ADAC warnt: Die Masche der „gelben Engel“-Plagiate

ADAC warnt: Die Masche der „gelben Engel“-Plagiate

31. März 2026 / Erlebniswelt, März 2026
Falscher Pannenhelfer. Foto:©ADAC SE
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Falscher Pannenhelfer. Foto:©ADAC SE
Falscher Pannenhelfer. Foto:©ADAC SE

ADAC warnt: Die Masche der „gelben Engel“-Plagiate – so schützen Sie sich im Urlaub

Der Albtraum beginnt meist auf einer einsamen Landstraße oder einem Autobahnparkplatz im Ausland: Der Motor stottert, Rauch steigt auf, das Auto bleibt stehen. Mitten in der Stresssituation taucht wie aus dem Nichts die Rettung auf – ein gelber Abschleppwagen, das Logo wirkt vertraut, der Fahrer trägt eine Warnweste. Doch Vorsicht! Was wie glückliche Fügung aussieht, ist oft eine eiskalte Abzocke. Der ADAC warnt eindringlich vor falschen Pannenhelfern, die besonders in Südosteuropa und auf Transitstrecken Jagd auf Urlauber machen.

Die Masche: Professionell getäuscht

Die Betrüger gehen erschreckend raffiniert vor. Sie nutzen Fahrzeuge, die in Farbe und Gestaltung den echten ADAC-Pannenhelfern oder deren Partnerclubs täuschend ähnlich sehen.

Der „Zufalls“-Faktor: Die Täter patrouillieren auf bekannten Urlaubsrouten oder manipulieren Fahrzeuge sogar vorab auf Raststätten (z. B. durch abgezogene Stecker), um kurz darauf als „Retter“ zu erscheinen.

Die Überrumpelung: Bevor man selbst zum Telefon greifen kann, steht der Fake-Helfer bereits da. Mit falschen Versprechen und technischem Kauderwelsch wird das Auto schnell an den Haken genommen.

Die Kostenfalle: In der Werkstatt folgt das böse Erwachen. Es werden horrende Summen für vermeintliche Reparaturen oder Abschleppgebühren verlangt – oft im vierstelligen Bereich und nur gegen Barzahlung.

Wichtig zu wissen: Der echte ADAC oder seine offiziellen Partner kommen im Ausland niemals unaufgefordert auf Sie zu. Sie müssen immer erst über die Notrufzentrale angefordert werden.

Wichtig: Der ADAC betreibt keine Straßenwachtflotte im Ausland.

Woran erkenne ich die Betrüger?
Die Fälschungen sind oft erst auf den zweiten Blick zu enttarnen.

Grafik: ©Gemini Generated Image

Fahrzeug sicher parken

Wer mit seinem Auto oder Campingfahrzeug in diesen Ländern unterwegs ist, sollte auf sicheres Parken achten. Überwachte Parkplätze und Garagen sind eine sehr gute Wahl. Auf öffentlichen Parkplätzen oder an der Straße nehmen die Betrüger oftmals Manipulationen am Fahrzeug vor, um im Anschluss als vermeintliche Helfer zur Seite stehen zu können.
Es wird sogar von sehr dreisten Methoden berichtet, bei dem ein Störsender genutzt wird, um Mobilfunkverbindungen zu unterbrechen, damit Betroffene nicht Kontakt mit dem ADAC aufnehmen können.

Richtiges Verhalten im Ernstfall

  • Wenn Ihr Auto liegen bleibt, bewahren Sie Ruhe – auch wenn es schwerfällt. Folgen Sie diesen Schritten, um nicht in die Falle zu tappen:
  • Sichern Sie die Unfallstelle (Warnweste, Warndreieck).
  • Rufen Sie selbst die ADAC-Auslandsnotrufstation an (über die App oder unter +49 89 22 22 22).
  • Ignorieren Sie „spontane“ Helfer. Sagen Sie höflich, aber bestimmt, dass Sie bereits Hilfe angefordert haben und auf das spezifische Kennzeichen des angekündigten Wagens warten.
  • Händigen Sie niemals Ihre Mitgliedskarte aus, bevor Sie sicher sind, wer vor Ihnen steht.

Fazit: Skepsis ist der beste Schutz

Ein bisschen gesundes Misstrauen kann Ihnen den Urlaub retten. Ein echter Pannenhelfer wird immer Verständnis dafür haben, wenn Sie nach seiner Legitimation fragen oder die Ankunft durch einen Rückruf bei der Zentrale verifizieren möchten.

Länder mit falschen Pannenhelfern

Die falschen Pannenhelfer wurden vor allem aus Ländern in Ost- und Südosteuropa gemeldet:
Ungarn, Serbien, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Litauen, Polen

Text: VAM, Titelfoto:©ADAC SE

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