Grillanzünder- welcher ist der Richtige?

Grillanzünder- welcher ist der Richtige?

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Kaufberatung

Grillanzünder- welcher ist der Richtige?

Grillen und Camping – das gehört seit jeher irgendwie zusammen! Das köstliche Steak, die knackige Bratwurst oder anderes Grillgut verströmt einen ganz besonderen Duft und schmeckt einfach hervorragend. Für das Entfachen des Holzkohlegrills ist ein Grillanzünder unabkömmlich, aber welcher ist wirklich der Beste? Elektrische Grillanzünder, chemische oder selbst gemachte? Im folgenden Ratgeber haben wir uns alle Varianten einmal angeschaut und dabei mit Unterstützung von Ecocamping insbesondere einen Fokus auf ökologische Aspekte gelegt.

Die Aussicht auf ein schmackhaftes Essen von einem Holzkohlegrill ist eine Bereicherung für jeden Campingurlaub. Das Anzünden des Grills kann sich dabei als Geduldsprobe herausstellen, wenn die Wahl auf den falschen Grillanzünder gefallen ist. Die Ungeduldigen sollten auf jeden Fall auf Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus verzichten, denn hier droht nicht nur Unfallgefahr, auch können sich die gefährlichen Inhaltsstoffe auf das Grillgut übertragen.

Welche Grillanzündern gibt es auf dem Markt?
Grillen macht erfinderisch und so ist es kaum verwunderlich, dass gleich mehrere Varianten von Grillanzündern existieren. Dabei unterscheiden wir diese in vier Kategorien:

  • Chemische Grillanzünder: Zu den chemischen Grillanzündern zählen unter anderem Pasten oder Gele sowie flüssige beziehungsweise feste Ausführungen in Würfeln.
  • Elektrische Grillanzünder: Bei den elektrischen Grillanzündern wird ein Heizelement eingesetzt, das ausreichend Hitze erzeugt, um die Kohlen zum Glühen zu bringen.
  • Grillanzünder mit Gas: Diese sind in der Regel in Sprühflaschen erhältlich, deren Sprühnebel entzündet wird.
  • Selbst gemachte Grillanzünder / Grillanzünder aus Naturmaterialien: Wer beim Grillen ökologische Aspekte berücksichtigt, der setzt auf selbst gemachte Grillanzünder und Naturmaterialien.

Chemische Grillanzünder für das Entfachen des Grillfeuers
Chemische Grillanzünder finden sehr häufig Anwendung beim Grillen. Sie können gut dosiert werden und verkürzen die Anzündzeit für den Grill erheblich. In flüssiger Form wird der Grillanzünder nach den Angaben des Herstellers über die Kohle verteilt und anschließend mit einem Stabfeuerzeug entzündet.
Bei Gelen oder Pasten werden die Kohlen mit dem Grillanzünder bestrichen. Der Vorteil hierbei ist, dass der Grillanzünder unmittelbar mit den Kohlen in Berührung kommt und diese optimal zum Glühen bringen kann.
Feste chemische Grillanzünder sind als Blöcke im Handel erhältlich. Sie werden unregelmäßig unter den Kohlen verteilt und anschließend mit einem Stabfeuerzeug oder langen Streichhölzern entzündet. Mit einem Anzündkamin lässt sich ihr Effekt nachhaltig verstärken.

Chemischer Grillanzünder. Foto: c/o AdobeStock, Yantra

 

Elektrische Grillanzünder für ein gefahrloses Entzünden
Der Einsatz von elektrischen Grillanzündern ist gefahrloser als andere Varianten. Die Geräte sind vergleichbar mit Tauchsiedern und werden unter der Grillkohle platziert. Die Hitze der elektrischen Grillanzünder ist ausreichend, um eine schöne Glut zu erzeugen.

Elektrischer Grillanzünder. Foto: c/o AdobeStock, Felix Vogel

 

Grillanzünder mit Gas aus Sprühflaschen
Schon beim Anblick wirkt das Anzünden des Grills mit Gas gefahrenreich, denn diese sind so konzipiert, dass der Sprühnebel nach dem Austritt angezündet und die Flammen auf die Kohle gerichtet wird. Wichtig ist bei der Verwendung auf im Handel übliche Grillanzünder zu setzen, keinesfalls Deos oder andere Sprühvarianten.

Grillanzünder mit Gasflasche. Foto: c/o iStockfoto, Kyryl Gorlov

 

Selbst gemachte Grillanzünder / Grillanzünder aus Naturmaterialien

  • Grillanzünder selbst machen: aus alten (paraffin- und erdölfreien) Wachsresten und Tannenzapfen, Nussschalen oder Holzspänen.
  • Nachhaltig anzünden mit Naturmaterialien: Besonders geeignet sind spezielle Grill- oder Kaminanzünder aus Naturmaterialien wie Hanf, Holzwolle oder Holzfasern gemischt mit pflanzlichem Wachs oder Pflanzenölen. Auch Reisig oder Holzspäne können ohne Bedenken eingesetzt werden. Upgecycelt (als aufgewertete Abfälle) eignen sich auch Reste von Mais oder Bienenwachstüchern. Generell muss auch hier darauf geachtet werden, dass vor dem Grillen der Anzünder komplett verbrannt ist. Und auch bei Grill-Anzündern gibt es FSC-zertifizierte Produkte. Keine Naturmaterialien, jedoch Strom, benötigen elektrische Anzünder mit Glühstäben oder Heißluft. Allerdings gibt es reichlich natürliche Materialien, dass ein weiteres elektrisches Gerät nicht unbedingt nötig ist.

    Ökologischer Grillanzünder aus Naturmaterialien. Foto: c/o AdobeStock, Matho

Unterstützung durch einen Anzündkamin
Mit einem Anzündkamin lässt sich das Entfachen der Glut etwas beschleunigen. Bei den zweiteiligen Ausführungen wird am unteren Ende des Kamins der Grillanzünder platziert und im oberen Aufbau ein Teil der Kohlen. Durch den Kamineffekt gelingt es deutlich schneller die Kohlen zum Glühen zu bringen, die anschließend ausgeschüttet und mit den restlichen Kohlen vermischt werden können.

Vorsicht bei Paraffin und anderen gefährlichen Grillanzündern
Spiritus oder ähnliche flüssige oder gelartige Anzündhilfen sind nicht nur in der Handhabung, sondern wann die Flüssigkeiten vollständig verbrannt sind. So besteht die Gefahr, dass Giftstoffe in das Grillgut gelangen. Von Produkten auf Erdölbasis ist auch abzuraten, ebenso sollte auf beigemischtes Paraffin (Kerzenwachs) verzichtet werden. Die Gerüche, die bei der Verbrennung entstehen, können sich auf das Grillgut übertragen und gesundheitsschädlich sein. Sie greifen beim Einatmen die Lunge an und verursachen dort Entzündungen und Reiszungen. Kerosin und Petroleum sind ebenso gängige Inhaltstoffe auf, die ihr lieber verzichten solltet. Vor allem für Kinder können alle diese Stoffe gefährlich sein.

Flamme ist nicht gleich Flamme
Generell gilt: Besser als flüssige, chemische Anzündhilfen sind solche aus festem Material. Dies mindert die Unfallgefahr beim Anzünden, da bei Flüssigkeiten durchaus Stichflammen entstehen können, die schnell zu schweren Verbrennungen führen. Um auch bei festen Anzündhilfen die Sicherheit gewährleisten zu können, sollten diese nach DIN EN 1860-03 oder DIN CERTO zertifiziert sein. Beim Kauf ist daher auf einen entsprechenden Aufdruck zu achten.

Autor: Riko Wetendorf, Titelfoto: c/o AdobeStock, New Africa

Wir bedanken uns herzlich bei Riko Wetendorf und PINCAMP für die freundliche Unterstützung. Unter www.pincamp.de können Sie Ihren Wunsch-Campingplatz suchen, finden und sofort buchen.

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