Damit auch unterwegs die Frisur sitzt – Wechselrichter im Wohnmobil

Damit auch unterwegs die Frisur sitzt – Wechselrichter im Wohnmobil

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Kaufempfehlung

Damit auch unterwegs die Frisur sitzt –
Wechselrichter im Wohnmobil machen unabhängig von Landstrom

Büttner Sinus-Wechselrichter. Foto: Movera, Werksfoto
Antarion Sinus-Wechselrichter. Foto: Movera, Werksfoto
Dometic-Sinus-Wechselrichter. Foto: Movera, Werksfoto

Wechselrichter sind Spannungswandler, die 12-Volt-Spannung in 230 V umwandeln und den Betrieb von Haushaltsgeräten und anderen elektronischen Geräten im Wohnmobil erlauben – auch wenn gerade kein Landstrom zur Verfügung steht. Wir erklären, was man beim Kauf eines Wechselrichters beachten muss. Fön, Kaffeemaschine, Laptop und Ladegeräte: Viele Camper verwenden im Urlaub regelmäßig diverse elektronische Geräte – und die brauchen natürlich Strom. Wer auf dem Campingplatz oder einem gut ausgestatteten Wohnmobilstellplatz steht, hat es leicht. In diesem Fall nutzt man einfach den Landstrom aus der Versorgungssäule. Aber was, wenn man häufiger autark unterwegs ist? Genau dafür bietet sich ein sogenannter Wechselrichter an.

Was ist ein Wechselrichter?
Ein Wechselrichter ist ein Spannungswandler. Er wandelt die 12 Volt Gleichspannung in der Bordbatterie des Wohnmobils (beispielsweise aus der Solaranlage) in 230 Volt Wechselspannung um. Dadurch kann man auch Geräte betreiben, die nur mit 230 Volt funktionieren, beispielsweise Kaffeemaschinen, Fön, Ladegeräte oder den Laptop. Wechselrichter sind also vor allem für Camper interessant, die längere Zeit nur das bordeigene Stromnetz nutzen möchten, um handelsübliche Haushaltsgeräte wie an der Steckdose zuhause zu betreiben.

Welche Arten von Wechselrichtern gibt es?
Grob gesagt gibt es zwei Arten von Wechselrichtern:

  • Sinus-Wechselrichter
  • Modifizierte bzw. Trapez-Wechselrichter

Sinus-Wechselrichter
Sinus-Wechselrichter erzeugen eine sehr glatte, „saubere“ Spannungskurve, die sich praktisch nicht von der normalen 230-Volt-Spannungskurve unterscheidet. Deshalb können so gut wie alle elektronischen Geräte mit einem Sinus-Wechselrichter betrieben werden.

  • Vorteil: funktioniert mit allen Geräten
  • Nachteil: teurer

Trapez-Wechselrichter
Trapez-Wechselrichter bilden die Spannungskurve etwas grober nach. Die Flanken der Kurve sind etwas kantiger und erinnern an ein Trapez, daher auch der Name. Dadurch bekommen vor allem empfindliche elektrische Geräte, z.B. Multimedia-Geräte, Kaffeeautomaten und elektrische Zahnbürsten Probleme mit dieser Art von Wechselrichtern.

  • Vorteil: preiswerter
  • Nachteil: Probleme bei empfindlichen Geräten

💡 Unser Tipp: Im Zweifelsfall immer einen reinen Sinus-Wechselrichter kaufen, vor allem wenn man Laptops oder Ladegeräte anschließen will.

So findet man den passenden Wechselrichter
Die am Markt erhältlichen Wechselrichter unterscheiden sich vor allem auch in der Leistung, die in Watt angegeben wird. Daher ist es wichtig, dass du zunächst einmal den Energiebedarf aller Geräte ermittelst, die du an den Wechselrichter anschließen möchtest. Am einfachsten geht das zum Beispiel mit einem Energiemesser, der zwischengeschaltet wird.
Wichtig ist hierbei: Viele elektronische Geräten haben für kurze Zeit einen sehr hohen Stromverbrauch, wenn du sie einschaltest. Der Wechselrichter muss also eine ausreichend hohe Spitzenleistung haben, um den hohen Einschaltstrom zu bewältigen. Für den Dauerbetrieb entscheidend ist hingegen die Nennleistung. Das ist die Leistung, für die der Wechselrichter bei einem Betrieb, z.B. über mehrere Stunden ausgelegt ist.

💡 Unser Tipp: Der Wechselrichter sollte mindestens 25% über der errechneten Leistung liegen, damit ausreichend Kapazitäten vorhanden ist. Außerdem hat man länger am Spannungswandler, denn er verschleißt nicht so schnell.

Wechselrichter kaufen: Darauf musst du achten
Wir empfehlen, beim Kauf eines Wechselrichters nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern wirklich auf die Qualität zu achten. Wie fast immer gilt nämlich auch hier: Wer billig kauft, kauft zweimal. Einige Merkmale, die der Wechselrichter haben sollte, sind:

  • Automatisches Abschalten bei Überlastungen
  • Automatisches Abschalten beim Überhitzen
  • Ausreichend hohe Spitzenleistung um Bedarfsspitzen (z.B. beim Einschalten) zu bewältigen
  • Unterspannungsschutz, um zu verhindern, dass die Batterie unter den empfohlenen Schwellenwert entladen wird
  • Standby-Modus mit niedriger Stromaufnahme im Leerlauf

Lassen Sie sich von unseren Fachleuten in unserm Shop in Saarbrücken beraten. Sie finden das richtige Gerät für Ihren Bedarf.

Wechselrichter einbauen
Allgemein wird empfohlen, den Wechselrichter so nah wie möglich an der Batterie anzuschließen. Dadurch wird der Verlust der Stromleistung minimiert. Sinnvoll ist außerdem, dass die Kabel ausreichend dick sind und beim Verlegen nicht gequetscht werden, um den Stromfluss nicht zu behindern.

Das Anschließen des Wechselrichters sollte von unseren geschulten Fachleuten in unserer Werkstatt fachgerecht durchgeführt werden.

Autor: Selim Baykara, PINCAMP, Fotos:  Movera, Werkfotos, Titelfoto: c/o AdobeStock, Yuri Tuchkov, Collage: Volker Ammann

Wir bedanken uns herzlich bei Selim Baykara und Pincamp für die freundliche Unterstützung. Auf www.pincamp.de finden Sie den passenden Campingplatz an Ihrem Reiseziel und können auch direkt buchen.