Mit der Fellnase im Wohnmobil unterwegs!

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Mit der Fellnase im Wohnmobil unterwegs!

 

Er würde so gerne selbst fahren, hat aber keiene Führerschein, Foto: Volker Ammann
Jetzt kanns losgehen, Foto: AdobeStock, Javi Brosch
Damit sich die Fellnase unterwegs zuhaus fühlen kann: Bettchen mitnehmen, Foto: Volker Ammann
Schon auf der Fahrt ausreichend Futter undn Wasser bereithalten, Foto: Pixabay, Composing: Volker Ammann
Die Checkliste gibts hier zum Download.

Für viele Camper gehört der vierbeinige Freund einfach mit zur Familie. Da ist es selbstverständlich, dass er auch mitkommt, wenn es mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen auf Tour geht. Für die meisten Hunde ist so ein Ausflug eine willkommene Abwechslung. Auch Herrchen und Frauchen freuen sich auf einen entspannten Urlaub, haben aber im Vorfeld nicht nur zu bedenken, was es alles einzupacken gilt. Auch der Transport aller menschlichen und tierischen Familienmitglieder benötigt ein wenig Aufmerksamkeit.

Bedenken Sie, dass ihr Hund genügend Platz benötigt, um sich bewegen zu können und um sich ungestört hinzulegen. Dies ist auch für Sie wichtig, denn nichts ist lästiger, als ständig über den Hund steigen zu müssen weil zu wenig Durchgangsfreiheit vorhanden ist.

Wie sichere ich meinen Hund während der Fahrt?

Es ist äußerst wichtig, dass ihr Vierbeiner während der Fahrt nicht frei im Fahrzeug herumlaufen kann. Er muss unbedingt gesichert werden. Nicht nur, weil der Gesetzgeber dies so vorschreibt und es bei Nichtbefolgung empfindliche Strafen gibt, sondern, um den Hund und alle Fahrzeuginsassen zu schützen. Bei einer harten Bremsung oder gar einem Aufprall würde Ihr Hund rasch zu einem gefährlichen Geschoss werden und sich und andere Insassen schwer verletzen.

Der Hund reist am sichersten in einer Hundebox, die man an geeigneter Stelle im Wohnmobil platzieren und, damit sie während der Fahrt nicht verrutscht, mit Spanngurten fixieren kann. Diese Möglichkeit ist jedoch eher für kleinere Hunde geeignet, da die Boxen je nach Größe zu sperrig sind und viel Platz wegnehmen. Transportieren Sie ihren Hund jedoch niemals in der Heckgarage, da ist es viel zu dunkel. Außerdem ist der Vierbeiner alleine, denn man hat während der Fahrt keinen Kontakt zu ihm und weiß daher nicht, wie es ihm geht. Eine andere Möglichkeit ist, das Hunde-Brustgeschirr mit dazugehörigem Sicherheitsgurt, bekommt man in jeden Fachhandel für Tiere, den man einfach in die Gurtaufnahme steckt. Hierbei aber bitte darauf achten, dass der Gurt nicht zu lang eingestellt wird. Das Brustgeschirr sollte mit möglichst breiten Trägern ausgestattet sein, damit es für die Fellnase bequem ist.

Was sollte vor Beginn der Reise abgeklärt werden?

Nicht auf jedem Campingplatz sind Hunde gerne gesehen. Informieren Sie sich daher, ob Sie Ihren Hund mitnehmen dürfen und welche Kosten auf Sie zukommen. Generell gilt auf Campingplätzen Leinenpflicht, die man befolgen sollte. So werden unnötige Diskussionen mit Campern vermieden, die sich gestört oder gar bedroht fühlt.

Bei Reisen außerhalb von Deutschland ist es wichtig, dass Sie die Impfvorschriften der jeweiligen Länder einhalten, bitte frühzeitig daran denken, denn die Tollwut-Erstimpfung darf nicht älter als 3 Wochen sein. Auch ist teilweise das Mitführen eines Maulkorbs Vorschrift. Je nach Rasse des Hundes herrschen verschärfte Vorschriften oder sogar komplettes Einreiseverbot. Wer gegen die Vorschriften verstößt, riskiert, dass der Hund von den dortigen Behörden beschlagnahmt und eingeschläfert wird. Eventuell benötigen Sie noch zusätzliche Dokumente wie Rassenachweis und Führungszeugnis. Bitte informieren Sie sich wirklich gründlich.

Krankheiten und Gefahren in anderen Ländern.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt bevor Sie die Reise antreten. Es ist nicht nur wichtig, dass Ihr Hund ausreichend geimpft ist, es gilt auch, gegen diverse Krankheiten vorzubeugen, speziell in südlichen Ländern. Sehr wichtig ist daher ein ausreichender Schutz gegen Zecken und Flöhe. Wenn Sie beim Tierarzt sind, können Sie den Arzt auch noch über eine Reiseapotheke für den Hund befragen. Sollte Ihre Fellnase das Autofahren nicht gut vertragen, dann benötigen Sie für die Reise im Wohnmobil sicher auch noch ein Medikament gegen Reiseübelkeit.

Was braucht der Hund auf der Reise im Wohnmobil und am Urlaubsort?

Nehmen Sie möglichst die Sachen mit, die Ihr Vierbeiner von seiner gewohnten Umgebung her kennt, es hilft ihm, sich im Wohnmobil zuhause zu fühlen. Am besten packt man sein normales Körbchen oder seine Lieblingsdecke und natürlich das lieb gewonnene Spielzeug ein. Damit keine Unverträglichkeiten durch Futterumstellung auftreten, ist es ratsam, das gewohnte Futter in ausreichender Menge von Zuhause mitzunehmen.

Endlich unterwegs

Je nachdem, wie gerne ihr Hund Auto fährt wird die Reise im Wohnmobil für Ihren Vierbeiner mehr oder weniger stressig sein. Achten Sie also bitte darauf, dass Sie in nicht zu langen Abständen Pausen einlegen. Ihr Hund benötigt Wasser und muss die Möglichkeit haben, sich zu erleichtern und sich zu bewegen. Eine Pause tut auch allen Zweibeinern gut. Da freut sich der schmerzende Rücken und die Beine können wieder mal bewegt werden. Lassen Sie Ihren Hund niemals auf Raststätten von der Leine. Er ist gestresst und so manch einer hat sich schon aus irgendeinem Grund erschreckt und dann in völlig unbekannter Umgebung das Weite gesucht. Denken Sie darüber nach, ob Sie sich vor der Reise noch bei TASSO registrieren lassen möchten, dies erhöht die Möglichkeit Ihren Hund wieder zu finden, falls der schlimmste Fall der Fälle doch einmal eintreten sollte. Seien Sie auch besonders vorsichtig, denn auf Raststätten soll häufig Rattengift gestreut werden.

Damit sich Ihr Hund im Wohnmobil wohl fühlen kann, ist es am besten, wenn er selber entscheiden kann, wo er liegen möchte. Im Sommer sollte das Wohnmobil permanent durchlüftet sein. Durch geöffnete und abgedunkelte Seitenscheiben und Dachluken sowie durch Abdunkeln der Fahrerkabine, kann man ein erträgliches Klima im Wohnmobil beibehalten. Sollte aber Ihr Hund mal allein im Wohnmobil zurückbleiben müssen, sollten Sie sich schon hundertprozentig sicher sein, dass es darin nicht zu warm wird. Also möglichst immer im Schatten parken. Der Hund soll ja nicht leiden oder gar einen Hitzschlag erleiden.

Selbstverständlich kann man nur einen Hund im Wohnmobil allein lassen, der daran gewöhnt ist, auch mal alleine zu sein, nicht permanent heult oder bellt und nichts kaputt macht. Die Tierhaftpflicht-Versicherung greift meist nicht für Schäden bei gemieteten Wohnmobilen, kommt für Schäden an Fremdeigentum auf.

Auch außerhalb des Fahrzeuges sollte der Hund immer im Schatten angeleint werden. Man darf natürlich nicht vergessen, dass die Sonne wandert. Wenn die Leine dicht beim oder direkt am Fahrzeug befestigt wird, hat Ihr Vierbeiner immer die Möglichkeit, sich auch unter das Wohnmobil zu legen. Natürlich muss auch vor dem Fahrzeug immer genug Wasser zur Verfügung stehen.

Damit der Urlaub zu dem Erlebnis wird, dass sich alle wünschen, haben wir eine Checkliste mit den wesentlichen Punkten zusammengestellt, die Sie können hier downloaden können.