Chiemsee-Alpenland – die Urlaubsregion zwischen Chiemsee und den Bayerischen Alpen

Chiemsee-Alpenland – die Urlaubsregion zwischen Chiemsee und den Bayerischen Alpen

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Tourtipp

Chiemsee-Alpenland – die Urlaubsregion
zwischen Chiemsee und den Bayerischen Alpen

 

Fraueninsel mit Krautinsel, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Seekapelle Heilig-Kreuz auf der Herreninsel, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Kampenwandbahn mit Schloss Hohenaschau, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Schloss Herrenchiemsee, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Nikolauskirche in Rosenheim, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Kirche in Aschau, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Fraueninsel, Kirche in Aschau, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Wendelstein-Kircherl, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Wandern unterhalb der Kampenwand, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Ausblick von der Wasserwand, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Hemhofer Seenplatte bei Eggstätt, Foto: Chiemsee-Alpenland Tourismus
Tittmoning an der Salzach, Foto: Gemeinde Tittmoning

Im Süden Deutschlands zwischen München und Salzburg gelegen, erstreckt sich die Region Chiemsee-Alpenland. Mit dem Chiemsee als Mittelpunkt, zählt sie als eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Um den See herum finden Besucher nicht nur Moore, Almen und idyllische Landschaften, sondern auch authentisches Brauchtum und Hochkultur. Und jede Menge Platz zum Wandern, Radfahren und Glücklichsein.

Der Chiemsee – das „Bayerische Meer“

Der Chiemsee ist mit rund 80 Quadratkilometern der größte bayerische und der drittgrößte deutsche See. Berühmt ist er für seine einzigartige Natur, sein sauberes Wasser sowie die beiden Inseln Frauen- und Herrenchiemsee. Die ersten Besiedler der beiden Chiemsee-Inseln waren Nonnen und Mönche, und gaben den Inseln ihre Namen. Schon im 8. Jahrhundert lebten sie auf den Inseln hinter dicken Klostermauern – die Nonnen auf der Frauen-, die Mönche auf der Herreninsel. Die Benediktinerinnen bewohnen das Kloster auf Frauenchiemsee noch heute. Aus dem Augustiner-Chorherrenstift ist indes ein Museum geworden: Neben den Werken der Chiemseemaler gibt es auch die blauen Zimmer, in denen König Ludwig II. zeitweise gewohnt hat, zu sehen. Außerdem kann der geschichtsträchtige Raum, in dem 1948 die deutsche Verfassung entstanden ist, besichtigt werden.

König Ludwig II. von Bayern, der „Kini“

Am stärksten hat den Chiemsee sicherlich König Ludwig II. von Bayern geprägt, der „Märchenkönig“. Ob der König je die Berge gewürdigt hat, auf deren blassblaue Silhouette man von der Insel aus blickt, ist fraglich. Diejenigen aber, die heute das Schloss Herrenchiemsee besuchen, machen häufig auch eine Bergwanderung und besuchen die mehr als 60 bewirteten Almhütten und Berggasthöfe. Neben dem Naturerlebnis treibt die Wanderer auch die Aussicht auf Speckbrot, frische Buttermilch und Kaiserschmarrn auf die Almen. Viele Senner und Sennerinnen stellen wie früher Käse her. Manche Alm hat sogar ihre eigene Wurst, etwa die „Goriwurz“, eine knackige Rindfleischsalami von der Gorialm im Kampenwandgebiet. Ganz besondere Erlebnisse sind auch Almabtriebe, die im September oder Oktober den Abschluss des Almsommers bilden. Mit lautem Geläut kündigt sich das prächtig geschmückte Vieh im Tal an. Wesentlich stiller, aber nicht weniger erlebnisreich sind die Bergmessen, die traditionell von Mai bis Oktober gefeiert werden. Hoch oben über dem Tal und mit einem grandiosen Bergpanorama sind diese heiligen Messen ein Erlebnis der besonderen Art.

Moorgebiete rund um den Chiemsee

Im Süden und im Norden des Chiemsees liegen ausgedehnte Moore. Ein Besuch lohnt sich. Die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte, das älteste Naturschutzgebiet Bayerns, ist ein weitgehend unangetastetes Idyll mit 17 Seen und noch viel mehr seltenen Pflanzen und Tieren. In aller Stille leben hier mehr als 40 von 70 in Bayern bekannten Libellenarten. Eine Biologin nimmt Besucher mit und führt sie zu den Orten, an denen Adonislibelle und Moosjungfer ihre verschwiegenen Verstecke verlassen. Weiter im Westen liegt die „Sterntaler Filzn“, ein kleines Entdeckungsparadies für Kinder. Sie ist Teil der Rosenheimer Stammbeckenmoore, einem der größten Moorkomplexe in Europa. Nicht von ungefähr liegt hier auch Bayerns ältestes Moorheilbad: Bad Aibling. Der Arzt Desiderius Beck gründete hier im Jahr 1845 die erste bayerische „Sole- und Moorschlamm-Badeanstalt“. Die Vielfalt natürlicher Heilmittel wie Moor und Schwefelthermalwasser ist dafür verantwortlich, dass sich Gesundheitssuchende seit Jahrzehnten von der Gegend am Alpenrand angezogen fühlen.

Aktivurlaub ist das ganze Jahr über möglich

Aktivurlauber genießen im Chiemsee-Alpenland eine Vielfalt an abwechslungsreichen Sportaktivitäten in der Natur. Für Wasserratten sind die rund 30 Badeseen und Flüsse ein wahres Eldorado, darunter sind auch immer mehr Stand-Up-Paddler am Chiemsee. Neben der Vielzahl an Wassersportaktivitäten finden Aktive rund 2.000 Kilometer Radwege und 1.500 Kilometer Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsgrade. Ein unvergessliches Erlebnis sind Gleitschirmflüge von der Kampenwand mit einem atemberaubenden Panoramablick auf den Chiemsee.
Im Winter locken vier Skigebiete – das Hocheck mit Deutschlands längster Flutlichtpiste, der Wendelstein mit sportlichen Abfahrten in alpiner Landschaft, die Kampenwand mit reinem Naturschnee sowie das weitläufige und familienfreundliche Skigebiet Sudelfeld. Ruhesuchende Skitourengeher werden abseits der Pisten fündig, sofern sie mit den Skitouren-Regeln vertraut sind. Langläufern bieten die mehr als 30 Loipen im Chiemsee-Alpenland abwechslungsreiche Fahrten durch eine Traumlandschaft. Je nach Schneelage kann u.a. am Samerberg, in Sachrang und Aschau, sowie in Oberaudorf und Kiefersfelden auf einem gut ausgebauten Netz zwischen kurzen und langen, einfachen und anspruchsvollen sowie ebenen und hügeligen Loipen gewählt werden. Weniger Skibegeisterte sind eingeladen, Berge und Winterwanderwege mit Schneeschuhen oder mit dem Schlitten zu erleben. Viele Rodelstrecken können auch kraftsparend mit einer Bergbahn erreicht werden.

Bayerische Lebensart in den Städten am Inn

Kulturgenuss, regionale Küche, alpenländische Tradition und Lebensart sind in den Städten Rosenheim und Wasserburg a. Inn zu finden. Die historischen Altstädte sind geprägt von der Inn-Salzach-Architektur und laden mit den pastellfarbenen Häuserfassaden und ihren Arkaden zum Flanieren und Genießen ein. Beide Städte können auf dem Innradweg auch mit dem Fahrrad erreicht werden. In Rosenheim, eine der drei kreisfreien Städte Oberbayerns und berühmt durch die Vorabendserie „Die Rosenheim-Cops“, ist unter anderem das Ausstellungszentrum Lokschuppen zu finden, welches zu den renommiertesten Ausstellungshäusern in Deutschland zählt. Bis Ende 2021 erhalten Besucher hier einen Einblick zum Thema „Saurier – Giganten der Meere“. Außerdem begeistert zum Ende der bayerischen Sommerferien jährlich das Rosenheimer Herbstfest rund eine Million Besucher. Wasserburg, als Halbinsel fast vollständig vom Inn umflossen, besticht durch sein Panorama und seine einzigartige Lage. Die fast vollständig erhaltene mittelalterliche Altstadt von Wasserburg ist in ihrer Gesamtheit eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges. Nahezu jedes Gebäude der Stadt hat eine lange, meist jahrhundertealte Geschichte. Eindrucksvoll ist beispielsweise eine Rathaussaal-Führung oder die Bierkatakomben.

Lohnender Ausflug nach Tittmoning an der Grenze zu Österreich

Nordöstlich des Bayerischen Meeres liegt die knapp 6.000 Einwohner zählende Kleinstadt Tittmoning an der Salzach. Sehenswert sind die architektonisch reizvolle Altstadt und die aus dem Mittelalter stammende Burg Tittmoning mit der barocken Schlosskirche. Die Stadt blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück und verfügt über mehrere historische Sakralbauten.

Gesundheitsregion mit Tradition

Nicht nur die erholsame Berg- und Seeluft, sondern auch die natürlichen Heilmittel Moor, Schwefelthermalwasser, Jodthermalsole und verschiedene Naturheilverfahren zeichnen das Chiemsee-Alpenland als Gesundheitsregion aus. Davon zeugen die neun anerkannten Erholungsorte, sechs Luftkurorte, drei Heilbäder (Bad Aibling, Bad Endorf, Bad Feilnbach) und der einzige Kneippkurort Oberbayerns (Prien am Chiemsee). Wellnesshotels, Thermen und Bäder sorgen mit Entspannungs- und Beautyanwendungen sowie Sport- und Fitnesskursen für Wohlbefinden und Regeneration der Gäste.

Weitere Informationen unter www.chiemsee-alpenland.de.

Text: Patrizia Scravaglieri, Chiemsee-Alpenland Tourismus, Bildnachweise: Chiemsee-Alpenland Tourismus

 

Camping- und Stellplätze am Chiemsee

Chiemsee Strandcamping
Am Chiemsee 1, 83355 Grabenstätt – Unterhochstätt
Telefon: +49 (0)8664 – 500
E-Mail: info@chiemsee-strandcamping.de
www.chiemsee-strandcamping.de

Chiemsee Camping Rödlgries
Rödlgries 1, 83236 Übersee-Feldwies
Telefon: +49 (0) 86 42 – 4 70
E-Mail: info@chiemsee-camping.de
www.chiemsee-camping.de

Campingplatz Kupferschmiede
Trostberger Str. 4, 83339 Arlaching
Telefon: +49 (0) 8667 446
E-Mail: info@campingkupferschmiede.de
www.campingkupferschmiede.de

Panorama Camping Harras
Harrasser Straße 135, 83209 Prien am Chiemsee
Telefon: +49(0)8051/904613
E-Mail: info@camping-harras.de
www.camping-harras.de

Campingplatz Lambach am Chiemsee
Lambach 3, 83358 Seebruck
Telefon: +49 (0) 8667 / 7889
E-Mail: mail@camping-am-chiemsee.de
www.camping-am-chiemsee.de

Campingplatz und Ferienhaus Hofbauer
Bernauer Straße 110, 83209 Prien am Chiemsee
Telefon: +49 (0) 8051 4136
info@camping-prien-chiemsee.de
www.camping-prien-chiemsee.de

Seehäusl Campingplatz
Beim Seehäusl 1, 83339 Chieming
Telefon: +49 (0) 8664 303
Mail: info@camping-seehaeusl.de
www.camping-seehaeusl.de

Camping Mariengrund
Priener Str. 42, 83233 Bernau am Chiemsee
Telefon: +49 (0) 8051 7894
E-Mail: mariengrund@aol.com
www.campingplatz-mariengrund.de

Wohnmobilpark Am Tenniszentrum
Buchenstraße 17, 83233 Bernau am Chiemsee
Telefon: +49 (0) 8051 8822
E-Mail: tenniszentrum.bernau@t-online.de
www.tenniszentrum-bernau.de

Eine kleine Entdeckungsreise durch das Chiemsee-Alpenland

Wussten Sie, dass…
…König Ludwig II. von Bayern, auch als „Märchenkönig“ bekannt, einer der ersten Umweltschützer war? Hätte er 1873 nicht die Insel Herrenchiemsee gekauft, wären die schönen Baumriesen allesamt zu Brennholz verarbeitet worden.
…auf dem 1.838 Meter hohen Wendelstein versteinerte Muscheln zu finden sind? Der Geologie-Rundweg der Wendelstein Streifzüge erklärt an verschiedenen Stationen, wie sie vom Meeresboden dort hingelangten. Das besondere Wendelstein-Erlebnis im Bauch des Wendelsteins: Deutschlands höchstgelegene Schauhöhle.
…die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte das älteste Naturschutzgebiet Bayerns ist? Auf zahlreichen Wanderwegen lassen sich die 17 Toteisseen auskundschaften – und viele Libellen und andere Insekten entdecken.
…auf der Insel Herrenchiemsee die weltweit einzige Kopie von Schloss Versailles in Frankreich steht? In seiner Verehrung des Sonnenkönigs ließ König Ludwig II. das Schloss nachbauen. Der Spiegelsaal geriet größer als im Original. Er ist 23 Meter länger und hat statt 17 sogar 23 Großspiegel.
…es in Kiefersfelden das größte Wasserrad Bayerns gibt? Es steht am Eingang zur Gießenbachklamm. Der Weg durch die wilde Schlucht führt auch zum ältesten Bergbauernhof Bayerns, den Trojerhof, sowie zur bewirteten Schopperalm.
…die größte Kunstuhr der Welt beim „Gocklwirt“ in Stephanskirchen steht? Das fünf Meter breite Kunstwerk enthält 14 Ziffernblätter und 50 handgeschnitzte Figuren und im Inneren 470 Räder und Getriebe. Sie zeigt Uhrzeit, Tag, Monat, Jahreszahl, Schaltjahre, Sternzeichen, Sonnenstand, Mondphase und Jahreszeit an. Weiter sind das Leiden Christi in 14 Stationen, Christus und die zwölf Apostel sowie sieben heidnische Gottheiten dargestellt. Der Bauernsohn Josef Greß hat die Uhr von 1879 bis 1881 gebaut.
…auf dem 1.838 Meter hohen Wendelstein Deutschlands höchstgelegene Kirche steht? Dort wird im Sommerhalbjahr jeden Sonntag um 11 Uhr eine katholische Messe gefeiert. Das Kirchlein ist aufgrund des Superlativs sehr beliebt bei Brautpaaren. Noch etwas höher steht die Wendelinkapelle. Im Jahr 2018 feierte sie ihr 300-jähriges Bestehen.
…auf der Fraueninsel im Chiemsee Bier gebraut wird? Der Inselbräu Frauenchiemsee ist eine von zwei Brauereien Deutschlands auf einer Voll-Insel. Im Laufe des Jahres 2021 soll der Inseldom nach mehr als 100 Jahren Dornröschenschlaf wieder für Besucher geöffnet werden.
…es in Rosenheim dank der ZDF-Krimiserie „Rosenheim-Cops“ mehr Morde als in Chicago gibt? So zumindest formulierte es Regisseur Gunter Krää anlässlich der 200. Folge. Zahlreiche Fans besuchen jedes Jahr die Führung zu den Original-Drehorten mit dem Titel „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“.
…im kleinsten Museum der Region der älteste Knochen der Region liegt? Es ist ein Mammutknochen aus dem Pleistozän (Eiszeitalter), der im Sitzungssaal des Rathauses Soyen ausgestellt ist. Ein Hausbauer fand ihn beim Kelleraushub.
…es nahe dem traditionsreichen Urlaubsort Aschau im Chiemgau einen Frauenkraftplatz gibt? Bei einem Spaziergang kann man am imposanten Wasserfall „Schoßrinn“ in sich hineinhorchen und Kraft für wichtige Lebensentscheidungen tanken.
…das Delta der Tiroler Ache im Chiemsee Mitteleuropas größtes Binnendelta und außerdem ein großes Naturschutzgebiet ist? Eine Bootstour aus dem Chiemsee-Naturführer-Programm „Der Natur auf der Spur“ führt bis an seinen Rand und gibt Antwort auf die Frage, warum das Delta jedes Jahr um die Größe eines Fußballfeldes wächst.
…man in der Region Oberaudorf-Kiefersfelden im größten zusammenhängenden Almgebiet Deutschlands wandern kann? Vom Sudelfeld über den Brünnstein, den großen und kleinen Traithen und das Trainsjoch warten auch viele der 60 bewirteten Almen der Region.