Gugelhupf & Grand Cru: Ein Wochenende zum Genießen

Wochenendtrip

Gugelhupf & Grand Cru: Ein Wochenende zum Genießen
Für ein Wochenende bietet die Kombination aus der Europastadt Straßburg und der anschließenden Route des Vins (Elsässer Weinstraße) die perfekte Mischung aus urbanem Flair und malerischer Landschaft. Wir haben für unsere Leser einen maßgeschneiderter Routenvorschlag für ein genußreiches Wochenende ausgearbeitet. Bon Route.
Etappe 1: Urbanes Flair und Fotomotive in Straßburg
Das Erlebnis: Planen Sie für Straßburg am besten einen vollen Tag ein. Das historische Viertel Petite France mit seinen direkt am Wasser gelegenen Fachwerkhäusern, das majestätische Münster und die Kanäle bieten fantastische Motive. Am besten lässt sich die Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
Stellplatz-Tipp: Camping de Strasbourg (Huttopia) im Stadtteil Montagne Verte.
Vorteil: Er liegt in einer ruhigen Parkoase direkt an einem Flusslauf, verfügt über moderne Sanitäranlagen und ist perfekt angebunden. Ein asphaltierter Radweg führt direkt vom Platz aus in knapp 3 Kilometern flussaufwärts mitten ins Zentrum (alternativ etwa 10 Minuten Fußweg zur nächsten Straßenbahn).
Hinweis: Der Platz ist für Stadtbesichtigungen sehr begehrt; eine rechtzeitige Reservierung wird dringend empfohlen. Bei der Anfahrt auf die maximale Durchfahrtshöhe von 3,60 m achten.
Etappe 2: Das Tor zur Weinstraße – Obernai & Barr
Route: Von Straßburg aus geht es knapp 30 Kilometer südlich, wo Sie bei Marlenheim oder direkt in Obernai auf die Route des Vins treffen.
Das Erlebnis: Obernai besticht durch seinen historischen Marktplatz, den Sechseimerbrunnen und die alte Stadtmauer. Wer es ein wenig ruhiger und uriger mag, fährt ein paar Kilometer weiter nach Barr – das als Zentrum des elsässischen Weinbaus im Nordelsass gilt und weniger überlaufen ist. Die Weinberge, die sich an die Hänge der Vogesen schmiegen, bieten spektakuläre Landschaftspanoramen.
Stellplatz-Tipp: In Obernai gibt es einen offiziellen Gemeindestellplatz (Aire de camping-car), alternativ bietet sich die Aire de stationnement Domaine Bachert im benachbarten Barr an, wo man oft direkt beim Winzer stehen kann.
Etappe 3: Die Postkarten-Idylle – Ribeauvillé, Riquewihr & Kaysersberg
Route: Sie folgen der Weinstraße weiter gen Süden. Die Entfernungen zwischen den Dörfern sind winzig (oft nur 5 bis 10 Kilometer), sodass Sie wunderbar im „Slow-Travel-Modus“ von Ort zu Ort gleiten können.
Das Erlebnis: Diese Region ist das Herzstück der Weinstraße. Riquewihr (eingebettet in eine lückenlose Stadtmauer) und Kaysersberg (mit seiner fotogenen befestigten Flussbrücke und der oberhalb gelegenen Burgruine) gehören zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Die kopfsteingepflasterten Gassen und die bunten, blumengeschmückten Fassaden sind weltbekannt.
Stellplatz-Tipp: Wohnmobilstellplatz von Kaysersberg (Place de l’Erlenbad).
Vorteil: Ein großzügiger, befestigter Stellplatz mit rund 70 Plätzen, Ver- und Entsorgung, WLAN und Toiletten. Er liegt extrem nah am historischen Ortskern (nur wenige Minuten zu Fuß), sodass man abends nach dem Besuch einer traditionellen Winstub bequem zum Fahrzeug zurückspazieren kann. Eine Reservierung ist nicht möglich (First-Come, First-Served).
Alternative für mehr Komfort: Der direkt im Ort gelegene Camping Municipal de Kaysersberg bietet vollparzellierte Plätze im Grünen.
Praktische Logistik-Tipps für diese Route
Fahrzeuggewicht über 3,5 Tonnen:
Falls Ihr Reisemobil die 3,5-Tonnen-Grenze überschreitet, denken Sie an die in Frankreich vorgeschriebenen „Angles Morts“-Aufkleber (Totwinkel-Hinweise) an den Seiten und am Heck. Zudem gelten auf französischen National- und Departementsstraßen für schwerere Fahrzeuge leicht reduzierte Geschwindigkeiten (80 km/h statt 90 km/h auf Landstraßen, sofern nicht anders beschildert).
Umweltzone Straßburg
Die Eurometropole Straßburg ist eine Umweltzone. Auch wenn der Campingplatz knapp außerhalb der Kernzone liegt, ist es ratsam, sich vorab die französische Crit’Air-Umweltplakette online zu bestellen (kostet nur wenige Euro), da die Regelungen im Großraum Straßburg streng kontrolliert werden.
Fototipp
Die beste Zeit, um die engen Gassen von Riquewihr oder Kaysersberg ohne große Touristenströme zu fotografieren, sind die frühen Morgenstunden kurz nach dem Sonnenaufgang. Zu dieser Zeit hat man die historische Kulisse fast ganz für sich allein, bevor die Tagestouristen ankommen.
Text: VAM, Titelbild: ©AdobeStock, Moni






