PiNCamp bringt Europas Campingplätze ins Netz

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Ratgeber

PiNCamp bringt Europas
Campingplätze ins Netz

Die Tochterfirma des ADAC will Europas größte Online-Buchungsplattform für Campingplätze werden und investiert dafür in den kommenden Jahren 11 Millionen Euro.
Der gedruckte ADAC-Campingführer ist noch immer das umfangreiche Nachschlagewerk für Reisende, die mit Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs sind. Doch im Zeitalter einer immer digitaler werdenden Welt, nimmt der Anteil der online gebuchten Reisen Jahr für Jahr zu. Nach Zahlen des Verbands Internet-Reisevertrieb (VIR) wurden im vergangenen Jahr 55 Prozent aller Urlaube im Netz gebucht. In der Campingbranche funktioniert jedoch vieles noch analog. Camper erfragen freie Plätze an jedem Ort einzeln, Buchungen funktionieren mit Zettel und Stift. Von rund 26.000 Campingplätzen in Europa sind nur etwa 4.000 vollständig digital buchbar, schätzt der ADAC. „Gerade in Deutschland ist man da noch ziemlich hinterher“, erklärt uns Uwe Frers, Geschäftsführer von PiNCamp, dem Start-up des Autoclubs. Mit der Gründung der digitalen Plattform sollen innerhalb der kommenden fünf Jahre tausende Plätze über diese Plattform digital buchbar werden.
„Jeder Platz, den man im Internet buchen kann, muss über uns buchbar sein“, gibt Frers als Zielvorgabe aus. Der offizielle Launch des Portals Campingportal PiNCAMP powered by ADAC erfolgte im November 2018. Ziel von PiNCAMP ist, Campingplätze für Camper einfacher vergleichbar und von zu Hause aus emotional erlebbar zu machen. Die Besonderheit von PiNCAMP ist die Kombination aus Expertise, Inspiration und Einfachheit: Der ADAC kennt durch seine jährlichen Inspektionen 5.500 Campingplätze persönlich und im Detail. Diese objektiven Bewertungen von Experten vor Ort sind die inhaltliche Basis von PiNCAMP. Für Inspiration sorgen wöchentlich frische News, Reiseberichte, Interviews und Campingplatz-Tipps mit Storytelling-Fokus. Durch ein zeitgemäßes Design und der Optimierung für alle mobilen Endgeräte können Camper schnell und einfach, von jedem Standort aus, ihren persönlichen Traumplatz suchen, finden und seit 2019 auch online buchen, wobei der Service für den Camper kostenfrei ist.
Die 53 Mitarbeiter sind damit beschäftigt, nach und nach alle knapp 3000 deutschen Campingplätze ans Netz zu bringen. Dazu werden den Platzbetreibern Schulungen angeboten und Vorschläge für die Verwaltungssoftware gemacht, denn Online-Buchungen werden über kurz oder lang auch im Campingmarkt zum Standard. Aufgrund des enormen Zuwachses an Mobilreisenden und der noch nicht angepassten Infrastruktur, kann man heute nicht mehr einfach losfahren und erwarten, einen freien Stellplatz zu finden. Besonders in der Hauptsaison sind viele Plätze meist vollständig ausgebucht. Plätze, die nicht im Internet gebucht werden können, für Camper deshalb immer unattraktiver. Davon ist man PiNCAMP überzeugt und investiert in den kommenden Jahren rund 11 Millionen Euro in den Ausbau der Plattform und des Netzwerks.
Kooperation mit ausländischen Autoklubs
Damit künftig auch alle europäischen Stellplätze über PiNCamp gebucht werden können, kooperiert das Unternehmen mit Automobilclubs aus dem Ausland. Das Ziel ist, dass diese unter der Dachmarke PiNCAMP, ein Buchungsportal für ihr jeweiliges Land schaffen und diese dann unter dem Markendach zusammengeführt werden. Bereits mit an Bord ist der Touring Club Schweiz. In stark digitalisierten Campingmärkten wie Frankreich und den Niederlanden gibt es bereits Online-Plattformen, die aber auf den nationalen Markt konzentriert sind.

Text: Volker Ammann, Quelle: PiNCAMP, Foto: ADAC/PiNCAMP