Sauberes Trinkwasser, auch unterwegs

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Kaufberatung

Sauberes Trinkwasser, auch unterwegs

Tankdeckel mit Gardena-Anschluss. Verhindert das Eindringen von Schmutz bei Befüllen mit Frischwasser. Foto: Movera GmbH
Starter-Set zur Wasserhygiene und Tankreinigung, Foto: Movera GmbH
Silberkugel, reinigt das Wasser dauerhaft durch Ionisierung im Wassertank, Foto: Movera GmbH
Durchlauffilter zur Reinigung des Wassers bei der Frischwasser-aufnahme, Foto: Movera GmbH
Aqua-Clean, zur Desinfektion und Konservierung im Frischwassertank, Foto: Movera GmbH
UV-Entkeimungsgerät, Foto: Movera GmbH
UV-Cleaner reinigt das Frischwasser durch UV-Strahlen, Foto: Movera GmbH
Textiler Gardena-Wasserschlauch, der sich beim Befüllen mit Wasser auf bis zu 15 Meter ausdehnt, Foto: Movera GmbH
Platzsparender, flacher Wasserschlauch in Kassette, Foto: Movera GmbH
Abwassertank zur Grauwasserentleerung bei längeren Standzeiten, Foto: Movera GmbH

Gerade bei Fernreisen und Reisen an unbekannte Orte birgt der Verzehr von verunreinigten, infizierten Getränken oder von Leitungswasser eines der höchsten Gesundheitsrisiken für die Reisenden. Zum Glück kann mittlerweile durch den Einsatz der richtigen Techniken ein Großteil dieser Risiken gemindert werden. Doch wie kann man sich vor Infektionen durch Leitungswasser und Getränke auf Reisen schützen?
Grundsätzlich gilt: Wenn man Wasser aus natürlichen Gewässern nutzen möchte, ist es wichtig, die Entnahme aus fließendem und nicht stehendem Gewässer durchzuführen. Man sollte darauf achten, dass das Wasser so sauber und klar wie möglich ist. Gerade bei Flüssen, die an Städten vorbeifließen, können vermehrt Verunreinigungen auftreten. Nachfolgend beschreiben wir verschiedene Möglichkeiten zur richtigen Wasseraufbereitung.

Abkochen
Das Abkochen von Wasser ist wohl eine der ältesten und wirksamsten Möglichkeiten, Wasser zu desinfizieren. Hierzu kann man einfach den Campingkocher zur Aufbereitung des Wassers nutzen. Voraussetzung ist, dass genügend Zeit und Energie vorhanden sind. Gut zu wissen: Mit dieser Methode lassen sich nur Mikroorganismen eliminieren – das Wasser wird durch das Abkochen nicht klar, da vorhandene chemische Substanzen verbleiben. Bedenken muss man außerdem, dass die verschiedenen Krankheitserreger unterschiedlich hitzeempfindlich sind! Nicht alle Erreger werden gleich schnell abgetötet. Zudem kommt es auf den Siedepunkt an: Auf Meereshöhe reichen fünf Minuten kochen aus, um das Wasser aufzubereiten. Auf 4 000 Metern Höhe beispielsweise liegt der Siedepunkt jedoch bei 86,8°C (-3,3 °C/1 000 Meter). In dieser Höhe muss das Wasser bereits 20 Minuten lang kochen, um desinfiziert zu werden.

Wasserdesinfektion
Desinfektionsmittel sind Stoffe, die Mikroorganismen abtöten und dadurch die Übertragung von Krankheitserregern verhindern. Chlor ist hierbei das weltweit meistgenutzte Wasseraufbereitungsmittel. Es tötet die Keime im Wasser und zerstört die Zellen der Mikroorganismen innerhalb kürzester Zeit. Die schnelle Wirkung und die einfache Handhabung zählen zu seinen wesentlichen Vorteilen. Wie viele andere chemische Desinfektionsmittel hat Chlor jedoch keine Langzeitwirkung. Deshalb ist eine anschließende Konservierung des Wassers, beispielsweise mit Silberionen, sehr hilfreich.

Wasserkonservierung
Wir machen es wie die alten Römer: Silber wurde schon vor Urzeiten benutzt, um gereinigtes Wasser auf Reisen haltbar zu machen. Wer es sich leisten konnte, benutzte daher Trinkwassergefäße aus Silber. Denn: Durch stehendes Wasser in Leitungen oder Behältern wird das Keimwachstum begünstigt und das Trinkwasser somit verunreinigt. Werden dem aufbereiteten Wasser jedoch mittels Tabletten oder Tropfen Silberionen beigefügt, bleibt es in Trinkflaschen oder Wassertanks bis zu sechs Monate vor einer Wiederverkeimung geschützt.

Mikrofilter
Um die häufigsten Bakterien aus dem Wasser herauszufiltern, bedarf es eines Mikrofilters, dessen Poren nicht größer als 0,3 Mikron sind. Als Filtermedien kommen Keramik, Glasfaser, Kunststoff oder Aktivkohle in Frage. Mikrofilter sind in der Lage, Bakterien und Protozoen mechanisch zurückzuhalten, während chemische Verfahren die Keime zerstören, aber im Wasser belassen. Bei der mechanischen Filtration durch einen Mikrofilter fließt das Wasser immer direkt durch den Filter. Die Partikel werden auf der Oberfläche des Filters zurückgehalten. Somit ist die Filtration mit einem Mikrofilter auch die einzige Methode, Schwebeteilchen aus dem Trinkwasser fernzuhalten.
Die Möglichkeiten der Wasseraufbereitung hängen stark vom Reiseziel und der Art der Reise ab. Es schadet nicht, sich im Vorfeld darüber zu informieren, welche Tipps und Tricks andere Reisende zur Wasserdesinfektion an Ihrem Wunschziel ausprobiert haben. Lieber Vorsorgen mit mehreren der oben genannten Methoden vor, als Gefahr laufen, nicht ausreichend desinfiziertes Wasser trinken zu müssen. Sonst ist die Reise vielleicht schneller vorbei als geplant.

Mit einer gründlichen Tankreinigung legt man schon Zuhause den Grundstein für sauberes Trinkwasser im Reisemobil.

In Wassertanks bilden sich Mikroorganismen, die die Qualität des Frischwassers stark beeinträchtigen und zu üblen Krankheiten führen können. In der gesamten Wasseranlage bildet sich ein Biofilm, der neben Kalkablagerungen die Hauptursache für die Verschmutzungen ist. In diesem Belag fühlen sich gesundheitsgefährdende Bakterien besonders wohl.
Um die Gefährdung der Gesundheit zu verhindern, sollte man, mindestens einmal pro Jahr, die gesamte Wasseranlage reinigen. Besser noch: Vor und nach einer Reise und wenn das Fahrzeug längere Zeit stillsteht. Mit einer Bürste und geeigneten Reinigungs- und Putzmitteln können die Ablagerungen meist rückstandslos entfernt werden.
Der erste Schritt, den lästigen Biofilm samt der sich darin eingenisteten Bakterien zu entfernen, ist eine gründliche Tankreinigung. Dazu sollte man die Tankinnenwände mit einer geeigneten Bürste gründlich ausbürsten – zumindest alle Stellen, die per Hand erreichbar sind. Anschließend wird ein spezieller Tankreiniger in den Frischwassertank eingefüllt und dieser gründlich ausgespült. Auch die Wasserleitungen sollten so weit als möglich, mit einer Flaschenbürste und Reinigungsmittel, gereinigt werden.
Damit das Wasser auch unterwegs frisch bleibt, eignen sich Frischhaltepräparate auf Silber- oder Chlorbasis, die das Keimwachstum eindämmen. Auch durch Ionisierung kann dieser Effekt erzielt werden. Auch beim Auffüllen von Frischwasser an öffentlichen Versorgungsstellen sollte man einige Regeln beachten. Eine gepflegte Versorgungsstelle erkennt man daran, dass der Wasserschlauch auf einer dafür vorgesehenen Halterung liegt. Der Schlauch sollte den Boden nicht berühren, denn sonst droht Verschmutzungsgefahr. Auch wenn der Schlauch auf dem Boden, respektive im Schmutz liegt, sollte man ihn besser nicht benutzen. Idealerweise hat man seinen eigenen Schlauch dabei, denn dann muss man sich keine Gedanken über eine eventuell unhygienische Vergangenheit machen. Den eigenen Schlauch lagert man am besten im gutbelüfteten Gaskasten So kann das Restwasser im Schlauch durch das Belüftungsgitter am Boden nach außen ablaufen. Eine saubere und nur für den Zweck des Wasserauffüllens verwendete Gießkanne ist eine gute Alternative zum Wasserschlauch, vor allem, wenn es an der Zapfsäule keinen Gewindeanschluss für den Schlauch gibt.

Wasserfilter
Der Einsatz von Filtern verspricht ebenfalls Erfolg. Dabei muss man zwischen den Filtern unterscheiden, die an der Armatur angebracht werden, und jenen, die bei der Wasseraufnahme aus der Zapfstelle zwischengeschaltet sind. Der Vorteil von Filtern: Es kommt zu keiner Umweltbelastung durch Chemikalien.
Eine weitere Möglichkeit der Wasserkonservierung ist der Einsatz von UV-Licht. Systeme wie das UV-Entkeimungsgerät von Reich werden nach dem Tank an die Wasserleitung angeschlossen. Das durchfließende Wasser wird dann durch das UV-Licht gereinigt. Reich verspricht schon nach einem Wasserdurchlauf eine Entkeimung von über 99 Prozent. Allerdings eine Zahl, die man in Relation zum exponentiellen Wachstum von Keimen sehen muss. Ganz billig ist so ein System leider nicht: Man muss dafür weit über 500 Euro investieren.

Text: Volker Ammann, Quelle und Produktfotos: Movera GmbH

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