservierung ist meistens nicht möglich. In der Hauptsaison sind viele beliebte Reisemobilstellplätze frühzeitig besetzt, Planungssicherheit gibt es auf der Reise also nicht.
    • Keine Sanitäranlagen.
    • Markisen dürfen in der Regel nicht ausgefahren werden.
    • Die meisten Stellplatzbetreiber stellen nur einen telefonischen Ansprechpartner zu gewissen Zeiten und keine Überwachung zur Verfügung.

    Welche Regeln gibt es auf einem Campingplatz beziehungsweise Stellplatz?

    Betreiber von Campingplätzen und Stellplätzen erlassen Regeln, damit sich alle Gäste wirklich wohlfühlen und der hohe Standard erhalten bleibt.

    Regeln auf Campingplätzen

    • Die Mittags- und Nachtruhe darf auf keinen Fall gestört werden. Jeder Betreiber legt entsprechende Zeiten fest, die zu berücksichtigen sind.
    • Das Parken außerhalb der Standplätze ist meist untersagt.
    • Haustiere sind nicht überall erlaubt. Eine Anfrage im Vorfeld oder die Kennzeichnung im ADAC-Campingführer oder auf PINCAMP helfen dir bei der Suche.
    • Die Platzordnung muss eingehalten werden.

    Regeln auf Stellplätzen

    • Das Aufbauen von Vorzelten ist untersagt. Die Markise auszufahren kann auf Grund der kleineren Standplätze zu Ärger mit dem Nachbarn führen.
    • Das Parken von Wohnwagen ist nicht überall erlaubt.
    • Dauercamping ist auf Reisemobilstellplätzen nicht möglich.

    Kosten und Gebühren für Campingplätze und Stellplätze

    Die Kosten für eine Übernachtung variieren bei Campingplätzen sehr. Sie sind einerseits von der Größe des Standplatzes, aber auch von der Anzahl der Reisenden und der Ausstattung abhängig. Die Kurtaxe in einigen Regionen muss direkt vor Ort bezahlt werden. Der Preis für Strom und Wasser ist auf vielen Anlagen im Preis enthalten. Für Duschen oder besondere Serviceleistungen können Extrakosten anfallen.
    Auf vielen Stellplätzen fallen keine Kosten für das Wohnmobil oder pro Person an. Lediglich für die Nutzung von Strom werden entsprechende Verbrauchskosten erhoben. Wasser und Abwasser sind in der Regel kostenlos nutzbar. Empfehlenswert ist es auf Stellplätzen ausreichend Kleingeld zur Verfügung zu haben, da hier oftmals über Automaten abgerechnet wird, die keine Kartenzahlung ermöglichen.

    Anzahl der Campingplätze und Stellplätze in Deutschland und Europa

    • Campingplätze in Deutschland: ca. 3.035 (Quelle: ADAC und DVCD)
    • Campingplätze Europa: ca. 26.000 (Quelle: ADAC)
    • Reisemobilstellplätze Deutschland: ca. 3.600 (Quelle: DTV)
    • Reisemobilstellplätze Europa: ca. 7.000 (Quelle: ADAC)

    Was ist Minicamping?

    Auf der Suche nach den Unterschieden zwischen Campingplatz und Stellplatz fällt hin und wieder der Begriff „Minicamping“. Hierbei handelt es sich zumeist um einen sehr kleinen Campingplatz. Dieses Konzept ist in den Niederlanden, in Frankreich mit seinen vielen „Camping à la Ferme“ und teilweise auch in Italien verbreitet. In Kombination mit einem Garten auf Privatgrund, einem Weingut oder einem Bauernhof werden hier Standplätze für Wohnmobile oder Wohnwagengespanne angeboten. Eine Berechtigung zum Übernachten wird mit dem jeweiligen Betreiber vor Ort vereinbart.

    Wo darf ich Wildcampen in Europa?

    War die Suche nach einem Campingplatz oder einem Wohnmobilstellplatz vergeblich, stellt sich für viele Wohnmobilisten die Frage, wo das „Wildcampen in Europa erlaubt“ ist. Das sogenannte „Freistehen“ ist in Belgien, Dänemark, Italien und einigen Regionen Österreichs (z.B. Steiermark) erlaubt, aber gerade in Italien regeln viele Verbotsschilder das Parken. In Deutschland sehen die gesetzlichen Vorschriften vor, dass die Fahrunterbrechung mit dem Reisemobil für eine Nacht der „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ dient. In Schweden und Norwegen ist das Freistehen mit dem Wohnmobil keinesfalls mit dem sehr weit verbreitetem „Jedermannsrecht“ gleichzusetzen, das sich vorwiegend an Zelturlauber richtet.
    Dennoch gibt es Plätze für das Übernachten, aber dabei ist auf die Beschilderung zu achten. In Dänemark, Finnland, Großbritannien, Luxemburg, Frankreich und Irland ist das Wildcampen verboten, aber auf Privatgrund erlaubt. Ein komplettes Übernachtungsverbot außerhalb von Camping- und Reisemobilstellplätzen existiert in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Portugal, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

    Autor: Riko Wetendorf, Quelle: Pincamp. Titelfoto: © Camping Muenstertal

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    Buchtipp

    Umschlaggestaltung: Independent Medien Design, Birgit Kohlhaas

    Camping für die Seele.
    Die schönsten Campingplätze
    zum Auftanken und Verwöhnen.

    Von Heidi Siefert und Manuela Blisse

    Einfach mal ausspannen. Das war die Inspiration der beiden Autorinnen für dieses Buch: Die Sauna mit Panoramablick, der herrliche Pool direkt im Grünen, Yoga auf dem Alpsee-Steg, Thai-Massagen von geschultem Personal, Waldbaden in der Lüneburger Heide auf den schönsten Campingplätze zum Auftanken und Verwöhnen.
    Auf immer mehr Campingplätzen wird Wohlfühlen ganz großgeschrieben. Siefert und Blisse stellen in ihrem Campingführer entspannungssuchenden Mobilreisenden 80 Traumplätze in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Norditalien vor. Für den Urlaub oder einfch mal zwischendurch am Wochenende.

    Wir bedanken uns herzlich beim Verlag Gräfe und Unzer für die freundliche Unterstützung.
    Das Buch ist mit Markenlizenz der ADAC Camping GmbH, München  im
    © 2022 Gräfe und Unzer, München, ISBN 978-3-98645-030-4, erschienen.

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    Menuvorschlag

    Spätze mit Gemüse

    Käsenudeln mit Speck

    Campingküche mit 5 Zutaten
    Buchtitel: c/o Gräfe und Unzer, Kathrin Koschitzki

    Camping Küche mit 5 Zutaten

    Früher dachte man bei dem Stichwort „Campingküche“ vor allem an das Öffnen einer Dose Ravioli. Das Buch von Sonja Stötzel zeigt, wie der Campingurlaub mit nur wenigen, aber frischen Zutaten auch kulinarisch zu einem absoluten Highlight werden kann.

    Die Autorin über ihr Buch:
    Was ist der beste Tipp für die Campingküche?
    „Sich nicht stressen lassen! Man hat ja keinen Zeitdruck, wie zu Hause oft, weshalb man feste Essenszeiten einfach auch mal getrost über den Haufen werfen kann.
    Außerdem ist es doch schön, wenn die Kinder draußen herumrennen, bis es dunkel wird, und man selber den Abend ganz gemütlich bei einem Gläschen Wein ausklingen lässt.“

    Käsenudeln mit Speck

    Zutaten, für 4 Personen, pro Portion ca. 520 kcal, 21 g E, 16 g F, 72 g KH

    • 400 g breite Bandnudeln
    • Salz
    • 80 g Bauchspeck
    • 100 g geriebener Emmentaler
    • frisch geriebene Muskatnuss
    • Pfeffer
    • ½ Bund Petersilie

    Zubereitung, 20 Minuten Zubereitungszeit

    1. Bandnudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen. Anschließend abgießen und gut abtropfen lassen, dabei etwas von dem Nudelkochwasser auffangen.
    2. Den Speck mit einem scharfen Messer in Streifen schneiden und in einer Pfanne ohne Fett 3–4 Min. braten. Die abgetropften Nudeln dazugeben sowie etwa ¾ des geriebenen Käses. Gegebenenfalls auch 2–3 EL vom Nudelkochwasser hinzufügen. Alles mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen und pikant abschmecken.
    3. Die Petersilie waschen und trocken schütteln, die Blättchen von den Stängeln zupfen und fein hacken. Die Pasta auf Tellern anrichten und mit Petersilie und restlichem Käse bestreut servieren.

    Tausch-Tipp
    Wer es noch etwas saftiger mag, brät eine in Stücke geschnittene Paprika oder eine Handvoll Kirschtomaten mit dem Speck an.

    Buchtitel: c/o Gräfe und Unzer,  Kathrin Koschitzki, Titelbild: c/o Silvio Knezevic

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    Tourtipp

    Ansicht der bunten Seite Genuas
    Foto: c/o Pixabya, Filmbetrachter

    Der ultimative Italien-Roadtrip:
    Von Genua nach Rom und zurück

    Karte zum Roadtrtip von Genua nach rom und zurück
    Illustration: c/o Pincamp/ADAC
    Pisa mit dem weltberühmten schiefen Turm
    Foto: c/o Pixabay, Christoph Schrattbauer
    Blick auf Florenz mit der Ponte Vecchio in der Mitte
    Foto: c/o Pixabay, Rolanas Valionis
    Siena mit der Piazza del Duomo, auf der alljährlich die Reiterspiele stattfinden
    Foto: c/o Pixabay, Mkalu
    Rom, die ewige Stadt am Tiber. Links ist die Engelsburg zu sehen
    Foto: c/o Pixabay, Mimrod Oren
    Das Kolloseum ist ein Pflichtbesuch in Rom
    Foto: c/o Pixabay, Alexander Naumann
    Der Petersplatz vorm Vatikan, dem kleinsten Staat der Welt
    Foto: c/o Pixabay, Luigi Suglia
    Pescara. Hier mündet der gleichnamige Fluß ins Mittelmeer
    Foto: c/o Pixabay, Tommaso Camplone
    Der Palazzo Pubblico wacht über San Marino
    Foto: c/o Pixabay, Volker Glätsch
    Das Rathaus von Bologna
    Foto: c/o Pixabay, Alex 1965
    Gotisches Stadthaus Palazzo Comunale "Il Gotico" in Parma
    Foto: c/o Pixabay, DEZALB
    In Parma wird neben dem Parmaschinken auch der Parmesankäse hergestellt
    Foto: c/o Pixabay, Joakant

    Italien ist eines der beliebtesten Reiseziele für Campingurlauber und hat wahnsinnig viel zu bieten. Von den Alpenausläufern im Norden des Landes über die prächtigen Städte bis zu den Küsten und Vulkanlandschaften an der Stiefelspitze – landschaftlich und kulturell abwechslungsreicher präsentiert sich kaum ein anderes Land Europas. In diesem Artikel stellen wir eine spektakuläre Route vor, die fast alle Highlights Italiens zu einer einzigen Tour verbindet.
    Neben den wunderschönen Landschaften und tollen Stränden, hat das Land auch kulturell einiges zu bieten. Die hier beschriebene Italien-Route führt von der historischen Hafenstadt Genua über die Renaissance-Zentren der Toskana und das antike Rom einmal quer durch alle Kulturepochen Europas. Da es sich dabei um eine Rundreise handelt, kann die durch halb Italien führende Route sowohl mit dem eigenen Wohnmobil als auch mit einem Mietcamper bezwungen werden. Egal wie die Tour befahren wird – wir wünschen eine gute Fahrt.

    Ausgangspunkt der Route ist die Hafenstadt Genua

    Start der rund 1.500 Kilometer lange Italien-Tour ist Genua, die Heimatstadt von Christoph Kolumbus. Passenderweise spielt in dem im ehemaligen Stadtstaat bis heute das weite Meer die führende Rolle. Yachten, Segelboote, Kreuzfahrt- und Containerschiffe säumen die Hafendocks, während das Meeresmuseum Galata über die Geschichte der Seefahrt von den frühen Entdeckern bis hin zur Emigrationswelle um die Jahrhundertwende aufklärt. Gleich nebenan, im größten Aquarium Europas, spielen hingegen die Meeresbewohner die Hauptrolle. Doch auch die historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt können sich durchaus sehen lassen.
    Mehrere Prachtbauten aus der Zeit von Renaissance und Barock locken zu spannenden Besichtigungstouren. Die Villa del Principe beeindruckt mit farbenfrohen Fresken, Säulengängen und einer hübsch gestalteten Gartenanlage. Der Palazzo Reale verzaubert hinter seiner rot-gelben Fassade mit Original-Mobiliar und einer Kunstgalerie. Wer sich weiter ins Landesinnere wagt, wird mit engen Gassen, versteckten Plätzen und plötzlich in die Höhe ragenden Kirchen belohnt. Auf der Piazza de Ferrari wartet ein spektakulärer Bronzebrunnen darauf, entdeckt zu werden. Abends lockt das Teatro Carlo Felice mit klassischen Opern, Musicals und Ballettaufführungen.
    Der etwa 15 Kilometer westlich gelegene Camping Villa Doria ist der perfekte Ausgangspunkt, um Genua in all seinen Facetten kennenzulernen. Um Genua entspannt zu erobern, fährt man am besten vom Bahnhof Genova Pegli mit der Regionalbahn und ist in 20 Minuten ins Stadtzentrum.

    Nach der Stadtbesichtigung gehts weiter in Richtung Toskana. Nach rund 100 Kilometern liegt der Camping Maralunga direkt am Meer, den wir empfehlen können. Am nächsten Tag geht es dann weiter mit dem Kulturprogramm Italiens.

    Kulturelle Highlights in der Toskana

    Nach Pisa reist man eigentlich nur aus einem einzigen Grund: Man möchte mit eigenen Augen sehen, ob der schiefe Turm wirklich so schief ist, wie alle sagen. Der freistehende Glockenturm versinkt seit Beginn der Bauzeit im 12. Jahrhundert langsam im lehmigen Morast. Daneben hat die zentrale Piazza del Duomo aber noch einige weitere spektakuläre Bauten aus prächtigem Carrara-Marmor zu bieten. Sehenswert sind etwa der kreuzförmige Dom Santa Maria Assunta oder das kreisförmige Baptisterium, die größte Taufkirche der christlichen Geschichte.
    Auch den Friedhof Caposanto Monumentale mit seiner gotischen Fassade und dem Kreuzgang im Innenhof sollte man sich nicht entgehen lassen. Nach einer Bauzeit von rund 200 Jahren diente er seit dem Mittelalter als Grabstätte für Pisas Hochadel. Zusammen mit dem restlichen Ensemble gilt er als Vorbild für den Architekturstil der Toskana. So verwundert es kaum, dass der gesamte Gebäudekomplex bereits seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Wer sich nicht entscheiden kann, ob er lieber zum Sonnenauf oder -untergang über den Platz flanieren will, der sollte den nur knapp ein Kilometer entfernten Camping Village Torre Pendente ansteuern. Hier gibt es einen großartigen Außenpool mit Blick auf die Stadt.

    Florenz – die Wiege der Rennaissance

    Nur etwa 80 Kilometer weiter östlich wartet eine der bekanntesten Städte Italiens auf die ungeteilte Aufmerksamkeit des Reisenden: Florenz, die Wiege der Renaissance, zieht mit ihrer UNESCO-geschützten Innenstadt bereits seit dem 17. Jahrhundert Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Das Zentrum der religiösen Macht bildet auch hier die Piazza del Duomo mit der namensgebenden Kathedrale aus dreifarbigem Marmor, dem Campanile und einem separaten Baptisterium. Das Parlament hingegen hatte seinen Sitz seit dem 14. Jahrhundert im berühmten Palazzo Vecchio. Kunstliebhaber zieht es in die angrenzenden Uffizien, wo sie neben Botticellis „Geburt der Venus“ die Werke von Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael und Caravaggio bestaunen können.
    Von hier sind es nur noch wenige Meter bis zur Steinbrücke Ponte Vecchio. In den Gemäuern brachten ursprünglich vor allem Schlachter und Gerber ihre Ware an den Mann. Heute sind an ihre Stelle längst glitzernde Juwelierfenster und teure Souvenirläden getreten. Hat man diese hinter sich gelassen, lädt auf der Südseite des Arno ein besonders schöner Garten zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Am Eingang zu Brücke steht ein Wildschwein aus Messing, dessen Schnauze blank poliert ist. Dazu gibt es den Mythos, dass derjenige, der die Schnauze berührt, Glück und Reichtum erlangt. Und wer will das nicht?
    Hinter dem Palazzo Pitti, dem einstigen Hauptsitz der Medici, gibt es im Boboli-Garten neben einer Vielzahl an schneeweißen Statuen und plätschernden Wasserspielen auch versteckte Grotten und einen ägyptischen Obelisken zu entdecken. Auf dem in etwa acht Kilometer nordöstlich gelegenen Camping Panoramico bei Fiesoli lassen sich die gesammelten Erfahrungen in schöner Umgebung Revue passieren lassen. Wer möchte, kann im Außenpool ein paar Runden drehen oder im Restaurant mit Blick auf das nächtliche Florenz regionale Spezialitäten kosten.

    Auf den Spuren der „Göttlichen Komödie“

    Komplett wird das kulturelle Dreieck der Toskana aber erst mit einem Besuch im rund 70 Kilometer südlich gelegenen Siena. Hier erwartet den Besucher die altbekannte Piazza del Duomo mit Kathedrale, Glockenturm und Baptisterium. An der nahegelegenen Piazza del Campo liegt der Palazzo Pubblico. Zweimal im Jahr wird der Platz zum Austragungsort des beliebten Pferderennens Palio di Siena, bei dem seit dem Mittelalter alle Stadtteile gegeneinander antreten. Wer die Siegesfeier bis zum Schluss auskosten möchte, für den ist der nur drei Kilometer entfernte Camping Colleverde  die ideale Übernachtungsmöglichkeit.
    Zwei Fahrstunden entfernt befinden sich die Thermalquellen von Saturnia, die bereits in Dantes „Göttlicher Komödie“ erwähnten Schwefelquellen. Unbedingt empfehlenswert: Wer Zeit hat, kann sich von der heilenden Wirkung des 37°C heißen Wassers überzeugen, dass bei Rheuma und Arthrose Wunder wirken soll. Wer dann noch bei der abendlichen Ankunft auf dem 50 Kilometer weiter östlich gelegenen Massimo Camping die Füße am Nordufer des Lago di Bolsena in den wohlig warmen Sand gräbt, fühl sich wie neu geboren.

    Kultur pur in Italiens prunkvoller Hauptstadt

    Und dann ist es auch schon so weit: Rom, die ewige Stadt, heißt den Reisemobilisten als Höhepunkt der Italien-Route zum mehrtägigen Aufenthalt willkommen. Denn was nicht an einem Tag erbaut wurde, lässt sich auch nicht an einem Tag besichtigen. Den Rundgang durch die UNESCO-geschützte Hauptstadt startet man am besten am berühmten Kolosseum, dem größten Amphitheater der Welt. Hier wurden in der Antike neben blutrünstigen Gladiatorenkämpfen auch ganze Seeschlachten nachgestellt. Angrenzend befindet sich das Forum Romanum, Lebensmittelpunkt des antiken Roms. Die beeindruckenden Überreste lassen sich zusammen mit den Ruinen ehemaliger Kaiserresidenzen und prachtvoller Villen als Teil eines überdimensionalen Freilichtmuseums besichtigen.
    Von der Piazza Venezia mit dem Viktor-Emanuele-Denkmal schlendert man vorbei am ehemaligen Adelspalast Palazzo Colonna zum Trevi-Brunnen. Der Brunnen erlangte vor allem durch Fellinis Film „La Dolce Vita“ aus dem Jahr 1960 weltweite Berühmtheit. Heute ist es jedoch, anders wir im Film, unmöglich, ein ungestörtes Bad zu zweit zu nehmen. Selbst ein Erinnerungsfoto ohne fremde Körperteile entpuppt sich als Ding der Unmöglichkeit. Auch auf dem weiteren Rundgang zum Pantheon und der barocken Piazza Navona, lichten sich die Touristenmassen nicht wirklich.  Wer es schaffst, einen Sitzplatz auf einer der vielen Restaurantterrassen zu ergattern, darf sich glücklich schätzen.

    Zu Besuch im kleinsten Staat der Welt

    Danach führt der Spaziergang auf die Westseite des Tibers zur imposanten Engelsburg und von dort in den kleinsten Stadtstaat der Welt. Die Vatikanstadt mit dem Petersdom, den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle inklusive Deckenfresken aus dem Pinsel Michelangelos gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Wer genug vom Laufen hat, kann die nächsten zwei Kilometer von der Station Ottaviano bis nach Flaminio an der Piazza del Pololo bequem mit der U-Bahn überbrücken. So spart man Kräfte für den Aufstieg zur berühmten Terrazza del Pincio. Von dem Aussichtspunkt überblickt man nicht nur den ägyptischen Obelisken und Neptunbrunnen, sondern den gesamten Südwesten der Stadt.
    Einmal oben angekommen, lockt der angrenzende Stadtpark Villa Borghese mit Kunstgalerie, Wasserspielen und Tempelkonstruktionen zu ausgedehnten Spaziergängen. An der Villa Medici steigt man über die berühmte Spanische Treppe wieder hinunter in die Altstadt.  Mit etwas Glück bleibt noch genug Zeit, um in den Luxusboutiquen der Via Condotti nach einer Designer-Handtasche von Gucci oder Prada zu stöbern.

    15 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums liegt der Camping Village Seven Hills. Dieser begeistert vor allem durch die Nähe zum Bahnhof La Giustiniana. Von dort gelangt man mit der Regionalbahn in rund 25 Minuten bis knapp vor die Tore der Vatikanstadt und spart die nervenaufreibende Suche nach einem geeigneten Parkplatz.

    Endlose Sandstrände und Sonne satt an Italiens Adriaküste

    Von Latium führt die Route weiter bis in die Abruzzen. Nach 200 Kilometer erreicht man die sonnige Adriaküste dort, wo der Pescara ins Mittelmeer mündet. Die von Wellenbrechern geschützten Sandstrände des gleichnamigen Städtchens werden lediglich vom Yachthafen und der 2009 fertiggestellten Brücke Ponte del Mare unterbrochen, die die beiden Flussufer als modernes Wahrzeichen miteinander verbindet. Hier bietet sich ein Besuch des Geburtshauses des italienischen Schriftstellers Gabriele D’Annunzio an. Wer genug von Kultur und Besichtigungen hat, der streckt einfach mal alle Gliedmaßen von sich und erfährt am hautnah, was das Land im Süden Europas bei Badeurlaubern so beliebt macht.
    Dieses Gefühl lässt sich wunderbar am Pool des 15 Kilometer weiter nördlich gelegenen Camping Europe Garden herausfinden. Ein Liegestuhl mit Panoramablick aufs Meer oder ein entspannter Spaziergang zum rund 30 Gehminuten entfernten Sandstrand – mehr braucht es nicht zum Glücklichsein. Obwohl: Zu einer knusprigen Pizza direkt aus dem Holzofen sagt man wohl auch nicht Nein. Die wunderbare Aussicht auf das weite Meer bleibt auf der Weiterfahrt auch erst mal erhalten. Nach circa 240 Kilometer weiter nördlich, am beliebten Badeort Rimini, gehts ins Landesinnere.

    Kurzer Abstecher in den Ministaat San Marino

    Mit dem 60 Quadratkilometer großen San Marino erwartet den Italien-Tourer anschließend der zweite Ministaat auf Route. Etwas mehr als 33.000 Einwohner werden, aus dem zusammen mit der Altstadt hoch oben über dem Rest des Landes thronenden Neo-Renaissance-Palast Palazzo Pubblico, regiert. Hat man die Aussicht von der Piazza della Libertà ausreichend ausgekostet, wartet auf der gegenüberliegenden Straßenseite die recht simpel gehaltene Basilika San Marino auf einen Besuch. Mit den drei Wehrtürmen Prima, Seconda und Terza Torre, die sogar die Nationalflagge zieren, kann diese allerdings nicht mithalten.
    Der auch als La Rocca oder Guaita bekannte erste Wehrturm wurde im 11. Jahrhundert direkt über der Altstadt erbaut und hat sich seine Faszinationskraft bis heute bewahrt. Stecken die Höhenunterschiede noch nicht zu sehr in den Beinen, sollte man auch den jüngeren Geschwistern einen Besuch abstatten und die Aussicht über die umliegende Landschaft noch etwas länger genießen. Danach geht’s hinunter zum Nachtlager im Centro Vacanze San Marino.

    Kulturelle und kulinarische Leckerbissen in der Emilia-Romagna

    Am nächsten Morgen führt die Italien-Route in die Hauptstadt der Region Emilia-Romagna und Heimat der ältesten Universität Europas – Bologna. Das Positive vorweg: Die Stadt lässt sich bequem zu Fuß besichtigen. Fast alle Sehenswürdigkeiten befinden sich rund um die Piazza Maggiore mit der gotischen Basilika San Petronio.
    An der angrenzenden Piazza del Nettuno lässt sich der namensgebende Neptunbrunnen bewundern. Außerdem lohnt es sich, den ein oder anderen Renaissance-Palast von innen zu betrachten. Im Palazzo dell’Archiginnasio erwartet den Besucher mit einem komplett holzvertäfelten Anatomiesaal eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Art. Hier wurden seit Anfang des 17. Jahrhunderts Leichen als Teil des Unterrichts seziert.
    Mit seiner Lage unweit der Umgehungsstraße E45 entpuppt sich der rund fünf Kilometer entfernte Camping Città di Bologna  nach der wohlverdienten Nachtruhe als perfekter Ausgangspunkt für die Weiterfahrt nach Piacenza, der vorerst letzten Station der Italien-Route.

    Über Parma wieder zurück nach Genua…

    Ein paar Zwischenstopps entlang der E35 solltest du aber noch einplanen: Etwa, um in Modena Balsamico-Essig einzukaufen oder den berühmten Parmaschinken direkt in der gleichnamigen Stadt zu verkosten. Mit der Kathedrale und ihrer Fassade aus rosa Veroneser Marmor, das Museum Palazzo Farnese und das als Il Gotico bekannte gotische Stadthaus Palazzo Comunale warten weitere Sehenswürdigkeiten bevor es zum Camping Arizona weitergeht. Dieser liegt kurz hinter Parma und hat eventuell noch einen Stellplatz frei. Alternativ kann man auch bis zum Camping Genova Est durchfahren und die Italien-Route dort beenden, wo sie angefangen hat. Wer sich gleich auf die Rückfahrt Richtung Deutschland macht, kann unterwegs einen Stopp am Garda- oder Comer See einlegen.

    Praktische Infos zu der Tour

    • Länge: ca. 1500 km
    • Dauer: individuell planbar, wir empfehlen mindestens 3-4 Wochen
    • Beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst (April/Mai bis Oktober)
    • Maut: In Italien sind fast alle Autobahnen mautpflichtig. Weitere Infos hier: Maut, Bußgelder und Gebühren – Der große PiNCAMP-Guide

    Übernachtung

    Auch für die Anreise nach Genua findet man auf PiNCAMP zahlreiche schöne Camping- und Stellplätze – viele davon direkt buchbar: www.pincamp.de/italien

    Autorin: Corinne Hilbert, Titelbild: c/o Pixabay, Filmbetrachter

    Wir bedanken uns herzlich bei Corinna Hilbert und Pincamp für die freundliche Unterstützung. Auf www.pincamp.de können Sie die im Artikel aufgeführten Campingplätze auch gleich buchen. Aber auch jeden anderen Platz an Ihrem Urlaubsziel.

    Erlebniswelt

    Wochenendtrip

    Eingang zum Legoland
    Foto: c/o Legoland Deutschland

    Legoland Deutschland –
    Paradies für Groß und Klein

    Campingplatz am Legoland
    Foto: c/o Legoland Deutschland
    Miniland Berlin und Frankfurt
    Foto: c/o Legoland Deutschland
    Safari-Tour im Legoland
    Foto: c/o Legoland Deutschland
    Piratenschlacht im Legoland
    Foto: c/o Legoland Deutschland

    Das Legoland Deutschland Resort im bayrischen Günzburg ist einer der beliebtesten Freizeitparks Deutschlands und das ideale Reiseziel für Familien mit Kindern. Und direkt nebenan wartet schon das wunderschöne Allgäu – das bietet sich doch perfekt für einen kleinen Camping-Kurztrip nach Süddeutschland an!
    Nur vier Legoland-Freizeitparks gibt es weltweit – und einer davon befindet sich im Herzen Süddeutschlands in der wunderschönen Ferienregion Oberschwaben-Allgäu. Das Resort hat sich inzwischen zu einem der beliebtesten Freizeitparks Deutschlands entwickelt. Unbestrittenes Highlight sind vor allem die Miniaturwelten. Wo sonst kann man schon das Schloss Neuschwanstein, die Kanäle von Venedig oder die deutsche Hauptstadt Berlin als lebensgetreu nachgebaute Modelle aus Millionen von Legosteinen bewundern?
    Ein Ausflug ins Legoland lässt sich natürlich auch hervorragend mit einem Besuch der Region Oberschwaben verbinden. Das echte Schloss Neuschwanstein ist von hier aus gar nicht weit entfernt und auch bis ins Allgäu ist es nur ein Katzensprung. Jetzt müsste man nur noch den passenden Campingplatz finden. Da haben wir auch gleich eine gute Nachricht: Man kann direkt im Legoland campen und auch im näheren Umkreis gibt es einige sehr schöne Plätze. Schauen wir uns das einmal genau an!

    Camping im Legoland Deutschland: Übernachten im Feriendorf!

    Wer direkt im Legoland übernachten will, besucht am besten das direkt angrenzende Legoland Feriendorf. Knapp 10 Minuten vom Eingang zum Freizeitpark entfernt erwarten den Besucher hier großzügige Stellplätze für Wohnmobile, Entsorgungsstationen für Abwasser und Frischwasser, eine Küche zum Spülen und zwei moderne Sanitärhäuser. Für Kinder gibt es mehrere große Spielplätze, einen Hochseilgarten und Piratengolf. Steakhouse, Restaurant und die Piraten-Taverne im Lego-Design runden das Angebot ab.
    Wer es gerne etwas luxuriöser möchte: In dem Feriendorf werden auch vollausgestattete Campingfässer mit Heizung und eigener Terrasse für bis zu vier Personen vermietet. Perfekt für den, der Camping-Feeling sucht, aber nicht unbedingt mit dem eigenen Wohnmobil anreisen möchte. Bei der Buchung der Stellplätze und Campingfässer besteht die Möglichkeit, die Tickets für das Legoland gleich mitzubuchen, was etwas preiswerter ist. Außerdem muss man dann nicht am Eingang Schlange stehen.

    Der Campingplatz im LEGOLAND® Feriendorf bietet folgende Ausstattung:

    • Stellplätze mit ca. 75 m²
    • Alle Stellplätze mit Stromanschluss
    • Zwei moderne Sanitärhäuser mit Dusche / WC
    • Zwei Spülküchen, Waschmaschine und Trockner
    • Entsorgungsstation für Abwasser, Frischwasser auffüllen

    Online buchen und von folgenden Vorteilen profitieren:

    • 20% Ersparnis zu den Preisen vor Ort
    • Bei Übernachtungspaketen mit Tickets, erhaltet ihr eure Eintrittskarten bequem vorab und vermeidet somit die Warteschlangen an den Kassen vor Ort

    Highlights des Legoland Feriendorf:

    • Nur ca. 10 Minuten Fußweg bis zu den Attraktionen
    • Hochseilgarten, Bowlingbahnen und Spielplätze für Kinder
    • Mehrere Restaurants am Platz

    Die besten Campingplätze rund um das Legoland Deutschland Resort

    Neben dem Campingplatz gibt es auf dem Gelände auch noch ein paar Hotels im Piraten- oder Ritter-Look. Für Camper dürfte das eher uninteressant sein, aber ganz in der Nähe befinden sich auch einige empfehlenswerte Campingplätze, die wir hier noch kurz vorstellen möchten. Diese Plätze bieten sich vor allem dann an, wenn du nicht nur das Legoland besuchen, sondern anschließend auch noch ein bisschen die Region erkunden willst.

    Waldcamping Stubenweiher
    Waldcamping Stubenweiher ist der nächstgelegene Platz zu Legoland und gerade einmal 2,5 Kilometer entfernt. Überraschenderweise geht es hier trotz der Nähe zu dem beliebten Freizeitpark erstaunlich ruhig und beschaulich zu. Der toll an einem idyllischen Natursee gelegene Campingplatz ist der perfekte Ort, um nach den vielen Attraktionen die Seele baumeln zu lassen, sich am Wasser zu entspannen und die wunderbare Natur zu genießen.
    Mehr Infos zum Platz

    Camping Schwarzfelder Hof  
    Camping auf einem echten bayrischen Bauernhof bietet der Campingplatz Schwarzfelder Hof. Etwa 10 km westlich vom Legoland liegt der Platz direkt an einem schönen Badesee, der zum Angeln, Schwimmen und Bootfahren einlädt. Kinder können Ponyreiten oder beim täglichen Füttern der Kühe und Ziegen mithelfen. Neben den Stellplätzen werden auch gemütliche Schaffässer und Ferienwohnungen vermietet. Einen besseren Ort für einen Familienurlaub können wir uns nur schwer vorstellen!
    Mehr Infos zum Platz

    See Camping Günztal
    Mitten in einem wunderschönen Naherholungsgebiet befindet sich mit dem idyllischen See Camping Günztal der ideale Rückzugsort für Naturliebhaber und Ruhesuchende.  Der Platz liegt direkt am „Oberrieder Weiher“ einem der schönsten und größten Seen in Bayrisch-Schwaben und eignet sich gerade im Sommer perfekt dazu, ein paar entspannte Tage am See zu verbringen. Für Gäste ohne Campingfahrzeug werden außerdem gemütliche Trekking-Hütten vermietet. Ein toller Platz, der nicht umsonst viele gute Bewertungen bei PiNCAMP erhält.
    Mehr Infos zum Platz

    Unser Fazit zum Camping im Legoland Deutschland

    Als Reiseziel für Familien mit Kindern dürfte das Legoland ohnehin schon bei vielen Campern ganz oben auf der Wunschliste stehen. Dass es gleich auch noch einen Campingplatz gibt, macht das Ganze natürlich nur noch schmackhafter. Aber auch wer nicht direkt im Legoland übernachten will, findet im näheren Umkreis einige wirklich schöne Campingplätze. Für einen Kurztrip mit ein paar Tagen Camping können wir das Legoland Deutschland Resort uneingeschränkt empfehlen!

    Weitere Infos zum Legoland in Günzburg: www.legoland.de

    Text: Selim Baykara, Pincamp, Titelbild: c/o Legoland Deutschland

    Wir bedanken uns herzlich bei Selim Baykara und Pincamp für die freundliche Unterstützung. Auf www.pincamp.de finden Sie den richtigen Campingplatz für Ihren Urlaub und können ihn auch gleich buchen.

    Erlebniswelt

    Städtereise

    Aachener Dom
    Foto: c/o Volker Ammann

    Aachen – die Stadt Karls des Großen

    Stadtplan der Aachener Innenstadt
    Foto: c/o Aachen Tourismus
    Elisengarten mit archäologischer Vitrine
    Foto: c/o Volker Ammann
    Elisenbrunnen
    Foto: c/o Volker Ammann
    Mariensäule am Dom
    Foto: c/o Volker Ammann
    Das Eingangsportal des Aachener Doms
    Foto: c/o Volker Ammann
    "Fischpüddelchen" am Fischmarkt
    Foto: c/o Volker Ammann
    Ein Blick in die Schmiedestraße vom Fischmarkt aus
    Foto: c/o Volker Ammann
    Karls Kräutergarten auf der Rückseite des Rathaus
    Foto: c/o Volker Ammann
    Aachener Rathaus mit der Statue von Karl der Große auf dem "Markt"
    Foto: c/o Volker Ammann
    Café Kittel: Graffiti von Klaus Paier, das für einigen Gesprächsstoff in Aachen sorgte
    Foto: c/o Volker Ammann
    "Türelüre-Lißje"-Brunnen
    Foto: c/o Volker Ammann
    Institut für Werkstoffkunde der RWTH Aachen mit "Titan"-Fassade
    Foto: c/o Volker Ammann
    Fassade der Kirche St. Michael, die sich in der Mensa vom St. Leonhard Gymnasium spiegelt
    Foto: c/o Volker Ammann
    Aachener Standesamt mit der Farbleiter von Peter Lacroix
    Foto: c/o Aachen Tourismus, Andreas Hermann
    "Hof" mit Portikus
    Foto: c/o Volker Ammann
    Hier gibt's die Original Aachener Printen
    Foto: c/o Volker Ammann
    Puppenbrunnen in der Innenstadt
    Foto: c/o Volker Ammann
    Klenken-Denkmal
    Foto: c/o Aachen Tourismus, Andreas Hermann

    Bereits die Kelten und die Römer wussten die Vorzüge des Aachener Wassers zu schätzen. Karl der Große badete hier und selbst Casanova war da. Die Vielzahl gekrönter Häupter brachte Aachen den Titel „Bad der Könige“ ein. Diese Tradition setzt sich bis heute fort.

    In Bad Aachen, so könnte sich Aachen aufgrund der Anerkennung als Kur- und Bäderstadt auch nennen, erleben Gäste eine Symbiose aus Tradition und Moderne in einer pulsierenden Kur- und Badestadt. Die Stadt der deutschen Kaiser, reizvoll im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande gelegen, ist nicht nur wegen ihrer günstigen geografischen Lage ein beliebtes Reiseziel, sondern auch wegen ihrer langen Geschichte, ihres Kunstreichtums und ihrer eleganten Geschäfte.
    Aachen statt Bad Aachen, so nennt sich die Kurstadt in voller Absicht, denn ohne den Zusatz „Bad“ steht Aachen in allen Verzeichnissen immer an erster Stelle. Um diesen Vorteil nicht zu verlieren, verzichtet die Kurstadt freiwillig auf den Titel Bad. Auch im offiziellen Logo der Stadt.
    Seit Jahrhunderten ist Aachen für heiße Thermalquellen bekannt. Die Quellen im Stadtteil Burtscheid gehören mit bis zu 74 °C zu den heißesten Quellen Mitteleuropas, ihr Wasser stammt aus 3.000 Metern Tiefe. Das stark schwefelhaltige Wasser lindert rheumatische Beschwerden und die vieler anderer Krankheiten. Die therapeutische Wirkung erklärt sich durch die sehr hohe Konzentration an Mineralien: Kochsalz, Hydrogencarbonat, Sulfat, Kalium und Calcium. Sie entsteht durch die lange Verweildauer im Untergrund und die hohen Temperaturen.
    Und noch eine Besonderheit haben die heißen Thermalquellen in Burtscheidt: Sie riechen nicht nach faulen Eiern. Bei anderen Thermalquellen sorgen die aufsteigenden Bläschen im Wasser mit kleineren Mengen an Schwefelwasserstoff und Sulfiden für diesen Geruch. Da die Quellen in Burtscheid heißer sind als die Quellen der Aachener Innenstadt, kann sich der Schwefelwasserstoff nicht bilden.
    Die Stadt ist untrennbar mit Kaiser Karl dem Großen verbunden. Der von ihm begründete Aachener Dom gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Heute besitzt Aachen dank der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) internationales Renommee als Forschungsstadt. Rund 45.000 Studenten sind an den verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen eingeschrieben. Berühmt ist die Stadt außerdem für ihre Universität und das größte Reitturnier der Welt.

    Stadtrundgang
    Wir beginnen unseren Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt am Elisenbrunnen. Dort befindet sich auch die Tourismusinformation der Stadt. Während unseres Rundgangs werden wir von 140 Nägel geführt, die in den Boden eingelassen sind. Die Nägel, deren Oberfläche das Karlsmonogramm zeigen, markieren den rund 2 Kilometer langen Rundweg, der entlang der Sehenswürdigkeiten der Kaiserstadt führt. Stoßen wir auf drei solcher Nägel, stehen wir an einer der Sehenswürdigkeiten.
    Zu Beginn laufen wir durch den Elisengarten, einer Oase der Ruhe mitten in der Stadt, Richtung Dom. Die Anlage ist eine der ganz wenigen Grünanlagen in Aachen. Der Elisengarten, so wie wir bei unserem Rundgang erleben, wurde 2009 neu angelegt. Dabei stießen die Archäologen auf einige bedeutende Funde. In der Edelstahlkonstruktion, der archäologische Vitrine, sieht man einen Teil von Aachens Frühgeschichte. Die ältesten Funde stammen aus dem mittleren Neolithikum ca. 4700 – 4550 v. Chr.
    Auf dem Weg zum Münsterplatz kommen wir am Brunnen „Kreislauf des Geldes“, einem der vielen Brunnen in Aachen, vorbei. Hier werfen Besucher, wie in den weltberühmten Trevi-Brunnen in Rom, Münzen hinein und hoffen auf persönliches Glück. Der Brunnen wurde von Karl Henning Seemann gestaltet und scheint wie für den Stifter, die Sparkasse Aachen, gemacht. Auch der Wasserlauf symbolisiert das Thema: Das Wasser wird in den Brunnen gepumpt und verschwindet in einem Strudel in der Mitte. Die Einheimischen sagen, der Strudel ist das Symbol fürs Finanzamt. Auch die Brunnenfiguren haben einen Verbindung zum Thema Geld: Die Dame symbolisiert den Geiz, hat alles, was sie benutzt in einem Geldsack untern Arm und hält ihn gut fest. Sie gibt vorsichtig eine Münze an einen Mann weiter, dessen Hand wie ein Kralle geformt ist. Er gilt als habgierig. Der kräftige Mann wirft dem Bettler eine Münze zu. Dieser beugt sich zu weit vor und fällt beinahe ins Wasser. Daneben zählt ein Vater seinem Kind das Taschengeld in die Hand.

    Am Münsterplatz angekommen, sehen wir auf der rechten Seite einen mächtigen und dekorativen Bau. Früher stand hier das Armenspital der Schwestern zur Heiligen Elisabeth. Die Elisabethinnen betrieben darin ein Gasthaus für Pilger und ein Pflegeheim für kranke, alte Männer. Heute hat die Sparkasse hier ihre Hauptstelle. Der neogotische Vinzenzbrunnen von Friedrich Ark, auch Mariensäule genannt, erinnert seit 1848 an diese soziale Einrichtung.  Die Säule ist mit einer Vinzenz- und Marienfigur sowie mit Figuren des Heiligen Foillan und des Heiligen Michael verziert.
    Der Aachener Dom, UNESCO-Weltkulturerbe, überragt nicht nur den Münsterplatz. Er ist das Gebäude der Stadt. Wir laufen links um den Dom herum und kommen am Eingangsportal an. Die beiden schweren Bronzetüren sind um 800 jeweils in einem Stück in Aachen gegossen worden und sind ein handwerkliches Meisterwerk. Das Portal wird seit dem 14. Jahrhundert als „Wolfstüre“ bezeichnet. Mit ihr ist eine „Dombau-Sage“ verbunden, die den Riss im Löwenkopf auf der rechten Türseite erklärt und heute noch spürbar ist. Der Dom wurde 1978 als erstes deutsches Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen und ist eines der berühmtesten Denkmäler abendländischer Baukunst. 32 deutsche Könige wurden zwischen 936 und 1531 in dem Dom gekrönt. Seit 1930 der Dom Kathedralkirche des Bistums Aachen.
    Der Zentralbau ist das Oktogon aus der Zeit Karls des Großen. Der achteckige Rundbau mit seiner fast 32 Meter hohen Kuppel in Form eines Klostergewölbes wurde nie zerstört. Umrandet wird das Oktagon von zwei übereinander liegenden Rundgängen, des Außenmauern ein Sechzehneck bilden. Mit der gotischen Chorhalle, auch das „Glashaus von Aachen“ genannt, wurde der Zentralbau 1414 nach 60-jähriger Bauzeit deutlich nach Osten hin erweitert. Die Kapellen aus verschiedenen Jahrhunderten, schmiegen sich wie ein Kranz um den karolingischen Bau. Heute wird das äußere Erscheinungsbild des Doms durch den Westturm aus dem 19. Jahrhundert ergänzt. Neben dem Eingangsportal steht ein bronzenes Dommodell des Künstlers Walter Hutz. Das Modell hilft blinden und sehbehinderten Menschenden Aachener Dom im Wahrsten Sinn des Wortes zu begreifen. In der Eingangshalle werden wir von Bronzefiguren „Wölfin“ und „Pinienzapfen“ empfangen. Von hier gelangt man in den Zentralbau mit dem beeindruckenden Oktogon. Rund um sind die beiden übereinander liegenden Gänge zu sehen. Auf dem oberen Rundgang steht der berühmte Thron Karls des Großen, der nur bei Domführungen besichtigt werden kann. Im Oktogon ist rechts an einem Pfeiler die Gewandmadonna zu sehen, die auch „Unsere liebe Frau von Aachen“ genannt wird. Sie gilt als reichste Frau der Stadt, denn sie soll über 38 kostbare Kleider und unendlich viel Schmuck besitzen.
    Im Marienschrein befinden sich die Aachener Heiligtümer: das Kleid Mariens, die Windeln und das Lendentuch Jesu sowie das Enthauptungstuch Johannes des Täufers. Die Reliquien werden nur alle sieben Jahre zur Heiligtumsfahrt gezeigt. Erwähnenswert ist auch der „Goldene Ambo“ aus dem 11. Jahrhundert. Er wurde von Kaiser Heinrich II. gestiftet und hängt seit der Eröffnung der Chorhalle zwischen Oktogon und Chor. Daneben steht der erstaunlich schlichte Hauptaltar, der mit einer „Pala d’Oro“, goldene Relieftafeln aus dem 11. Jahrhundert, geschmückt ist. Bevor wir den Dom verlassen, werfen wir noch einen Blick in die Ungarn- und Nikolauskapelle.

    Am kleinen Münsterplatz steht ein weiterer Aachener Brunnen: der Vogelbrunnen, des Künstlers Bonifatius Stirnberg. Im Volksmund auch „Möschebrunnen“ genannt, was so viel wie Spatzenbrunnen bedeutet. Es ist der einzige Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt. Links sehen wir die an den Dom angebaute Ungarnkapelle, eins der wenigen noch erhaltenen barocken Bauwerke Aachens. Sie wurde im 14. Jahrhundert von König Ludwig dem Großen von Ungarn und Polen für die ungarischen Pilger gestiftet, denn die brachen von hier aus zusammen mit deutsche Pilgern zur Wallfahrt nach Santiago de Compostella auf. 1767 wurde die Kapelle durch den Baumeister Joseph Moretti barock erneuert. Vor ihr steht im Garten die glänzende Statue des Heiligen Stephan, König von Ungarn, die 1993 von Imre Varga geschaffen und anlässlich der Heiligtumsfahrt aus Ungarn mitgebracht wurde.
    Ebenfalls am kleinen Münsterplatz steht das erste Rathaus der Stadt aus dem Jahr 1267, das im sogenannten „Grashaus“ untergebracht war.  Für den Namen gibt es zwei Erklärungen. Die eine besagt, dass in der Gründerzeit sich hier der Anger (Wiese) einer fränkischen Siedlung befunden hat und bis ins Mittelalter als Schützenwiese genutzt wurde. Die zweite Erklärung könnte „gras“ von „grazen“ bedeuten, was so viel wie „jammern“ heißt. Die Bezeichnung ist auf den Kerker zurückzuführen, der im späten Mittelalter im Grashaus eingerichtet wurde. Heute, als Station „Europa“ der Route Charlemagne, werden hier junge Menschen an das anspruchsvolle Thema Europäische Union herangeführt.

    Ein Stück weiter kommen wir zum Fischmarkt, wo Spitzgässchen, Schmied- und Annastraße, Rennbahn, Johannes-Paul-II.-Straße sowie der Domhof zusammenstoßen. Hier steht das „Fischpüddelchen“. Die Brunnenfigur wurde 1911 von Hugo Lederer geschaffen und ist das Symbol für den früher hier abgehaltenen Fischmarkt. Wer genau hinschaut, kann an der Johannes- oder Taufkapelle noch Spuren entdecken, die vom Messerschärfen der Fischhändler stammen. Das Fischpüddelchen erinnert stark an das berühmte „Männeken Pis“ in Brüssel, ist aber um einiges größer und hat zwei Fische in den Händen. In der Taufkapelle wurden bis Anfang des 19. Jahrhunderts alle Aachener Kinder getauft. Die Einheimischen behaupten noch heute, dass nur der ein echter „Öcher“ (Aachener) sei, der mit dem Wasser aus dem Flüsschen Pau, das über den Fischmarkt lief, getauft wurde.

    An der Domschatzkammer vorbei kommen wir zum Katschhof. Der Aachener Domschatz gilt als der bedeutendste Kirchenschatz nördlich der Alpen. Die ausgestellten Exponate werden in außergewöhnlicher, moderner Weise präsentiert. Wer Zeit und Muße hat, sich die Schätze genauer anzusehen, sollte sich eine Führung gönnen, um diese beeindruckenden Werke zu sehen.
    Auf unserem weiteren Weg zum Katschhof, kommen wir am Centre Charlemagne vorbei, dem neuen Stadtmuseum der Stadt Aachen. Der interaktive Charakter des Museums sorgt dafür, dass an 30 modernen Medienstationen die Stadtgeschichte lebendig wird. Neben einer Dauerausstellung bereichern interessante Wechselausstellungen das Angebot im Centre Charlemagne. Der Katschhof liegt zwischen Dom und Rathaus und entspricht dem ehemaligen Pfalzhof Kaiser Karls. Der Name ist von „Kax“ abgeleitet, denn „Kaksen“ bedeutet gaffen. Mit „Kax“ wurde der Schandpfahl bezeichnet, der früher auf dem Platz aufgestellt wurde. Auf dem Platz finden heute zahlreiche Veranstaltungen statt. Highlight ist der berühmte Aachener Weihnachtsmarkt, der ebenfalls auf dem Katschhof stattfindet.
    Dem Dom gegenüberliegend, sehen wir die Rückfront des Rathauses. Das mittelalterliche Mauerwerk wurde mit neugotischen Steinbögen versehen, die dem brüchigen Mauerwerk, zusammen mit dem Treppenhaus von 1842, Stabilität verleihen. Auf der kleinen Plattform befindet sich Karls Kräutergarten, der erstmals 1965 anlässlich einer Karlsausstellung nach den Regeln des karolingischen „Capitulare de villis“ angelegt wurde. Diese Verordnung verpflichtete die Verwalter von Königsgütern zum Anbau von Kräutern, Getreide und Reben.

    Das beeindruckende Aachener Rathaus wurde im 14. Jahrhundert von den Bürgern der freien Reichsstadt auf den Grundmauern der karolingischen Königshalle errichtet. Dies wurde notwendig, da die alte Königshalle im Lauf der Jahre baufällig wurde. Und so beschlossen die Aachener auf den Fundamenten, unter Verwendung der Außenmauern, ein neues Rathaus im gotischen Stil zu errichten. Die Maße und die Form der Königshalle blieben dabei erhalten. Die beiden Rathaustürme, der eckige Granusturm links und der Marienturm rechts, tragen modernen Turmhelme, die nach Vorlage einer Zeichnung von Albrecht Dürer entstanden sind.  Im Marienturm wurde 1981 ein Glockenspiel installiert, das viermal täglich, fünf Minuten nach der vollen Stunde ertönt. Die Rathausfassade ist mit plastischen Statuen von 50 deutschen Herrschern, von denen 32 zu Königen gekrönt wurden. Über dem Haupteingang ist eine „Majestas Domini“ dargestellt. Jesus, als Herrscher der Welt, wird rechts von Karl dem Großen und links von Papst Leo III. eingerahmt. Papst Leo krönte Karl den Großen an Weihnachten 800 in Rom zum Kaiser und soll, der Legende nach, am 6. Januar 805 die damalige Pfalzkapelle, die Kirche St. Marien zu Aachen, zum heutigen Dom geweiht haben. Auch im Rathaus lohnt sich ein Besuch der Innenräume, die allerdings anlässlich von Veranstaltungen ganz oder teilweise geschlossen sein können.

    Auf dem Markt, dem Treff- und Mittelpunkt der Aachener Altstadt, steht der Marktbrunnen mit der Statue Karls des Großen. Die Statue wurde 1620 in Dinant, Belgien gegossen und zeigt den Kaiser, den damaligen Gepflogenheiten entsprechend mit Renaissancerüstung, Krone, Zepter und Reichsapfel gekleidet. Allerdings stand Karl der Große früher, entgegen der heutigen Ausrichtung, mit dem Gesicht zum Rathaus. Doch im Zeitalter der Fotografie merkte man, dass der gute Karl den Fotografen aber immer seinen Hintern zeigte. Das kam bei den Touristen auf Dauer nicht so gut an. Daher beschloss der Rat der Stadt, die Figur zu drehen, so dass der Kaiser jetzt sein edles Gesicht auf den Fotos zeigen kann.
    Dem Rathaus gegenüber liegt ein Zeile historischer Bürgerhäuser in verschiedenen Baustilen, die dem Markt einen gemütlichen Charakter verleihen. Die meisten beherbergen heute Gaststätten, die im Sommer ihr Angebot auch im Freien servieren. Erwähnenswert ist das Haus Löwenstein an der Ecke zur Pontstraße. Das Haus wurde
    Am Markt kreuzen sich Geschäftsstraßen und das Hochschulviertel, auch Pontviertel genannt. Wir laufen vom Markt in die Pontsstraße, in der die meisten Kneipen und Restaurants der Stadt zu finden sind. Hier sind Studierende ebenso anzutreffen, wie Besucher der alten Kaiserstadt. Vorbei am Internationalen Zeitungsmuseum, kehren wir bei schönstem Sightseeing-Wetter im Café Kittel ein, einer Studentenkneipe mit schönem Biergarten. Am Eingang zum Innenraum hängt ein Graffiti des leider schon verstorbenen Aachener Künstlers Klaus Paier, der seine Werke auf einigen Wänden der Stadt verewigt hat. Das Motiv im Café Kittel zeigt ein Szene, die für viele Diskussionen und Aufregung in Aachen gesorgt hat: Ein Lehrer küsst seinen Schüler. Nachdem wir uns mit einem Cappuccino und einem leckeren Stück Apfelkuchen gestärkt haben, geht es über einen kleinen Umweg zurück zum Markt.

    Bevor wir wieder am Rathaus ankommen, laufen wir an einem weiteren Brunnen der Stadt, dem „Türelüre-Lißje“, einer Gruppe spielender Kinder, vorbei.  Anschließend kommen wir zum Institut für Werkstoffkunde der RWTH Aachen am Augustinerbach.  Die interessante Fassade wurde von dem Alsdorfer Künstler Professor Ludwig Schaffrath (1924-2011) entworfen und zeigt „Mikroskopaufnahmen an Titan in polarisiertem Licht“. So wird an der Fassade ein Thema auf künstlerische Weise präsentiert, mit dem sich das Institut inhaltlich beschäftigte.

    Zurück am Markt sehen wir nochmals den Granusturm, dem ältesten erhaltenen Bauwerk Aachens, aus dem Jahr 788. Links daneben steht das Aachener Standesamt mit der Farbleiter von Peter Lacroix, einem provozierenden Kunstwerk aus den 70er Jahren. Rechts davon schließt sich das letzte Holzhaus Aachens, der „Postwagen“, an, indem heute die gleichnamige Traditionsgaststätte ihre Gäste bewirtet. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt unseres Rundgangs kommen wir zum Hühnermarkt, wo sich das Couven-Museum befindet. Es ist seit 1958 Ausstellungsort besonders eindrucksvoller Zeugnisse großbürgerlicher Wohnkultur. Im Erdgeschoss finden wir die Adler-Apotheke, in der 1857 erstmals Tafelschokolade hergestellt wurde. Der Apotheker Leonard Monheim zerlegte Kakaobohnen in ihre Bestandteile und verkaufte die Kakaobutter als Haarpomade und das Kakaopulver als Arznei gegen Diarrhö. Als die Kunden feststellten, dass diese Medizin auch noch gut schmeckte, verkaufte Monheim die Schokolade auch an gesunde Menschen. Zwei Jahre nach Entdeckung der positiven Wirkung der süßen Arznei, gründet die Familie Monheim ein Firma für ihr Produkt: Die Firma Trumpf.  Auf dem Hühnermarkt wurde auch einem Hühnerdieb ein originelles Denkmal gesetzt. Der Dieb, der gerade versucht ein gestohlenes Huhn in die vordere Tasche zu stecken, wird vom Hahnenschrei aus der hinteren Tasche verraten.

    Vom Hühnermarkt geht es jetzt in den „Hof“, einem gemütlichen Plätzchen mit vielen Cafés und Kneipen. Die weiße Säulenformation, „Portikus“ genannt, in der kleinen Arena erinnert an die Römerzeit. Der Bogen ist allerdings eine Nachbildung der eigentlichen Funde, die Originale befinden sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Das kleine Amphitheater davor verwandelt sich im Sommer in eine Freilichtbühne, auf der Kleinkünstler ihr Können zeigen. Bevor wir den nächsten Brunnen, den „Puppenbrunnen“ ansteuern, genießen wir die Aachener Spezialität: Die Aachener Printen. Als original Aachener Printen, mit ihrer typischen, länglichen Form, gelten ausschließlich die ab circa 1820 in der Stadt Aachen selbst sowie in den Nachbarorten Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Stolberg und Würselen nach neuer Rezeptur produzierten Printen. Neben Gewürzen wie Piment, Gewürznelken, Koriander und Zimt gehört auch Zuckerrübensirup. Neben den klassischen Gewürzprinten gibt es auch Varianten wie Früchte-, Nuss- und Schokoladenprinten. Wie bei allen Lebkuchenteigen wird als Triebmittel Pottasche verwendet, die erst ab 50 Grad ihre Triebkraft entwickelt. So kann der Teig in kühler Umgebung lang reifen. Der Begriff Printen ist von der EU geschützt. Der Puppenbrunnen von Bonifatius Stirnberg ist einer der beliebtesten Brunnen der Stadt. Seine beweglichen Figuren stellen die Vielfalt des Aachener Lebens dar.

    Kurz vorm Ende unseres Stadtrundgangs am Elisenbrunnen, kommen wir noch am Klenkes-Denkmal des Aachener Künstlers Hubert Löneke vorbei. Der „Klenkes“, der erhobene kleine Finger, ist das Zeichen, an dem sich Aachener weltweit erkennen. Der Gruß ist eine Erinnerung an die einstig in Aachen ansässige Nadelindustrie. Die Nadeln wurde während der Endkontrolle von den Facharbeitern überprüft. Die schlechten, unbrauchbaren Nadeln wurden mit dem kleinen Finger „ausgeklinkt“. Und so erhoben die in der Produktion beschäftigten Kinder den kleinen Finger als Erkennungszeichen zum Gruß, wenn sie sich auf der Straße trafen.

    Nach rund zweistündigem Rundgang haben wir die wesentlichen Sehenswürdigkeiten Aachens entdeckt. Wer noch Zeit und Kondition hat, kann die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Region erkunden. Kunst und Kultur, Radeln, Wandern und Genießen – im vielfältigen Dreiländereck kommen Kulturinteressierte wie auch Aktive auf ihre Kosten.

    Text: Volker Ammann, Quelle: Aachen Tourismus, Titelbild: c/o Volker Ammann

    Übernachten

    Stellplatz Bad Aachen
    Branderhofer Weg 11, 52066 Bad Aachen, Telefon: +49 241-99000 991

    Der Stellplatz Bad Aachen im Stadtteil Burtscheid, Branderhofer Weg 11 ist ideal gelegen. Der Platz liegt nur ca. zwei Kilometer von der Innenstadt (Elisenbrunnen) entfernt, in naturnaher, ruhiger Umgebung. Ideal auch für Hundebesitzer, die mit ihren Fellnasen ausreichend Möglichkeiten zum Gassigehen vorfinden.

    Der Platz bietet:

    • 47 parzellierte Plätze (je 80 bis 100 qm)
    • überwiegend Eco-Pflaster
    • Wasser- und Stromanschluss (CEE blau) für jeden Nutzer
    • Vollautomatische Entsorgungsstation „CamperClean“
    • Abfallstation
    • geheiztes Service- und Sanitärgebäude (Duschen, Waschbecken und Toiletten)
    • ein behindertengerechtes Familienbad
    • Spülmöglichkeiten
    • Waschmaschine und Trockner
    • Infowand und Schaukasten mit touristischen Informationen und Veranstaltungshinweisen
    • morgens Brötchen- und Backwaren-Service mit aktuellen Zeitungen und Zeitschriften
    • kleine Wiese mit Grillkamin und Holzpavillon
    • Kostenloses WiFi

    Mehr Infos unter www.aachen-camping.de

    Erlebniswelt

    Kaufberatung

    Wohnmobil bei Nacht

    Damit’s nachts nicht
    plötzlich dunkel wird

    Licht, Fernsehen, Kühlschrank und Heizung brauchen auch unterwegs Strom. Und der kommt nicht aus der Steckdose, sondern aus einer Batterie. Doch welche ist die Richtige? Die Wahl des richtigen Batterietyps ist nicht leicht, denn Stromspeicher ist nicht gleich Stromspeicher. Jeder der verschiedenen Batterietypen hat seine spezifischen Eigenschaften, woraus sich unterschiedliche Vor- und Nachteile ergeben. Aber worin unterscheiden sich AGM-, Gel- und Lithium-Ionen-Batterien? Und welche ist die passende Variante für mein Wohnmobil?

    Während als Starterbatterie auch eine einfache Nassbatterie ausreicht, finden sich als Versorgungsstation für die Bordelektronik häufig Gel- oder AGM-Batterien in Reisemobilen. Sie sind wartungsfrei, auslaufsicher, erschwinglich und auf zyklische Belastungen ausgelegt. Doch immer häufiger werden die deutlich teureren Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LiFePo4) bevorzugt. Im Vergleich zu einer AGM- oder Gel-Batterie haben LiFePo4 praktische Vorteile – sie ist, zum Beispiel, bei gleicher Nennkapazität spürbar leichter. Außerdem ist die Energieausbeute höher, da sich Lithium-Batterien zu nahezu 100 Prozent nutzen lassen, während bei herkömmlichen Batterien die letzten 40 Prozent der Kapazität nicht abgerufen werden können. Für den Vergleich der unterschiedlichen Batterietypen sollten daher nicht ausschließlich die Amperestunden herangezogen werden. Denn im Gegensatz zur klassischen Bleibatterie ist die Energiedichte einer LiFePo4-Batterie dreimal höher. Auch die Lebensdauer ist länger, bei 70 Prozent Entladung spricht man von 3000 Zyklen. Bei Blei-Säure-Batterien, zu denen AGM und Gel gehören, rechnet man im Vergleich mit nur maximal 500 Zyklen.

    Beim Kauf einer Bordbatterie sollte man darauf zu achten, dass die Auswahl der richtigen Batterie von den spezifischen Anforderungen der Anwendung abhängt. Jeder Batterietyp hat seine Vor- und Nachteile, und die Entscheidung sollte auf Basis der Leistungsanforderungen und des Budgets getroffen werden.

    Die wichtigsten Unterschiede: zwischen AGM (Absorbent Glass Mat), Gel- und Lithium-Ionen-Batterien.

    • Technologie: AGM-Batterien verwenden eine spezielle Glasfaser-Matte, die Elektrolyt absorbiert und zwischen den Platten hält. Gel-Batterien enthalten ein Gel-Elektrolyt, das in Siliziumdioxid umgewandelt wird und somit nicht flüssig ist. Lithium-Ionen-Batterien verwenden eine Lithiumverbindung als Elektrolyt.
    • Entladungsleistung: AGM-Batterien bieten eine hohe Entladungsleistung und eignen sich daher gut für Anwendungen, die eine schnelle Energieabgabe erfordern, wie z.B. Hochleistungsstartvorgänge bei Fahrzeugen. Gel-Batterien bieten eine langsamere Entladungsrate und eignen sich daher besser für zyklische Anwendungen wie Solarstromspeicherung. Lithium-Ionen-Batterien haben ebenfalls eine hohe Entladungsleistung und sind bekannt für ihre hohe Energiedichte und schnelle Ladezeiten.
    • Wartung: AGM- und Gel-Batterien sind im Allgemeinen wartungsfrei, da sie versiegelt sind und kein Nachfüllen von Wasser erfordern. Lithium-Ionen-Batterien erfordern ebenfalls keine regelmäßige Wartung.
    • Lebensdauer: AGM-Batterien haben eine gute Lebensdauer und können je nach Einsatzbedingungen mehrere Jahre halten. Gel-Batterien haben eine längere Lebensdauer als AGM-Batterien und können in einigen Fällen bis zu 10 Jahre halten. Lithium-Ionen-Batterien haben ebenfalls eine gute Lebensdauer und können je nach Hersteller und Qualität mehrere Jahre halten.
    • Gewicht und Größe: AGM- und Gel-Batterien sind in der Regel schwerer und größer als Lithium-Ionen-Batterien. Lithium-Ionen-Batterien haben eine hohe Energiedichte und sind daher leichter und kompakter.
    • Preis: AGM- und Gel-Batterien sind in der Regel günstiger als Lithium-Ionen-Batterien, obwohl die Preise je nach Marke, Kapazität und Qualität variieren können.

    Fazit

    Die optimale Batterie gibt es nicht, jeder Typ hat unter bestimmten Voraussetzungen Vorteile. Der Käufer sollte genau überlegen, unter welchen Bedingungen die Batterie eingesetzt wird. Hängt das Reismobil überwiegend auf Stell- und Campingplätzen am Landstrom, reicht eine Blei-Säure-Batterie aus. In Kombination mit einer Solaranlage auf dem Dach des Fahrzeugs ist eine AGM-Batterie durch ihren geringen Innenwiderstand vorteilhaft. Weniger empfindlich ist eine Gel-Batterie. Eine Lithium-Ionen-Batterie lohnt sich immer dann, wenn hoher Verbrauch anliegt. Durch die längere Lebensdauer lohnt sich auch der Mehrpreis dieses Batterietyps.

    Unser Tipp zur Batteriepflege

    Leistung und Lebensdauer des Stromspeichers sind davon abhängig, wie gut er behandelt wird. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrer Batterie haben, hier die wichtigsten Regeln für den richtigen Umgang mit der Energiequelle.

    • Bleibatterien sollten immer möglichst vollgeladen sein. Wird Strom entnommen, sollte so bald wie möglich nachgeladen werden.
    • Immer ein Ladegerät mit einer auf den Batterietyp abgestimmten Ladekennlinie verwenden.
    • Eine Blei-Säure-Batterie niemals vollständig entladen. 40 Prozent der Kapazität sollten immer unangetastet bleiben.
    • Beim Einwintern von Blei-Säure-Batterien beachten: die Batterie immer vollständig laden und an einem kühlen Ort einlagern – wenn möglich, an ein Ladegerät anschließen.
    • Niemals eine gefrorene Batterie laden. Immer erst bei Zimmertemperatur aufwärmen lassen, da sonst die Zellen beschädigt werden.

    Text: Volker Ammann, Titelbild: c/o AdobeStock, Tomasz Zajda

    Unsere Empfehlung

    LIONTRON LiFePO4 12,8V 80Ah Hochstrom mit BMS
    Hochstromfähiger Lithium LiFePO4 Akku 12,8V 80Ah (~1kWh) mit 1200A Kaltstartleistung (CCA) und vollwertigem integriertem BMS.
    Extrem zyklenfest und optimal für Anwendungen, bei denen kurzzeitig extrem hohe Ströme benötigt werden wie bspw. zur Verwendung mit Bugstrahlrudern.
    Maße (B ) x (H) x (T): 287 x 189 x 190 mm

    Liontron Lithium LiFePO4
    Foto: c/o Werksfoto Liontron

    Exide Equipment Gel ES 900
    Ihre Konstruktion bietet eine hohe Einbauflexibilität. Die eingebaute Gel-Technologie mit einer Calcium-Legierung und einer ventilgesteuerten Lüftung deckt eine Wh-Leistungsspanne von 650 bis 2400 Wh ab und bietet somit eine große Auswahl für modernste und anspruchsvollste Freizeitfahrzeuge. EXIDE Gel Batterien bieten Ihnen die bestmögliche Zyklenfestigkeit: Bei einer Entladetiefe von 50 – 60 % bieten EXIDE Gel Batterien über 1600 Zyklen im Vergleich zu einer AGM Batterie, welche bei 50 – 60 % Entladung über 360 Zyklen liefert.

    Exide Marine & Leisure
    Foto: c/o Werksfoto, Exide

    Banner Running Bull AGM Batterie
    AGM steht für die Verwendung von Glasvliesmatten in der Batteriekonstruktion. Diese effiziente Technologie ist die logische Weiterentwicklung der Blei-Säure-Batterie und ermöglicht ein flexibleres, breiteres Energiemanagement in modernen Fahrzeugen. Das hilft entscheidend mit, den CO2-Ausstoß und Spritverbrauch zu senken. Aufgrund der höheren Leistungsstärke gegenüber herkömmlichen Batterien ist das Haupteinsatzgebiet der Running Bull in KFZ mit hohem Energiebedarf. Hier liefert sie flexible Kraft für Fahrzeuge mit Start-Stopp-System, Oberklasse-PKW, Rettungsfahrzeuge, Taxi, Camping-Fahrzeuge oder nachträglich aufgerüstete Fahrzeuge (Soundsystem, Standheizung, TV-/Telekommunikation).

    Banenr Running Bull AGM
    Foto: c/o Werksfoto Banner

    Ultimatron LiFePo4 Batterie ULS-12V-100Ah mit Heizung
    Ultimatron LiFePO4 Akku mit 12 V und 100 Ah für Boote & Wohnmobile. Ideal für Untersitzmontage bei bereits vorhandener Zweitbatterieinstallation. Mit eingebauter Heizung für Lade-/Entladevorgang unter 0°C.
    Die Ultimatron Batterien zeichnen sich durch eine besonders hohe Anzahl an Lade-/entladezyklen aus. Mikrozyklen sind bei diesen Batterien völlig unproblematisch, was diese besonders für den Einsatz im Wohnmobil, Wohnwagen oder Kastenwagen prädestiniert. Durch das ausgereifte BMS ist eine gleichmäßige Ladung der Zellen gewährleistet. Dieses schützt auch die Batterie bei Kurzschluss und anderen Havariefällen in der Installation.
    Bluetooth 4.0: Die Kommunikationsschnittstelle zu Ihrem Smartphone ist durch den BT 4.0 Standard sehr stromsparend und zuverlässig. Alle Daten werden in Echtzeit angezeigt.

    Ultimatron LiFePO4 Smart Bluetooth BMS
    Foto: c/o Werksfoto Ultimatron
    Erlebniswelt

    Kaufberatung

    Camping beim schönen Wetter

    Egal wo – Hauptsache
    man steht
    gerade

    Hubstützen für Wohnmobil und Wohnwagen

    Wer öfter mit dem Camper unterwegs ist, kennt das Problem: Der Boden unter dem Reisemobil ist nicht immer gleichmäßig und eben. Das gilt nicht nur für Stellplätze in der Natur, sondern auch für normale Campingplätze. Steht das Reisegefährt schief, fällt man sprichwörtlich aus dem Bett. Hubstützen helfen dabei, das Fahrzeug bei unebenem Boden zu stabilisieren. In dem folgenden Artikel erklären wir die Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen und geben Tipps, die beim Kauf von Hubstützen zu beachten sind.

    Was bringen Hubstützen für Wohnmobile?
    Wohnmobile parken oft in überaus eindrucksvollen Landschaften, mitten in der Natur, am Strand, im Sand, im Schotter oder Kies. Eines ist dabei eher selten: ein ebener Untergrund. Und irgendwann hat man die Nase davon voll, dass Flüssigkeiten im Wohnmobil herumschwappen, Stifte in die Ecke rollen und  wenn etwas auf den Boden fällt, dass man unter die Sitzecke kriechen muss. Dann wünscht man sich nur noch eines: eine Möglichkeit, die Unebenheiten des Bodens und die Schieflage auszugleichen und  das Wohnmobil oder den Wohnwagen zu stützen. Natürlich kann man Keile oder sonstige Auffahrhilfen unter die Reifen schieben. Doch das Problem dabei ist einmal, den richtigen Winkel beim Rangieren zu treffen, damit das Wohnmobil oder der Wohnwagen auch wirklich geradesteht. Und wenn das Gelände arg uneben ist, reicht die Unterlage nicht aus, die Unebenheit auszugleichen.

    Eine einfachere Anwendung und mehr Komfort als Keile bieten Hubstützen. Diese Stützensysteme sind im Prinzip zusätzliche Beine, die dafür sorgen, dass das Wohnmobil oder der Wohnwagen wirklich waagerecht gestellt werden kann. Der Vorteil: Sie gleichen die Unebenheiten des Bodens perfekt aus und vermeiden Schwankungen beim Begehen des Innenraums – das Reisegefährt steht fest auf jedem Untergrund.

    Hubstützen für Wohnmobile gibt es in drei verschiedenen Varianten

    • Manuelle Hubstützen
    • Elektrische Hubstützen
    • Hydraulische Hubstützanlagen

    Text: Volker Ammann, Titelbild: c/o AdobeStock, push2hit

    Manuelle Hubstütze oder Kurbelstützen
    Bei der manuellen Variante muss man selbst Hand anlegen, denn die Hubstützen werden mittels einer Kurbel bedient. Die Kurbelstützen sitzen unter dem Heck hinter den Reifen. Während der Fahrt sind diese eingeklappt und stören nicht. Am Ziel angekommen, werden sie aufgekurbelt und schwenken aus der Horizontalen in die Vertikale. Dabei verlängern sie sich dann wie ein Teleskop.
    Für den optimalen Stand braucht es dann noch Muskelkraft, um das Gefährt in eine gleichmäßige, ebene Position zu bringen. Der Fachmann spricht in diesem Zusammenhang von „Nivellieren“. Idealerweise werden auf den Boden unter den Kurbelstützen noch Unterlegplatten aus Holz oder Kunststoff gelegt. Damit wird verhindert, dass diese nicht im weichen Boden versinken, wenn es mal etwas matschiger wird.
    Vorteil: wenig Eigengewicht, Preiswert
    Nachteil:  Müssen von Hand bedient werden, je nach Modell sind die Stützen nicht dafür geeignet, das Wohnmobil oder den Wohnwagen anzuheben bzw. auszurichten.

    Hubstütze
    Foto: c/o AdobeStock, Tomasz Zajda

    Elektrische Hubstützen
    Bedeutend einfacher funktioniert das Nivellieren mit den elektrischen Hubstützen. Diese lassen sich mit wenig Aufwand nachrüsten. Zwei bis vier Stützen werden dabei an dem Chassis montiert und an den Bordstrom angeschlossen. Durch diese Energiequelle ergibt sich auch die Einschränkung beim Gewicht bis zu fünf Tonnen: Die Stromaufnahme steigt, je mehr Gewicht die Stützen aufnehmen müssen.
    Vorteil: einfach zu bedienen
    Nachteil: Stützen benötigen Strom vom Reisemobil, wesentlich teurer als manuelle Stützen

    Elektro Zubehör
    Foto: c/o Linnepe Autolift

    Hydraulische Hubstützen
    Hydraulische Hubstützen agieren vollautomatisch. Sie werden mittels einer Pumpe mit Hydraulikflüssigkeit versorgt und können per Fernbedienung bequem gesteuert werden. Die Hubstützen fahren automatisch aus und nivellieren das Reisemobil auf Knopfdruck perfekt aus. Je nach System werden die Hubstützen einzeln oder paarweise bewegt und stemmen Reisemobile mit bis zu acht Tonnen Gewicht.
    Vorteil: höchster Komfort, perfekte Ausrichtung des Fahrzeugs
    Nachteil: hohes Eigengewicht, je nach Modell und Tragkraft hoher Preis

    Linnepe Hydraulische Hubstützen
    Foto. c/o Linnepe GmbH
    Hubstütze bei einem Wohnmobil
    Foto. c/o Linnepe GmbH
    Handy steuern
    Foto. c/o Linnepe GmbH
    Frontansicht Hubstütze
    Foto. c/o Linnepe GmbH
    Waagerechte-Ansicht Hubstütze
    Foto. c/o Linnepe GmbH

    Unsere Empfehlung:

    Linnepe – QuickLift Hydraulik

    Einfach und komfortabel funktioniert das waagerechte Ausrichten des Fahrzeugs mit dem hydraulischen Hubstützensystem QuickLift Hydraulik von Linnepe. Das System besteht aus vier Hubstützen, zentralem Hydraulikaggregat, Hydraulikleitungen und einer elektronischen Steuerung. Mit einem Fingertipp auf das Bedienpanel im Fahrzeug, oder per Fernbedienungs-App auf dem Smartphone, fährt das System selbstständig die vier Stützen aus. Durch die Hubkraft der vier Stützen lässt sich das Wohn­mobil in kurzer Zeit in der Längs- und Querachse waagerecht ausrichten. Das geht manuell oder mit dem in der Steuerung integrierten Neigungssensor natürlich auch vollautomatisch. Mithilfe der Hydraulik können, je nach Ausführung, bis zu 4.200 kg pro Stütze bewegt werden. Das ist ausreichend, um ein 8-Tonnen-Wohnmobil in die Waagerechte zu bringen.
    Die Ausrichtung des Wohnmobils erfolgt aufbauschonend. Zuerst werden alle Stützen bis zum Bodenkontakt ausgefahren. Dann werden immer nur Stützen­paare bewegt, bis das Fahrzeug die Endposition erreicht hat. Die Stützen schwenken nicht aus, sie fahren nur vertikal. Im Außenbereich gibt es weder Kontakte noch andere elektronische Bauteile, die durch Wasser oder Korrosion gefährdet wären. Ein Highlight des Linnepe QuickLift Hydraulik Hubstützensystems ist die elektronische Steuerung. Ein Sensor registriert während des Nivelliervorgangs jede Bewegung des Fahrzeugs. Dadurch ist eine minimale Nivellierhöhe möglich. Das Wohnmobil steht mit Hilfe der hydraulischen Hubstützen innerhalb kürzester Zeit perfekt in der Waagerechten.

    Für den Aktionszeitraum bis zum 30.06.2023 gibt es die Hubstützenanlage Linnepe QuickLift Hydraulik bei uns zum günstigen Festpreis von 6.350 € inklusive Einbau in Wohnmobile auf Basis Fiat Ducato (baugleiche mit Eurochassis) ab Bj. 06/2006, MB Sprinter, Ford Transit ab Bj. 05/2014, MAN TGE/VW Crafter und Iveco Daily.

    Beim Kauf von Hubstützen muss man unbedingt auf die maximale Belastung des Reisefahrzeugs achten. Damit das das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht überschritten wird, sollte man vor der Anschaffung unbedingt darauf achten, denn die Stützen erhöhen durch ihr Eigengewicht das Gesamtgewicht des Reisemobils.

    Die gezeigten Artikel erhalten Sie in unserem Verkaufsraum in Saarbrücken oder im Internet unter www.wohnwagen-vogt.de.

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